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| Minette Walters |
| Die Bildhauerin |
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Original: The Sculptress
Verlag: Goldmann
Format: broschiert, 416 Seiten
ET: D 03/2005
Preis: 7,00 €
ISBN: 3-442-45978-8
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| Klapptext: |
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| Olive Martin sitzt wegen eines grausamen Verbrechens im Gefängnis: Sie hat zugegeben, ihre Mutter und ihre jüngere Schwester ermordet und dann zerstückelt zu haben. Unter ihren Mitgefangenen ist Olive wegen ihrer Ausbrüche gefürchtet, und ihre Beschäftigung mit Knetpuppen, in die sie Nadeln sticht, hat ihr den Namen "Die Bildhauerin" eingetragen.
Rosalind Leigh ist gewarnt, als sie das Gefängnis betritt, um Olive zu treffen. Die Journalistin soll die Hintergründe des Falles ausleuchten. Schnell erkennt sie, daß es noch eine tiefere Wahrheit gibt als die in Geständnis und Urteil festgeschriebene. Zusammen mit der Bildhauerin tritt Rosalind eine gefährliche Reise an in eine Welt voller versteckter Leidenschaften und offenem Haß, schreiender Ungerechtigkeit und dunkler Geheimnisse ... |
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| Biographie: |
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Die Engländerin Minette Walters studierte Französisch und Literatur. Nach ihrem Examen arbeitete sie lange Zeit als Redakteurin für "British women`s weekly", einem Frauenjournal. Ihre schriftstellerische Tätigkeit begann mit dem Schreiben von Liebesgeschichten. Das damals verwendete Pseudonym gibt Minette Walters bis heute nicht preis.
1977 kündigte die Autorin ihren Zeitungsjob, um sich künftig nur noch der Schriftstellerei zu widmen. Sie schrieb in den folgenden Jahren erfolgreich Kurzgeschichten. 1989 begann Minette Walters ihren ersten Roman "Im Eishaus", der 1992 erschien. Für dieses Werk wurde ihr der "John Creasey Award" für den besten Kriminalroman verliehen.
Minette Walters lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Hampshire. |
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| Meinungen anderer Leser: |
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Die Londoner Journalistin Rosalinde Leigh soll auf Druck ihres Verlegers die Hintergründe eines grausamen Verbrechens recherchieren: Die damals 23 jährige Olive Martin hat zugegeben, ihre Mutter und ihre jüngere Schwester ermordet und zerstückelt zu haben. Aufgrund ihres häßlichen Aussehens wurde auf Olive Martin von der Presse eine regelrechte Hetzjagd veranstaltet.
6 Jahre später soll nun Rosalind (Roz) ein Buch über diesen spektakulären Fall schreiben. Widerwillig läßt sie sich darauf ein, die Vorstellung, diesem menschlichen Ungetüm gegenübertreten zu müssen, flößt ihr größtes Unbehagen ein.
Bei ihren Besuchen ist die Journalistin jedoch mehr und mehr fasziniert von der Bildhauerin, die im Zuchthaus für ihre Tobsuchtsanfälle bekannt ist und auch dafür, daß sie fortwährend Figuren kreiert, die sie mit langen Nadeln spickt.
Während ihrer Recherche erkennt die Rosalind, die den Eindruck hat, daß die Inhaftierte, die selbst immer wieder ihre Schuld betont, lügt, daß hinter dem Verbrechen ein dunkles Geheimnis liegt und sie tut alles, um die Wahrheit an den Tag zu bringen.
Daher stellt sie auf eigene Faust Nachforschungen an und stößt auf etliche Ungereimtheiten, auch bei den polizeilichen Ermittlungsarbeiten.
Darüber hinaus wird ihr Olive immer sympathischer, menschlicher.
Die "Tat" wird für Rosalinde immer unverständlicher, denn Olives Geständnis und auch ihre Behauptung nie eine enge Beziehung zu ihrer ermordeten Schwester gehabt zu haben, stehen in Widerspruch zu den Aussagen, die Rosalinde einholt. Da ist die Rede von Fürsorge und Zärtlichkeit, die Olive der kleinen Schwester entgegengebracht hat.
Und war Olives kleine Schwester Amber wirklich das reizende Mädchen, als das sie gesehen wurde?
Mit jeder Information, die Rosalind einholt, wächst ihre Vermutung, daß alles anders ist, als der erste Eindruck vermuten ließ, Und daß viele Alibis nicht stichhaltig sind.
Was das Buch so interessant macht, ist der Nebenplot über Rosalinds Vergangenheit, deren Schatten immer noch über ihr liegen und auf ihr lasten. Doch durch ihre Begegnung mit Olive kann Roaslind immer mehr mit ihrer Vergangenheit abschließen.
Ebenso geschickt hat Minette Walters die Charaktere von Olive Martin angesiedelt. Auf der einen Seite ist diese abstoßend, undurchschaubar, niederträchtig - und verlogen. Auf der anderen aber auch intelligent, feinfühlig und äußerst verletzlich.
Was den besonderen Reiz des Romans ausmacht, ist das "offene" Ende. Bis zur letzten Seite hat der Leser keine Gewißheit was an Olives Geschichte wahr ist oder nicht. Ob sie die Täterin ist oder nicht.
Vor allem bleibt die Frage: Warum hat sie bis nach dem Tod ihres Vaters - der der Einzige gewesen wäre, der Aufschluß hätte geben können - gewartet, bis sie ihr Schweigen gebrochen und ihre Geschichte erzählt hat?
Dieses Buch wurde zu Recht mit dem Edgar-Allen-Poe-Preis ausgezeichnet!
Es war mein erster Roman von Minette Walters (erste Goldmann Auflage 1997), der mich gefesselt und fasziniert hat. Besonders wenn man privat, aber vor allem auch beruflich sehr viel liest, wie ich, ist man dankbar für "Perlen" der Literatur.
Dieser Krimi ist mit Sicherheit eine!
Die Autorin schreibt sehr detailliert, atmosphärisch, spannend und arbeitet mit psychologischen Charakterplots und Handlungsebenen, was ihre Romane deutlich von den seichten U-Romanen abhebt.
"DIE BILDHAUERIN" fesselt von der ersten bis zur letzten Seite, ist meines Erachtens eines der besten Walters-Werke, für mich daher ein absolutes MUSS!
Ein grandioses Buch, das ich jedem empfehlen kann - und das dieses Jahr als Sonderband neu bei Goldmann aufgelegt wurde. |
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| Alisha Bionda -
2008-01-30 |
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| weitere Titel von Minette Walters bei
Grosse-Literatur.de: |
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Im Eishaus |
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