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| Ulrich Wickert |
| Der nützliche Freund |
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Verlag: Piper
Format: gebunden, 300 S.
ET: 08 / 2008
Preis: 19,90 €
ISBN: 978-3-492-05020-3
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| Klapptext: |
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| Untersuchungsrichter Jacques Ricou verbringt den Abend in seinem Lieblingsbistro "Aux Folies". Zusammen mit seinen Kollegen stößt er auf den Umzug in die Rue Belleville an, als ihn ein Anruf erreicht: Eine Freundin ist Zeugin des brutalen Mordes an dem Lobbyisten Marc Leroc geworden. Jacques und Kommissar Mahon nehmen noch in derselben Nacht die Ermittlungen auf: Leroc war beim Kauf der Leuna-Raffinerie als Mittelsmann von France Oil dafür verantwortlich, Millionen zu waschen und an deutsche Politiker zu verteilen. Die Spur führt zum ehemaligen Staatssekretär Holm Mormann – aber der ist plötzlich untergetaucht. Jacques muss mit der unergründlichen Leipziger Staatsanwältin von Rintelen kooperieren, um voranzukommen ... Nach seinem politischen Bestseller "Gauner muss man Gauner nennen" erzählt Ulrich Wickert von Korruption, Intrigen und den ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden seines Richters aus Paris – ein Kriminalroman der Extraklasse! |
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| Biographie: |
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| Ulrich Wickert, 1942 in Japan geboren, ist in Heidelberg und Paris zur Schule gegangen. Er hat Politische Wissenschaften und Jura studiert, war Korrespondent und Studioleiter der ARD in Paris, Washington und New York. Seit 1991 ist er Erster Moderator bei den "Tagesthemen". Ulrich Wickert hat viele Bücher geschrieben, von denen viele Bestseller geworden sind. Im Oktober 2000 erhielt er den Adenauer-de-Gaulle-Preis. |
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| Unsere Meinung: |
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Ich muss zugeben, die Politik ist nicht ganz mein Gebiet. Umso erstaunter war ich also, dass mich schon die ersten Seiten dieses politischen Kriminalromans ungemein gefesselt und mich sogleich mit sich fortgerissen haben - in die gefährliche Welt von Untersuchungsrichter Jacques Ricou. Dieser ist dem Leser schon bald vertraut und zum Freund geworden - mit sehr menschlichen Zügen und einem feinen Spürsinn ausgestattet, macht er sich schon bald an die Aufklärung des Falls - und der Leser mit ihm.
Jacques' Freundin, die engagierte Journalistin Margaux, steckt mitten in einer heißen Story: Marc Leroc selbst hat sie beauftragt sein Buch zu schreiben. Er will offen legen, welche Politiker von Geldern aus den schwarzen Kassen von France-Oil in Zusammenhang mit dem Verkauf der Leuna-Raffinerie in Ostdeutschland bestochen wurden. Doch dazu kommt er nicht mehr. Mitten in einer Sitzung mit Margaux wird er vom Balkon des zweiundzwanzigsten Stockwerks gestoßen, während die Journalistin betäubt und außer Gefecht gesetzt wird. Es soll wie ein Unfall aussehen ... Doch Jacques Ricou ist sofort vom Gegenteil überzeugt ...
Während der Urheber alles daran setzt, Jacques von dem Fall abzulenken, beginnt eine ereignisreiche Recherche zur Aufklärung des Falls, die den Leser kaum Atempausen gönnt.
"Der nützliche Freund" ist ein Roman, der es versteht den Leser in seinen Bann zu ziehen. Hier überzeugen starke Charaktere, mit denen man sofort sympathisiert und eine dicht gewebte Geschichte, die noch dazu auf Tatsachen beruht. Der Leser hat sich schnell an die Fersen des Untersuchungsrichters geheftet und verfolgt wie gebannt das Geschehen, und es passiert so einiges: ein weiterer vorgetäuschter Selbstmord, ein Anschlag auf den Richter und schließlich eine hartnäckige Verleumdung gegen seine Person ...
Einzige Mankos mögen das ein klein wenig zu rasch herbeigeführte Ende sowie das Fehlen einer ausführlicheren Anmerkung zur Leuna-Affäre des Autors sein. Aber diese Mankos sind so gering, dass sie dieser gut ausgearbeiteten Geschichte keinen Abbruch bereiten können.
Fazit: Ulrich Wickert überzeugt mit der Figur des Jacques Ricou und einer spannenden, politischen wie auch menschlichen Geschichte.
   
Sandra Kuhn, Redaktion Grosse-Literatur.de
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