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| John Connolly |
| Das Portal der Dämonen |
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Original: The Gates
Verlag: cbj
Format: gebunden, 320 S.
ET: 08 / 2011
Preis: 14,99 €
ISBN: 978-3-570-13991-2
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| Klapptext: |
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Dämonisch gut, höllisch rasant, teuflisch komisch
Der 11-jährige Samuel ist ein ganz normaler Junge, na ja, vielleicht ein bisschen schlauer als der Rest, aber ansonsten alles im grünen Bereich. Bis, ja bis seinen gelangweilten Vorstadtnachbarn nichts Besseres einfällt, als mal eben ein wenig Dämonenbeschwörung zu üben. Das klappt dummerweise überraschend gut und nun sind die dämlichen Nachbarn nicht nur von Dämonen besessen, sondern diese fiesen Gestalten auch noch hinter Samuel und seinem Dackel Boswell her. Die waren nämlich unfreiwillige Zeugen als die Hobby-Satanisten das Portal im Universum auftaten, durch das der finstere Lord nun seine Voraustrupps in die Welt der Menschen entsendet. Tja und jetzt ist es also an Samuel, den Schlamassel wieder zu richten und den Untergang der Menschheit zu verhindern. |
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| Biographie: |
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| John Connolly, geboren in Dublin, wurde weltweit berühmt durch seine "Charlie Parker"-Thrillerserie. All seine Romane stürmten die Bestsellerlisten und als erster Nichtamerikaner gewann er den "Shamus Award". "Das Portal der Dämonen" ist sein erstes Kinderbuch. |
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| Grosse-Literatur.de-Rezensionen: |
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Wer „Das Portal der Dämonen“ in Händen hält und sich den Klapptext genauer durchliest, könnte meinen, dass dies wieder einmal ein Buch ist, in dem ein Kind das Böse besiegt – ein Inhalt also, wie man ihn vielleicht schon dutzendfach gelesen hat. Doch wer so denkt, der irrt. Denn dieser Roman ist soviel mehr, dass derjenige, der dieses Buch nun wieder weglegt, wirklich etwas verpassen würde!
Nichtsahnend kauern Samuel, 11 Jahre, und sein Hund Boswell an dem Kellerfenster des Hauses 666 der Crowley Avenue in Biddlecombe, nachdem sie ein seltsames Geräusch hörten. An diesem unscheinbaren Fenster, genau um 19.30 Uhr, beginnt das Grauen. Denn was die beiden dort beobachten, wird sie die nächsten Tage verfolgen: Die etwas stumpfsinnigen Abernathys und ihre noch stumpfsinnigeren Freunde die Renfields beschwören Dämonen. Nicht etwa irgendeinen Dämonen, sondern IHN: den großen Verderber. Dieser Fieseste unter den Fiesesten und Größte unter den Größten Dämonen, der Anführer selbst, schmort seit Millionen von Jahren in der Hölle – und hat nur ein Ziel, nämlich die Erde zu beherrschen und alles Leben darauf zu vernichten. Nun wäre Samuel nicht der sonderbare Junge, der es oftmals schafft seine Lehrer und viele andere Menschen in seiner Umgebung mit seinen Fragen und Theorien zu verwirren, wenn er dies einfach so zulassen würde. Das Problem an der Sache ist nur, kein Erwachsener will ihm Glauben schenken. Als dann die Vorhut des großen Verderbers, in Gestalt von Mrs Abernathy, auf die verschiedensten Arten versucht, Samuel aus dem Weg zu räumen, reicht es ihm endgültig. Schluss mit lustig, jetzt nämlich weiht er seine Freunde ein, und gemeinsam lehren sie dem Bösen das Fürchten …
John Connolly übernimmt in seinem Roman „Das Portal der Dämonen“ die Rolle des Erzählers – und das kann er richtig gut. Voller Witz und Ironie erzählt er fesselnd und mit vielen Infos bestückt eine spannende Geschichte. Helden in diesem Buch gibt es viele: In der Welt der Menschen wären da natürlich Samuel und sein mutiger kleiner Dackel Boswell, die man augenblicklich ins Herz schließt, Samuels Freunde Tom und Maria und die beiden Kirchenherren Pfarrer Ussher und sein Messdiener Mr Berkeley, die es in diesem Buch mit fiesen Untoten zu tun bekommen. Nurd, die Geißel der fünf Gottheiten, entpuppt sich als netter Dämon und Held der finsteren Seite, denn er wollte zwar auch gern die Welt beherrschen, aber lange nicht so grausam wie der große Verderber versteht sich. Und dann ist da noch ein kleiner Dämon, der versucht die Ängste der Menschen zu verkörpern und dabei schonmal meilenweit daneben liegt.
Dieser Roman strotzt geradezu von Figuren, die man einfach nur mögen kann und denen man im Kampf gegen das Böse gern zur Seite steht. Außerdem schaffen sie es, einen immer wieder zum Lachen zu bringen und lassen dieses Buch zu einem echten Pageturner werden. Der Autor hat dabei auch auf der dunklen Seite Charaktere („nette“ Dämonen also) geschaffen, die einem sofort sympathisch sind und diese Geschichte um ein vielfaches interessanter machen. Diesen Roman wegzulegen scheint undenkbar.
Dieses Buch ist ein besonderes Buch! Dank dem witzigen „Erzähler“ - der, nebenbei bemerkt, in dutzenden Fußnoten gern immer wieder abschweift und von dem man noch das ein oder andere lernen kann – tut sich dem Leser ein spannendes Abenteuer auf mit vielen Helden, die diese Geschichte zu einem fesselnden Lesespaß machen; und man am liebsten gleich nochmal von vorn beginnen würde.
Fazit: „Das Portal der Dämonen“ ist witzig, skurril, rasant und unglaublich spannend – ein Buch also, das seine Leser nicht nur in Atem hält, man hat auch richtig Spaß dabei. Das erste Kinderbuch aus John Connollys Feder – und man kann nur hoffen, dass diesem viele, viele weitere folgen werden. Lesen!
Sandra Kuhn, Grosse-Literatur.de
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