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Hakan Nesser
 
 
 
Jussi Adler-Olsen
Erbarmen
 
Original: Kvinden i buret
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Format: Broschiert, 420 S.
ET: 10 / 2009
Preis: 14,90 €
ISBN: 9783423247511
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Klapptext:
Und dann kam die Angst wie ein schleichendes Gift.

Der Albtraum einer Frau.
Ein dämonischer Psychothriller.
Der erste Fall für Carl Mørck
vom Sonderdezernat Q in Kopenhagen.

Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: "Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?"

Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten.

Wer sind die Täter?
Was wollen sie von dieser Frau?
Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?

"Ein ungewöhnlich schöner und hochspannender Thriller, der einem bis zur letzten Seite den Atem abschnürt." POLITIKEN.DK
 
Grosse-Literatur.de-Rezensionen:
Der erste Band Erbarmen von Jussi Adler-Olsen ist auch der Beginn der Karriere von Carl Morck beim neuen Sonderdezernat Q. Merete, eine junge Politikerin verschwindet 2002 spurlos. Sie wurde entführt und wird nun von ihren Entführer seit 5 Jahren gefangen gehalten. Da es keine Lösegeldforderungen gab, wurde der Fall geschlossen, da die Polizei davon ausgeht, dass sie tod ist.
Aber das ist sie nicht, immer noch gefangen und mit eisernem Willen trotzt sie dieser unmenschlichen Gefangenschaft. Im Jahr 2007 beginnt Carl Morck wieder seinen Dienst bei der Kopenhagener Mordkommission. Nach einem Attentat auf ihn und zwei Kollegen will er nun zurück in den aktiven Dienst. Sein Chef schiebt ihn in eine neue Abteilung ab, dem Sonderdezernat Q, das sich mit Fällen, von besonderem Interesse, beschäftigen soll. Als Assistent bekommt er einen jungen Mann und zusammen untersuchen sie das Verschwinden von Merete vor 5 Jahren.

Meine Meinung:
Ein unglaublich gut recherchierter, dichter Krimi. Der Roman schwankt immer wieder zwischen den zwei Erzählsträngen und auch zwischen den Zeiten. Parallel wird die Geschichte von Karl Morck berichtet, seine Vergangenheit und nun seine Tätigkeit im neuen Sonderdezernat und dann die Gefangenschaft der jungen Politikerin. Unfassbare Martyrien muss sie erleiden. Und als Leser leidet man mit und es geht wirklich unter die Haut, was man da liest. Sympathisch fand ich den etwas undurchsichtigen, geheimnisvollen und so intelligenten Assistent Assad. Der Schreibstil ist flüssig und der Autor schreibt sehr genau, so dass die Bilder im Kopf entstehen während des Lesens. Man liest und liest und ist vollkommen gebannt von der Geschichte.



elfenwind, Grosse-Literatur.de
Ein winziger Augenblick ... kann dein Leben für immer verändern.
„Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rodby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem
Gefängnis aus Beton festgehalten...“
Carl Morck hat es schwer in seinem Job. Bei seinen Kollegen und Vorgesetzten im Polizeipräsidium von Kopenhagen ist er nicht sehr beliebt. Er gilt als ungemütlich und so wird er kurzerhand in den Keller des Präsidiums verfrachtet. Dort soll er als Spezialermittler das neu eingerichtete „Sonderdezernat Q“ leiten, welches sich mit ad acta gelegten Fällen, die nie abgeschlossen wurden, beschäftigt. Unmotiviert widmet er sich dem ersten Fall: dem der aufstrebenden und schönen Politikerin Merete Lynggaard, die vor etlichen Jahren spurlos auf einer Fähre verschwand.
Was er nicht weiß, ist dass es nach all den Jahren immer noch ein Wettlauf gegen die Zeit ist. Denn Merete ist nicht tot, sie durchlebt einen der denkbar grauenvollsten Albträume, die man sich nur vorstellen kann. Gefangen in einem Gefängnis aus Beton. Ihr Martyrium ist
unvorstellbar.
Unablässig stellt man sich diese eine zentrale Frage: WARUM????
Manchmal hat man so eine Ahnung, wenn man einen Thriller oder Krimi liest, wer der Täter ist oder sein könnte. Diese Ahnung lässt einen hier völlig im Stich. Der Moment, als mir das Motiv schwarz und weiß auf den Seiten präsentiert wurde, ließ mich die Luft anhalten. Dann wurde schlagartig alles klar und das Grauen überkam mich in voller Härte. Aber trotz allem hatte ich für den Bruchteil einer Sekunde ein ganz klein wenig Verständnis für den Täter.
Im Laufe dieser Ermittlungen bilden sich weitere Erzählstränge, die nicht wirklich mit diesem Fall im Zusammenhang stehen, für das Verständnis der Vorgehensweise des Ermittlers aber fast unabdingbar sind.
Carl´s Helfer Assad, der ihm indirekt als Partner zur Seite steht, ist eine wahre Quelle an geistreichen Ideen. Diese intensive Charakterzeichnung der Protagonisten erlaubt dem Leser eine Beziehung zu ihnen.
Man muss diesen Carl einfach mögen. Und Assad kann man ob seiner Unbedarftheit nicht böse sein. Beide sind intelligent, scharfzüngig und gewieft, aber auf eine sehr symphatische Weise, so dass sie sich optimal ergänzen.
Der lebendige, klare und schnörkellose Schreibstil hat mir sehr gefallen. Auch wenn es zu Beginn etwas langatmig war, so wurde es schnell und dann auch bis zum Schluss spannend.
Das Buch ist geschickt konstruiert, ein intelligent gesponnenes Netz um eine psychologisch und atmosphärisch dichte Geschichte. Der rote Faden zieht sich durch das ganze Buch, so dass man es kaum aus der Hand legen mag.
Empfehlenswertes Buch, was man gelesen haben sollte.
Sicherlich auch für Freunde von Stieg Larsson geeignet.



Marina Rico, Grosse-Literatur.de
Nach einer Lesung vor 1.200 Leuten, die Jussi Adler-Olsen bestens unterhielt, war ich neugierig auf seine Krimireihe. „Erbarmen“ stellt dabei den eindringlichen Auftakt dar.

Der Leser lernt den ausgebrannten Kommissar Carl Mørck kennen, der nach einem tragischen Vorfall als Leiter des neuen, ominösen Sonderdezernats Q in ein Kellerbüro abgeschoben wird, sowie seinen undurchsichtigen Helfer Assad. Man wird mit allerlei Tristesse konfrontiert. Unfälle, Verletzungen, verlorene Familienmitglieder, verlorene Kollegen – Trauer, Wut und Verbitterung finden sich an allen Ecken. Die Stimmung empfand ich dennoch zu keinem Zeitpunkt als ausschließlich schwermütig, vielmehr dient die Trostlosigkeit als Grundlage für die im Buch aufgebaute Spannung. Man weiß nie, an welcher Front es gerade am meisten kriselt. Zwar stehen das Verbrechen und der aussichtslose Kampf einer entführten Frau um ihr Leben, ihre Würde und ihren Stolz im eigentlichen Zentrum, die Geschehnisse drum herum sind jedoch ebenso bedrückend.

Unterstützt wird das latente Unbehagen durch den Aufbau der Geschichte. In den zentralen Erzählstrang eingeflochten finden sich immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit, sodass sich die beiden Hauptschauplätze – das Sonderdezernat und der Ort des Verbrechens – auf faszinierende Weise abwechseln und ergänzen. Die beiden Erzählungen nähern sich einander an und münden in einem furiosen Finish.

Am Ende schleicht sich etwas Pathos ein, aber nicht einmal das kann man Olsen übel nehmen, weil es die Geschichte abrundet und den Leser wenigstens in Teilen mit der Düsternis der geschilderten Vergangenheit versöhnt.

Die Sprache ist durchweg leicht verständlich, unkompliziert, alltäglich und dennoch nicht langweilig. Sie dient als Mittel zum Zweck und tritt nur in intensiven, nachdenklichen Momenten poetisch in den Mittelpunkt. Im Übrigen schimmert immer wieder Adler-Olsens politisches Interesse durch. Andauernde Schimpftiraden auf die Regierung, die Presse und das Bestreben der Politik, die Bevölkerung unwissend und ruhig zu halten – die kritischen Botschaften sind deutlich und präsent, geben dem Thriller jedoch keinen moralisierenden Touch, sondern vielmehr einen Hauch von Relevanz und Ernsthaftigkeit, der gerade stark genug ist, um wahrgenommen zu werden, ohne penetrant zu sein.

Angemerkt werden muss außerdem, dass der DTV gute Arbeit in Sachen Covergestaltung und Übersetzung inklusive Titelfindung geleistet hat. Die deutschen Titel der Reihe sind catchy und wesentlich interessanter, als es die direkten Übersetzungen wie „Die Frau im Käfig“ wären. Es gibt zwar einige marginale Fehler wie zum Beispiel die Wiederholung in „Es war ein extrem unglücklicher Zeitpunkt, in dem das Unglück geschah.“, aber darüber kann man aufgrund der famosen Gesamtleistung des Autors und des Verlags getrost hinwegsehen.

Ich persönlich werde mit Freude den nächsten Band von Jussi Adler-Olsen angehen.



noreg17, Grosse-Literatur.de
 
 
weitere Titel von Jussi Adler-Olsen bei Grosse-Literatur.de:
Schändung
Das Alphabethaus
Verachtung
Das Washington-Dekret
Erlösung: Der dritte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller
Erwartung: Der fünfte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller
 
 
 
 
   
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