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Hakan Nesser
 
 
 
Stefanie Rafflenbeul , Jana Paradigi
Der Ewige
SunQuest, Band 2
 
Verlag: Fabylon Verlag
Format: broschiert, 240 S.
ET: 08 / 2007
Preis: 10,00 €
ISBN: 978-3-927071-18-6
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Klapptext:
Auf der Suche nach der legendären Urmutter geraten Shanija Ran und ihre Gefährtinnen ins verkehrte Land, das von einem schrecklichen Fluch beherrscht wird, und entdecken einen Versammlungsplatz der Wahrheitssuchenden, wo es angeblich auf jede Frage eine Antwort gibt. Dabei begegnen sie einem Adepten der geheimnisvollen Gilde der Wissensträger, und einem Abenteurer, der mehr ist, als er vorgibt zu sein.
 
 
Meinungen anderer Leser:
Den zweiten Band der „SunQuest“-Serie bestreiten zwei junge Newcomer-Autorinnen: Stefanie Rafflenbeul & Jana Paradigi. Beide sind hin und wieder auch als Maddrax-Heftromanautorinnen zu lesen.

„Das Schwert des Präfekten“ von Stefanie Rafflenbeul ist durchgängig phantastisch. Der Leser wird somit in eine buntgewobene Fantasywelt entführt, denn die drei „Heldinnen“ folgen der Spur von „Pong“. Der Schmuckdrache wurde von einem Diebvogel entführt und es gilt ihn wiederzufinden.
So landen Shanija, As’mala und Seiya in „Khatasta“ (erinnert sehr an Castata aus Band 1), einer dekadenten Luxusstadt mit einem goldenen Palast auf einem karmesinroten Hügel, nachdem sie das „Wolkenland“ duchwandert und eine sonderbare steinerne Trichterstadt, die von dreibeinigen Vogelwesen, den „Fiogan“ bewohnt wird, passiert haben.
Die Frauen begegnen Glasaalen und Shanija hat ein merkwürdiges Déja-vu-Erlebnis.

Derweil sieht sich Pong seinem Entführer gegenüber: Capus Dalena, der seinen Vater sucht und die Frauen erpressen will ihm bei der Suche zu helfen.

In Khatasta begegnet das Dreiergespann Maltes Balderas, einem Hauptmann der Stadtwache. Von ihm erfahren sie, dass eine mysteriöse Krankheit nur Frauen tötet. Ursache sind Strahlungen eines vor vielen tausend Jahren abgestürzten Sternenschiffes. Nur in dem Stadtbereich Oberkhatasta sind Frauen sicher und leben sie.
Aridas Balderas, Maltes’ Vater, ist der oberste Präfekt der Stadt. In seinem Palast sollen die drei Frauen ein Schwert, (das so genannte Drachenschwert, das den Namen „Tyr“ trägt), das von Capus’ Vater geschmiedet wurde, suchen und an sich bringen.

Shanija fühlt sich in der dekadenten Umgebung des Palastes unwohl und sie misstraut Aridas Balderas. Da werden sie, Capus und Seiya von den „Fiogan“ entführt und zu einem Krater gebracht, auf dessen Grund „Slintan“, ein archaisches Wesen haust, das einem irdischen Saurier nicht unähnlich ist. Shanija soll gegen ihn kämpfen.

Derweil gelingt es As’mala im Palast das Schwert an sich zu bringen, Maltes kommt ihr dabei auf die Schliche und sie entdecken dabei ein Geheimnis um seinen Vater und Maltes’ Schwester Jasmina. Maltes und As’mala gelangen auf der Suche nach ihr, ebenfalls an den Krater.
Dort wird ihnen gewahr, dass Slintan für die Fiogan ein Gott ist, der Menschenfrauen frisst. Entsetzt muss Maltes erfahren, dass ein Vertrag zwischen den Fiogan und Khatasta besteht. Aus der Stadt werden Frauen an die Fiogan, als Opfer für Slintan „geliefert“, während die Fiogan ihre Eier, die zu wertvollen Kristallen werden, an Khatasta geben. Somit opfern beide Seiten Teile ihrer Nachkommen.

Die Freunde finden schließlich Capus und seinen Vater, der zusammen mit Jasmina von Maltes’ Vater zum Krater gebracht wurde.
Und schlussendlich kommt es zum Kampf zwischen Shanija und Slintan, dem weißen Vogeldrachen, der aber gemessen an dessen angeblicher Kraft, recht unspektakulär ausfällt.

Fantasie kann man Stefanie Rafflenbeul wirklich nicht absprechen, wenngleich ihr Stil noch nicht hundertprozentig ausgewogen ist, liest sich der Teil des Romanes unterhaltsam flüssig und sehr phantastisch.

Teil 2 „Das flüsternde Orakel“ wurde von Jana Paradigi bestritten und überzeugt noch mehr als Teil 1. Die Autorin hat einen gefestigteren Stil und ebenso viel Fantasie, mehr noch: ihre Charaktere wirken noch einen Tacken „lebendiger“. Von dieser Autorin könnte man sich durchaus auch einmal einen komplexen SunQuest-Roman vorstellen.

Weiter geht es also mit dem Frauengespann Shanija, As’mala und Seiya. Ihre nächste Etappe ist eine Wüstenstadt, in der ihnen Menschenwesen, Flugtiere, skurile Maschinen und Kuntar (Echsenartige) begegnen. Mit Shanija geht eine Verwandlung vor (was man besonders an den Dialogen, sprich ihrem teilweise etwas „gewöhnlicheren“ Vokabular merkt). Auch emotional „taut“ sie merklich auf, als Darren Hag zu ihnen stößt. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, bis sie bei einem Abendessen mehr über den Mann erfahren. Darren ist der Sohn des einflußreichen Earl Hag (Händler und Politiker)

Beobachtet werden die Freunde das Gros des Textes lang von Mun, einem Adepten, einem Ausgesandten der Bibliothekare, einem wandelnden Chronisten, der auf der Suche nach der Sonnenträgerin ist und sich fragt, welche der drei Frauen die Gesuchte ist. So folgt er eine nach der anderen um das herauszufinden.

Auch dieser Part ist hauptsächlich phantastisch mit einer Prise Abenteuer und liest sich flüssig weg. Da gibt es die Sekte des Wiedergängers, Muksch, einen kleinen Bären, die Große Flüstertüte (Orakel) und Ameisenangriffe.

Schlussendlich treffen sie auf Munch, und dieser will die drei Frauen und Darren (somit wird die Gruppe immer größer) in das Zentralarchiv führen, das Shanija aufsuchen will, um doch noch ihrer Mission nachzukommen und Less wieder verlassen zu können (der Leser wünscht sich nach Band 2 längst, dass das nicht zu schnell passieren soll).
Doch dann wird Shanija entfürt ...

Hilfreich ist der dem Romantext angeschlossene „Anhang“, in dem der Leser einiges Wissenswerte über Less erfährt.

Abschließend bliebe zu sagen, dass das Konzept dieser „jungen“ Serie aufgeht. Nach einer Idee von Gerald Jambor, und unter der Redaktion und des Gesamtkonzeptes von Uschi Zietsch, verfassten die beiden Autorinnen ihre Exposees selbst, was ihnen vortrefflich gelungen ist. Sie schufen damit einen unterhaltsamen und stimmigen Band, der Lust auf mehr macht.

Zur Aufmachung bliebe zu sagen, dass sie wie bei Band 1 tadellos ist. Da überzeut alles: Papier, Satz, Duck, Format – und auch die Innengrafiken (dieses Mal von Gabriele Scharf) sind stimmiger, da sie einen phantastisch-femininen Stil haben, der gut zu den Plots der Texte und den Stilen der beiden Autorinnen passt.

Fazit: Eine flott erzählte Mixtur aus SF, Fantasy und Abenteuer und gelunge Fortführung der Serie „SunQuest“. Sehr empfehlenswert!
 
Alisha Bionda - 2008-06-24
 
 
 
 
   
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