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| Anders Roslund , Börge Hellström |
| Die Bestie |
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Original: Odjuret
Verlag: Fischer Taschenbuch
Format: broschiert, 303 S.
ET: D 06/2006
Preis: 7,95 €
ISBN: 978-3-596-16566-7
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| Klapptext: |
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Ein psychopathischer Kindermörder, der aus dem Gefängnis flieht. Und wieder mordet.
Ein Vater, der den Mörder seiner Tochter aufspürt und erschießt.
Eine Stadt, die Beifall klatscht für diese Tat.
Ein Richter im Konflikt.
Ein Urteil mit schrecklichen Folgen. |
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| Biographie: |
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| Anders Roslund, geb. 1961, ist ein anerkannter Fernsehjournalist und preisgekrönter Dokumentarfilmer. Er leitet die Culture News auf Kanal 1 des schwedischen Fernsehens.
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| Meinungen anderer Leser: |
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Schon lange war ich nicht mehr so ambivalent in der Bewertung eines Buches, wie bei "Die Bestie". Es ist kein schlechter Roman, aber auch kein guter.
Vorweg: Die Thematik des Buches ist wichtig, da Kindesmißbrauch und damit verbundene Tötung endlich kein Tabuthema mehr ist. Daher hätte dieser "Thriller" auch ein bedeutsames Buch werden können. Hätte, denn leider ist er das in dem Sinne nicht.
Dabei ist er im Ansatz nicht schlecht.
Es geht um Menschen, ihre Neigungen und Abneigungen, ihre Werte und Abgründe, ihre Obsessionen - und ihr gesellschaftliches Miteinander (oder Gegeneinander?).
Allen voran steht Bernt Lund, ein Psychopath, der zwei Kinder ermordet und geschändet hat und dem es gelingt aus dem Gefängnis zu entfliehen.
Somit beginnt für Kommissar Ewert Grens und seinen Mitarbeiter Sven Sundkvist ein Wettlauf mit der Zeit, denn Lund ist eine tickende Zeitbombe und vergewaltigt und tötet wieder ein kleines Mädchen. Frederik Stefansson, Schriftsteller und Vater des ermordeten Kindes, macht sich auf die Suche nach dem Mörder seiner Tochter und erschießt ihn. Damit löst er eine Lawine aus, die das ganze Land in Unruhe versetzt und das Thema "Lynchjustiz" und seine Folgen greifbar werden läßt.
Aber auch unser aller Menschlichkeit mit ihren Facetten - die durch teilweise rechte derbe Verbalität unterstrichen wird, die aber für mich die Aussagen unterstreichen, dass wir alle unsere dunklen Seiten haben.
Da ist Lennart Oscarsson, der ein Doppelleben führt und bisexuell lebt und liebt, eine Richterin im Gewissenskonflikt und vorurteilsbehaftete Menschen, die den "Fall" als Entschuldigung für ihre eigenen Taten beklatschen und heranziehen.
Dennoch kommt der Roman streckeneweise nicht so recht in Schwung.
Der Handlungsbogen ist stellenweise sehr zähfließend und Spannung kommt erst zum Schluß auf, und auch dort nicht vollends. Der Thrill ist eher subtil... auch das Gesellschaftsbild wird mit zunehmender "Handlung" eher eindimensional und läßt den Leser unbefriedigt zurück.
Schade, um das Thema, das eine sorgfältigere Herangehensweise verdient hätte.
An Bücher, die ein Auszeichnung erhalten haben, so wie dieses den renommierten skandinavischen Krimipreis "Glasnyckeln", setzt man automatisch andere Maßstäbe, als an andere. Diesen wird "Die Bestie" nicht gerecht. Denn genau von dieser - sprich Lund erfährt man viel zu wenig. Es fehlte das Täterprofil, es wird - wie bei den anderen Charakteren - nur an der Oberfläche gestreift und geht nicht in die Tiefe. Dabei sind die Ansätze der eigene Mißbrauch des Täters als Kind nicht schlecht, sie werden nur nicht konsequent weitergeführt. Umso bedauerlicher, und da wiederhole ich mich gerne, weil das Buch ein wichtiges Thema behandeln will.
Kommen wir zu einem weiteren Punkt.
Auch wenn ich minimalistische Stile liebe, so bin ich auch was den Stil der beiden Autoren angeht, zwiegespalten. Nun bleibt bei einer Übersetzung natürlich - ohne den Vergleich mit dem Originaltext ziehen zu können - die Möglichkeit, dass es zu stilistischen Änderungen kommen kann. So ist das eventuell auch in diesem Fall. Leider ist auch das Lektorat, das aus- und angleichend hätte eingreifen müssen, alles andere als gut!
So bleibt als Fazit, ein Krimi, der ein wichtiges Thema behandeln will, ihm aber nicht völlig gerecht wird und auch nicht unbedingt vor Spannung strotzt. |
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| Alisha Bionda -
2008-01-30 00:00:00 |
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