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Hakan Nesser
 
 
 
Sabine Ebert
Blut und Silber
 
Verlag: Droemer
Format: gebunden, 736 S.
ET: 11 / 2009
Preis: 19,95 €
ISBN: 978-3-426-66288-5
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Klapptext:
Der neue große historische Bestseller der Autorin der "Hebammen-Romane"

Deutschland 1296: König Adolf von Nassau setzt eine gewaltige Streitmacht gegen Freiberg in Bewegung, um die reiche Silberstadt in die Knie zu zwingen. Unter den Bürgern entbrennt ein heftiger Streit: Dürfen sie sich ihrem König widersetzen? Zu den Freibergern, die die belagerte Stadt mutig verteidigen, gehören auch Änne, eine Nachfahrin der Hebamme Marthe, und die Gauklerin Sibylla. Entsetzt müssen sie miterleben, wie Freiberg blutig erobert wird – durch Verrat!
 
Biographie:
Sabine Ebert wurde 1958 in Aschersleben geboren. Sie hat Lateinamerika- und Sprachwissenschaften in Rostock studiert und arbeitet als freie Journalistin. Sabine Ebert lebt in Freiberg - dort, wo auch ihr erster Roman spielt.
 
Unsere Meinung:
Auf einer Lesung, hatte ich Gelegenheit bereits ein wenig in die geschichtlichen Hintergründe von „Blut und Silber“ eintauchen zu können und von der Begeisterung der Autorin zu diesem Thema angesteckt zu werden. So war ich also mehr als neugierig und wurde nicht enttäuscht ...

1298: König Adolf von Nassau zieht mit einer riesigen Streitmacht gegen die reiche Silberstadt Freiberg. Ihren Lehnsherr Friedrich von Wettin hat er zuvor aller Ländereien enthoben. Doch die Stadt und deren Bürger halten zu ihrem Lehnsherren. Angeführt von einem Ritter Friedrichs, Ulrich von Maltitz, leisten sie dem gewaltigen Heer Widerstand. Fast vier Wochen halten die Freiberger dem Gefecht stand, bis sie schließlich kapitulieren müssen. Friedrich von Wettin bleibt nichts anderes übrig als sich ins Exil zu begeben, an seiner Seite Ulrich von Maltitz und den jungen Markus – ehemaliger Hauptmann der Wache von Freiberg. Doch Friedrich hat die Hoffnung, seine Länder und Titel zurückzuerhalten, noch nicht aufgegeben. Einige Jahre nach der Eroberung Freibergs geschieht das Unfassbare: die Fürsten wählen Adolf von Nassau als König ab. Stattdessen wird Albrecht von Habsberg zum König ernannt. Bessere Zeiten scheinen nun für Friedrich und seine Getreuen anzubrechen, denn der Habsberger hat ihm bereits seine Länder zurück versprochen. Doch Albrechts von Habsberg, nun König, denkt nicht im Traum daran, Friedrich seine rechtmäßigen Ländereien zurückzugeben. Als der König auch noch nach Thüringen greifen will, dem letzten Sitz des wettinischen Hauses, rüstet Friedrich zu einem ungleichen Kampf ...

Detailreich erzählt Sabine Ebert das Geschehen der Jahre 1297 bis 1307 um Friedrich von Wettin, seiner Ritter und ihrer Protagonisten. Dabei hat sie historischen Persönlichkeiten, die wirklich lebten, fiktive Personen zur Seite gestellt: so Markus, den Hauptmann der Wache von Freiberg, seine große Liebe Änne und Sibylla, die Gauklerin. Gemeinsam mit dem Markgrafen Friedrich und seinem Ritter Ulrich von Maltitz sind es gerade diese Personen, die dem Leser am meisten ans Herz wachsen. Darüberhinaus hat die Autorin es jedoch geschafft, nahezu allen Figuren Leben einzuhauchen und deren Lebensweise und Handeln dem Leser anschaulich zu erzählen.

Nicht nur bei den Personen und dem mittelalterlichen Leben merkt man, dass die Autorin sehr intensiv recherchiert hat. Gerade die Geschehnisse, die Schlag auf Schlag folgen werden detailliert erzählt. Wenngleich die Männer auch immer wieder zu den Waffen greifen und man nach und nach so manche Figur betrauern muss, lässt sich „Blut und Silber“ gut lesen und macht gerade zum Ende hin sogar richtig Spaß.

Auch wenn es Sabine Ebert schafft gänzlich ohne Längen und dennoch sehr detailreich zu erzählen, habe ich doch ein wenig mehr Spannung vermisst. Dadurch, dass die Autorin sehr nah an der realen Geschichte bleiben wollte, und hauptsächlich die Geschehenisse um Friedrich von Wettin erzählt, bleiben die übrigen Charaktere eher im Hintergrund und werden nur ab und zu aufgegriffen.

Dennoch bleibt „Blut und Silber“ ein außergewöhnlicher Roman, denn man muss der Autorin vorallem eines zugestehen: sie versteht es historische Romane mit einer Fülle an geschichtlichem Hintergrund zu erzählen und dennoch keine Langeweile aufkommen zu lassen. Sie lässt Figuren auferstehen, die wirklich lebten und schafft es, dass man nicht nur neugierig nach mehr Hintergrundinformationen wird, sondern sich auch wirklich weiter mit dem Thema beschäftigen möchte.

Fazit: Sabine Ebert erzählt farbenfroh und detailreich von einem Stück deutscher Geschichte und reichert ihren Roman gekonnt mit Personen an, die dem Leser richtig ans Herz wachsen. Darüberhinaus beschreibt sie kenntnisreich das mittelalterliche Leben und zieht den Leser mit zurück in die Vergangenheit.

 

Sandra Kuhn, Redaktion Grosse-Literatur.de
 
 
weitere Titel von Sabine Ebert bei Grosse-Literatur.de:
Das Geheimnis der Hebamme
 
 
 
 
   
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