Startseite
Kleines Bücherzimmer Bücher & Rezensionen
Lit-Blog
TOP-Bücher
Neuerscheinungen
über 2000 Bücher
Autoreninterviews
Bücher-Charts
Klassische Autoren
und ihre Werke
Schreibfeder - Gedichte
& Kurzgeschichten
Märchen & Sagen
Lexikon
Zitate
Newsletter
Gästebuch
Seite weiterempfehlen
Banner
   
 
   
   
Hakan Nesser
 
 
 
Bernhard Hennen
Alica und die Dunkle Königin
 
Verlag: Ueberreuter
Format: gebunden, 323 S.
ET: D 2005
Preis: 14,95 €
ISBN: 3-8000-5157-5
Kaufen bei:  bei Amazon.de kaufen

Klapptext:
Seit Alica der Geist des Husarenjungen François erschienen ist, geht er ihr nicht mehr aus dem Kopf. Dabei steckt sie eigentlich mitten in einer geheimen Mission mit dem Ziel, einen Spurfalken von unserer Welt nach „Nebenan“ zu bringen . die Heimat aller Märchenwesen. Während ihr Partner, der Heinzelmann Wallerich, dabei auf modernste Technik setzt, verstrickt sich Alica bald immer tiefer in schwarze Magie. Denn sie will nicht nur ihren Auftrag erfüllen, sondern auch François wieder sehen. Dafür schreckt sie sogar vor einem Pakt mit der gefürchteten Dunklen Königin nicht zurück ...

„Fantasy-Spezialist Hennen ... erschafft eine bildgewaltige und fesselnde Welt in die der Leser vollkommen eintaucht. Ein Fantasy-Großereignis!“ BILD AM SONNTAG
 
Biographie:
Bernhard Hennen, 1966 geboren, ist einer der erfolgreichsten deutschen Fantasy-Autoren. Nach dem Studium der Germanistik, Geschichte und Vorderasiatischen Altertumskunde war er Rollenspielautor und Radiomoderator und bereiste als Journalist den Orient und Mittelamerika. Seine fantastischen und historischen Romane wurden mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Krefeld.
 
 
Meinungen anderer Leser:
Bernhard Hennen ist den Fantasy- und Phantastiklesern längst ein Begriff. Nun hatte ich bisher nur Texte für Erwachsene von ihm gelesen und "Alica und die Dunkle Königin" war mein erstes Jugendfantasybuch des Autors.
Die Atmosphäre, die den Seiten entströmt, ist märchenhaft, oftmals mit einer gehörigen Prise Humor gewürzt und merklich auf die Zielgruppe ausgerichtet. Besonders jugendliche Leserinnen werden sicher ihre wahre Freude an dem Titel haben.

Angesiedelt ist die Rahmenhandlung in der Eifel. Ein Spuk der um das Herrenhaus Greifenstein rankt, das Alica Bäuers Großeltern gehört und auf das sie geschickt wird.
Der Beginn des Romans liest sich beschaulich, eher herkömmlich und mit einer gewissen Antriebsschwäche - aber schon bald entwickelt sich die Handlung in eine spannend-romantische Richtung und nimmt an Tempo zu, denn Alica gerät in eine wahre Welt der Fabelwesen.
Da ist Wallerich, der Heinzelmann, der Alica, die wegen familiärer Probleme bei ihren Großeltern weilt, einen Ring gibt, der es ihr ermöglicht, Märchenfiguren wie Feen und andere Geschöpfe zu sehen. Von Wallerich erfährt sie auch, das diese für alle unsichtbar sind, die den Glauben an das Wunderbare verloren haben. Und eben jene Wesen und deren besondere Welt und Eigenarten, die Bernhard Hennen liebevoll in Szene setzt, machen den Reiz dieses Buches aus. Sei es Wallerichs "Spionagetechnik" - natürlich ist wie er sein Computerraum ebenfalls in Heinzelmanngröße. (seit Wallerichs Auftauchen steckt Alica mitten in einer "Heinzelmännergeheimdienstoperation") oder Schnappers Flugkünste. Jene Möwe, auf deren Rücken sich Wallerich und Alica, die dank des Zauberrings ihre Größe verändern kann und dann ebenfalls auf Wallerich-Maße schrumpft, durch die Lüfte bewegen - hinein in eine Wirklichkeit gewordene Märchenwelt.
Alica erfährt von Trollsöldner, die nicht so leicht in Großstädten wie Köln einzusetzen sind, weil sie dann immer die halbe Zeit vor dem Fernseher hocken und sich Actionfilme ansehen, weil sie auf Prügeleien und Autocrashs stehen, begegnet einer waschechten Hexe und hört mit Erstaunen, dass selbst Zauber ein Verfallsdatum haben, weil "normale Gebrauchszauberei" irgenwann nicht mehr wirksam ist, sich Saucenbinder besser als anderes zum Binden von verschiedenen Zaubern eignet, man die Sprache aller Tiere versteht, wenn man die Schwanzspitze einer weißen Schlange isst .. und vieles mehr.

Doch richtig phantastisch wird es, als Alica den Zauberspiegel im Bad entdeckt, durch den man nach "Nebenan" gelangt, - was sie dann auch mutig vollbringt ... Dort hört sie von der Dunklen Königin, Arduinna Silva, der Göttin der dunklen Wälder und der Jagd - geheimnisvoll und unbarmherzig -, die im Laufe der Jahre zur Dunklen Königin wurde und um die die Sage rankt, das wer sie erblickt, des Todes ist.

Alica begegnet "General Lollejan", dem Oberbefehlshaber aller Kobolde, Soldat "Knochenheiß", "Buddel", dem Reithasen, "Kleereißer", dem Feigling, der sobald er einen Schuss hört auf und davon hoppelt und darüber hinaus zu blöd ist, um Erbsen und Hasenköttel zu unterscheiden, Kobolden, die Nussschalen als Sturzhelme tragen und vielen weiteren wundersamen Gestalten.
So auch dem Geist der Freifrau Magdalena von Greifenstein, die nicht eher ruhen kann, bis sie Gewissheit darüber hat, warum ihr Verlobter Johannes Reisigendorf von einer Reise nach Cöln, nie zu ihr zurückkehrte. Und die Alica davor warnt sich zu sehr zu verlieben, weil es das Leben zerstören kann.
Doch genau dieses allumfassende Gefühl befällt Alica, als sie einem "Reiter in stürmischer Nacht" begegnet - dem Husarenjungen Francois Ibrahim de la Croix, der sich ebenso in sie verliebt, wie sie in ihn ... mehr sei an dieser Stelle nicht über den weiteren Verlauf der Handlung verraten!

Die Mixtur von "Alica und die Dunkle Königin" ist eine geschickte Verknüpfung historischer Ereignisse und Fantasyelementen - selbst die erste Liebe wird hier einmal anders eingebettet - und entführt den Leser auch in eine Handlung im Jahre 1812. Und genau diese Mischung macht es aus. Es sind die liebevollen "Kleinigkeiten", die in die Story einfließen und die sie letztendlich ausmachen. Sei es der "Orden der Goldenen Haselnuss" oder das "Altenheim für irregeleitete Kobolde", um nur zwei zu nennen.

So viel zum Text des Buches, komme ich zur Aufmachung die wie immer bei Ueberreuter souverän und ansprechend, das Papier bestens, Layout und Schriftgröße sehr augenfreundlich ist - einzig das Lekotrat ist nicht optimal und hätte etwas Sorgfältiger sein dürfen. Besonders negativ ins Auge stachen die "ganz"-Kombinationen, die sich durch den gesamten Text ziehen und auf die ein guter Romantext im Gros verzichten sollte: ganz unverhohlen, ganz verzweifelt, ganz kalte Hände, ganz zufrieden, ganz offensichtlich, ganz übel, ganz frisch....etc pp. Aber auch stilistische Stolpersteine wie "Sie wirkten wirklich ergriffen", die aber eher die Seltenheit waren.
Das ist aber auch das einzige (kleine) Manko dieses Bandes, der jedem empfohlen werden kann, der Jugendliche zu beschenken hat oder sich selbst ein märchenhaftes Lesevergnügen bereiten will.

Ein humorvolles, märchenhaftes Fantasyabenteuer für Jung und Alt.
 
Alisha Bionda - 2008-01-30 00:00:00
 
 
weitere Titel von Bernhard Hennen bei Grosse-Literatur.de:
Der Flötenspieler
 
 
 
 
   
Autoren A - E
Autoren F - J
Autoren K - O
Autoren P - T
Autoren U - Z
Romane & Erzählungen
Fantasy & Science Fiction
Historische Romane
Krimis & Thriller
Kinder & Jugend
Liebesromane
Film & Fernsehen
Klassiker & Lyrik
Serien & Reihen
Kurzgeschichten
Sonstige Literatur
Comics
Historische Biographien
Autobiographien
Sonstige Biographien
 
Kunst, Fotografie,
Film & Musik
Geschichte
Naturwissenschaften
Abenteuer, Reisen
& Länder
Natur, Tiere & Garten
Gesundheit & Esoterik
Essen & Trinken
Sonstige
 
Länder
Tiere & Natur
Sonstige Bildbände