Startseite
Kleines Bücherzimmer Bücher & Rezensionen
Lit-Blog
TOP-Bücher
Neuerscheinungen
über 2000 Bücher
Autoreninterviews
Bücher-Charts
Klassische Autoren
und ihre Werke
Schreibfeder - Gedichte
& Kurzgeschichten
Märchen & Sagen
Lexikon
Zitate
Newsletter
Gästebuch
Seite weiterempfehlen
Banner
   
 
   
   
Hakan Nesser
 
 
 
Kari Köster-Lösche
Das Grab im Deich
 
Verlag: Knaur
Format: broschiert, 384 S.
ET: 04/2008
Preis: 8,95 €
ISBN: 978-3-426-63639-8
Kaufen bei:  bei Amazon.de kaufen

Klapptext:
Im halbfertigen Deich der Hallig Langeness wird die Leiche eines Neugeborenen entdeckt. Wer ist die Mutter? Und warum musste das Kind sterben?
Als auch seine Freundin in Verdacht gerät, eine Schwangerschaft verheimlicht und das Neugeborene einfach beiseitegeschafft zu haben, nimmt Wasserbauinspektor Sönke Hansen die Ermittlungen auf. Denn ihre Unschuld steht für ihn fest. Doch wer war dann der Täter?
 
Biographie:
Kari Köster-Lösche, geboren 1946, wuchs in Schweden am Meer auf. Seit etwa 12 Jahren lebt und schreibt die Autorin auf der Hallig Langeneß. Bekannt wurde Kari Köster-Lösche mit ihren zahlreichen historischen Romanen, darunter dem Bestsellerroman "Die Hakima".
 
 
Meinungen anderer Leser:
Und wieder schlittert Sönke Hansen auf sympathische Weise in den nächsten "Fall" und die Leser dürfen ihn begleiten.

In dem im Bau befindlichen Deich der Hallig Langeness wird die Leiche eines Neugeborenen, eingewickelt in ein blutiges Tuch, gefunden.
Das kleine Mädchen wurde vermutlich erstickt. Seine Leiche wird nach Föhr transportiert und Sönke Hansen wird von seinem Vorgesetzten Cornelius Petersen offiziell beauftragt, der Sache nachzugehen.
So begibt auch er sich nach Föhr und dort in die Kinderheilstätte in Wyk zu Dr. Lorenzen, einem bärbeißigen, älteren Arzt, der Kinder und seine Arbeit liebt und die Obduktion vornimmt.

Als Erstes trifft Sönke Hansen auf Paul Dürrschnabel, einen schleswig-holsteinischen Abgeordneten und dessen laute und dominante Frau Dorothea. Dürrschnabel ist Hansen sofort unsympathisch und fällt durch sein Verhalten - im negativen Sinne - auf.

Sönke Hansen beginnt seine Nachforschungen im "Redlefsen’s Hotel", dessen Portier nicht besonders auskunftfreudig ist und in dem sich das Hausmädchen Göntje Brarens merklich nervös verhält.
Dort erfährt er jedoch von einer Gruppe, die ein englisches Picknick auf der Hallig Langeness veranstaltet hat und vermutet sofort, dass sich die Kindsmutter und - mörderin in dieser Gruppe befunden haben muss.
Dann schließt er Bekanntschaft mit dem aus Frankfurt stammenden und häufig auf Föhr weilenden Arzt Dr. Molitor.
Kurz nachdem dieser Hansen einiges über die Teilnehmer des Picknicks erzählt hat, wird er erschossen.

Was an dem Roman fasziniert, ist die Tatsache, dass man schon recht schnell zu wissen meint, wo es hinführen wird und wer der Täter ist und die Autorin, es dann doch immer wieder versteht, Zweifel zu erwecken und weitere Tatverdächtige zu präsentieren.
Da ist der schwierige Maler Otto Jakobs, auch einer der Teilnehmer des Picknicks.
Und Göntje Brarens, die Magd, die schon bald unter Verdacht steht, die Kindesmutter zu sein, weil Hansen sie auf einem der Bilder, die Otto Jakobs während des Picknicks fertigte, auf dem Deich, wo die Babyleiche gefunden wurde, stehen sieht.
Göntje ist Hansen gegenüber auch bald geständig, sie vertraut ihm an, dass der Vater des Kindes ihr Gewalt angetan hat - aus Angst will sie aber seinen Namen nicht preisgeben.

Isabella Molitor, Tochter des erschossenen Arztes, kommt zur Beerdigung ihres Vaters auf die Insel Föhr.
Zusammen mit ihr forscht Sönke Hansen weiter und findet heraus, dass Dr. Molitor im Herbst des vergangenen Jahres schon auf Göntje aufmerksam wurde, er erfährt nur nicht den Grund.

Isabella und Hansen beschließen gemeinsam dem mysteriösen Tod ihres Vaters auf die Spur zu kommen und machen erstaunliche Entdeckungen ...

Auch die Handlung dieses Romans lebt nicht von willkürlich zusammengesetzten Krimi-Versatzstücken, sondern durch die Charaktere, von denen jede Einzelne bis in die Tiefe ausgearbeitet und dem Leser nähergebracht wird.
Ebenso bietet Kari Köster-Lösche erneut ein deutliches Spiegelbild der Gesellschaft im 19. Jahrhundert mit allen Vorurteilen, allem Dünkel und Ressentiments.

Im Anschluss an den Romantext gibt es wieder eine ausführliche Auflistung der Personen - wieder in der Reihenfolge, wie sie in der Handlung erscheinen - und ein kleines Wortverzeichnis (Glossar) und darüber hinaus ein Rezept "Pfeifenten nach Halligart", das den Lesern diesen Landstrich auch kulinarisch näherbringt.

Auch die Aufmachung des Krimis weiß erneut zu überzeugen, da das Papier erstklassig ist und das Covermotiv stimmungsvoll und dankenswerterweise keinen Deut reißerisch ist. Der Betrachter fühlt sich eher so, als schaue er von dem Balkon eines Ferienhauses, auf das Meer und die umliegenden Häuser - und fühlt sich eingeladen.

Fazit: Ein sehr menschlicher Krimi, der deutlich macht, dass es nicht nur Schwarz und Weiß, sondern auch eine Grauzone in uns Menschen gibt, und der durch ein hohes erzählerisches Niveau glänzt.
Alisha Bionda - 2008-08-13 00:00:00
 
 
weitere Titel von Kari Köster-Lösche bei Grosse-Literatur.de:
Der Austernmörder
Mit der Flut kommt der Tod
 
 
 
 
   
Autoren A - E
Autoren F - J
Autoren K - O
Autoren P - T
Autoren U - Z
Romane & Erzählungen
Fantasy & Science Fiction
Historische Romane
Krimis & Thriller
Kinder & Jugend
Liebesromane
Film & Fernsehen
Klassiker & Lyrik
Serien & Reihen
Kurzgeschichten
Sonstige Literatur
Comics
Historische Biographien
Autobiographien
Sonstige Biographien
 
Kunst, Fotografie,
Film & Musik
Geschichte
Naturwissenschaften
Abenteuer, Reisen
& Länder
Natur, Tiere & Garten
Gesundheit & Esoterik
Essen & Trinken
Sonstige
 
Länder
Tiere & Natur
Sonstige Bildbände