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| Jostein Gaarder |
| Das Orangenmädchen |
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Original: Appelsinpiken
Verlag: dtv
Format: broschiert, 187 S.
ET: D 11/2005
Preis: 8,50 €
ISBN: 3-423-13396-1
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| Klapptext: |
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Georg hat seinen Vater kaum gekannt. Der starb, als sein Sohn vier war. Elf Jahre später findet Georg zufällig einen Brief, geschrieben an den „großen“ Sohn. Es ist ein Abschiedsbrief, natürlich, aber vor allem erzählt er die Geschichte einer großen Liebe: der Suche des Vaters nach einem geheimnisvollen Orangenmädchen. Der Brief wird für Georg zu einer Reise in die Vergangenheit. Doch bald begreift er, dass es darin auch um seine Zukunft geht, zum Beispiel um die Frage, wie er es mit der Liebe hält … Sein Vater konnte ihm keine Antworten mehr geben. Aber er konnte seinem Sohn die richtigen Fragen stellen.
Eine Ode an das Leben, die Liebe und das Glück.
„In diesem Buch wartet eine Geschichte, wie sie sonst nur Verliebten allein gehört – und zugleich einer der schönsten Abschiedsbriefe, die Sie sich vorstellen können.“ ANGELA WITTMANN IN DER „BRIGITTE“ |
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| Biographie: |
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| Jostein Gaarder, geboren 1952, studierte Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaft in Oslo und lehrte Philosophie an Schulen und in der Erwachsenenbildung. Daneben schrieb er Romane und Erzählungen für Kinder und Erwachsene. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Oslo. Mit „Sofies Welt“ (1993 erschienen und inzwischen in über 40 Sprachen übersetzt) wurde Gaarder international bekannt. |
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| Unsere Meinung: |
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Jostein Gaarder erzählt seinen Lesern eine sehr zu Herzen gehende Geschichte, die nicht nur fesselt sondern über die man auch lange nachdenken muss. Es ist eine besondere Liebesgeschichte, an eine Frau, ein Kind, ja an die ganze, manchmal wie magisch wirkende, Welt. Als Leser ist man schon nach den ersten Seiten auf eine ganz eigentümliche Art und Weise gebannt. Man fühlt sich mitgerissen. Das Herz wird beim Lesen schon mal richtig schwer und manchmal muss man den ein oder anderen Schniefer herunterschlucken. Gaarders Geschichte ist keine leichte Kost und doch öffnet sie uns die Augen - für das Leben.
Georg ist fünfzehn als er einen Brief von seinem lange verstorbenen Vater erhält. Dieser hat seine Zeilen in Georgs alter Kinderkarre versteckt in der Hoffnung, der Junge würde sie eines Tages finden. Und so passiert es, dass Georgs Vater Jan, ihm eine spannende Geschichte um eine besondere Liebe erzählt. Er verrät ihm, wie er das Orangenmädchen fand ... Doch zugleich versucht er sich von seinem damals knapp vierjährigen Sohn, seinem besten Freund, zu verabschieden - keine leichte Sache.
„Das Orangenmädchen“ führt uns mit einer sensiblen, eindringlichen Erzählung vor Augen, dass unserem Dasein auf Erden Grenzen gesetzt sind und wir nur eine kurze Zeit haben um das eigentliche Leben, die Liebe und das Glück zu entdecken - und auch die besondere Magie, die von unserem Planeten ausgeht. Kaum hat unsere Existenz begonnen, kann sie auch schon wieder vorbei sein und doch ein ganzes Menschenleben lang gedauert haben. Was ist schon diese kurze Zeitspanne im Vergleich zu den Milliarden von Jahren, die es unsere Erde bereits gibt?
Jan Olav ist eine Figur, die man sofort gern hat - ein wenig chaotisch, sensibel und romantisch. Während man also seine Geschichte liest, ist man tief berührt und kann sich diesen Menschen so lebendig vorstellen, dass einem die Zeilen in den Händen schon mal verschwimmen. Georg ist dem Leser ebenfalls sympathisch, wenn auch auf eine andere Art. Er ist der Jugendliche; der sich noch nicht allzu viele Gedanken über das Leben gemacht hat, und es wohl erst nach dem Lesen des Briefes in seinen Ausmaßen zu begreifen versteht.
Fazit: Jostein Gaarder hat mit diesem Roman eine beeindruckende Geschichte geschaffen, die die Menschen aufrüttelt und sie annähernd begreifen lässt, wie kurz ihr Dasein und wie wertvoll ihr Leben ist.
   
Sandra Kuhn, Redaktion Grosse-Literatur.de
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