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Hakan Nesser
Autoreninterviews
 
 
 
Peter Ward
Der Rubindrache
 
Verlag: cbj
Original: Dragon Horse
Format: gebunden, 496 S.
ET: 01 / 2009
Preis: 18,95 €
ISBN: 978-3-570-13654-6
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Klapptext:
"Ich bin Han Garid, Herr der Donnerdrachen! Nicht einmal das Wasser aller Meere kann mein Feuer löschen!"

Wie alle Einwohner des chinesischen Kaiserreichs hat auch Rokshan, der Sohn eines reichen Kaufmanns, von den alten Legenden gehört, nach denen vor vielen Jahrhunderten bösartige geflügelte Drachen versuchten, die Herrschaft über die Welt an sich zu reißen. Um dies zu verhindern, wurden die Drachen vom Weisen Herrn der Welt in wunderschöne und gute Wesen verwandelt. Aber das Böse ist wieder erwacht und der Schatten-ohne-Namen will sich die gewaltige Macht der Drachen erneut zunutze machen. Nie hätte sich Rokshan träumen lassen, dass er in diesem Kampf der Mächte die Schlüsselrolle spielen wird. Denn nur Rokshan allein vermag mit dem Herrn der Drachen, mit dem mächtigen Rubindrachen Han Garid selbst zu kommunizieren. Aber ausgerechnet Rokshans Bruder wählt den Pfad des Bösen und wird zum tödlichen Verräter ...

"Eines der schönsten Jugendbücher des Jahres!" BOOKS FOR KEEPS
 
Biographie:
Peter Ward hatte schon als Kind den ersten Kontakt mit Asien. Aufgewachsen in England, Deutschland und mehreren asiatischen Ländern, studierte er Philologie und Religionswissenschaften an der Leeds University. Die Leidenschaft für die Mythologien und Philosophien des Ostens, insbesondere Chinas, hat ihn auch später während verschiedener Tätigkeiten in der Medienbranche nie losgelassen. „Der Rubindrache“ ist sein erster Roman. Peter Ward lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in London.
 
Meine Meinung:
Peter Ward hat es geschafft ein Buch voller Mythen und Religionen, voller Weisheit und Mut zu schreiben; eine Geschichte die das alte China wieder aufleben lässt.

Mittendrin steht der Junge Rokshan, der sich durch den alten, weisen Geschichtenerzähler Shou Lao dazu berufen fühlt die aufkommende Gefahr durch den namenlosen Schatten, der die Welt ins Chaos führen will, aufzuhalten. Er macht sich auf eine Reise, die ihn durch die Wüste und durch Schneestürme ins Land der Wilden Reiter führt, über die in Rokshans Heimatstadt so manche Grausamkeit erzählt wird. Gleichzeitig bricht sein älterer Bruder An Lushan in die andere Richtung auf, um dem Naturvolk der Darhad einen Handel vorzuschlagen. Im Dunklen Wald, dessen Geheimnis die Darhad seit Generationen hüten, findet An Lushan schließlich ein geheimnisvolles Relikt, dass ihn auf die Seite des Bösen zieht. Währenddessen gewinnt Rokshan einen Freund und Mentor in einem der Wilden Reiter und auch Sternblicker, der Herr der Drachenpferde, wird zu seinem Seelenverwandten. Gemeinsam macht sich die kleine Gruppe um Rokshan auf, die Gefahr durch den Schatten-ohne-Namen und seine Anhänger abzuwenden. Diese wollen die uralten Drachen wieder zum Leben erwecken und die Menschheit vernichten. Eine Aufgabe, der die Freunde fast nicht gewachsen scheinen ...

Das große Abenteuer beginnt sehr schleppend, wenngleich man dem Autor zugestehen muss, eine Welt geschaffen zu haben, die so farbenfroh und lebendig wirkt, dass man sich in ihr sofort wohl fühlt. Wards Leidenschaft für den Osten spiegelt sich auch in dieser Geschichte wieder. So hat er gekonnt die Entwicklung der alten Seidenstrasse, die Jahrhunderte den Osten mit dem Westen verband, in das vorliegende Buch eingewoben; und auch hier wird zu Beginn die Wichtigkeit des Handels zwischen den Ländern spürbar.

Peter Ward wartet in „Der Rubindrache“ ideenreich mit echten Mythen auf und hat ebenso ein bisschen Geschichte und verschiedene Glaubensrichtungen in die Geschichte eingewoben; wenngleich er für meinen Geschmack manchmal ein bisschen zu viel wollte. Etwas weniger Mythen und Sagen und dafür mehr Abenteuer und ausgefeiltere Geschehnisse hätten dem Buch gut getan. So richtig spannend wurde die Geschichte erst gegen Mitte, doch dafür konnte ich das Buch dann kaum noch aus der Hand legen.

Nur zögerlich wird man mit Rokshan, der eigentlichen Hauptfigur dieses Buches, warm. Er, wie auch andere Figuren, bleiben leider ein wenig blass und schaffen es kaum, dass man mit ihnen mitfiebert.

Interessant zu lesen fand ich die Anmerkungen des Autors zu Mythen, Religionen und Geschichte, die er in seinen Roman eingeflochten hat. Besonders hier muss man anerkennen, dass Peter Ward gekonnt tatsächliche Überlieferungen mit Fiktion vermischt hat.

Fazit: Eine legendenreiche, farbenfrohe Geschichte, in der man allerlei Neues entdecken kann, die jedoch nicht frei von einigen Mankos und gelegentlichem Spannungsabfall ist.
 
   
 
 
 
   
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