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| Katrin Keil |
| Die Bildweberin |
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Verlag: Diana
Format: broschiert, 576 S.
ET: 09 / 2009
Preis: 9,95 €
ISBN: 978-3-453-35316-9
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| Klapptext: |
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Ein Mittelalterroman, wie er besser nicht sein kann: detailreich, spannend, atmosphärisch
Donauwörth 1515: Sophie, die Tochter eines Tuchhändlers, gewinnt das Herz eines jungen Adligen. Doch eine Intrige stürzt ihre Familie ins Unglück, und Sophie bleibt nur der Weg ins Kloster. Dort kann sich die temperamentvolle Frau nur schwer einfügen und ist zahlreichen Schikanen ausgesetzt. Erst als man sie zur Bildweberin ausbildet, findet Sophie zu ihrer Berufung. Die Liebe scheint ihr jedoch nicht bestimmt zu sein – bis der Maler Thilmann einen Auftrag im Kloster annimmt ... |
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| Biographie: |
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| Katrin Keil, 1971 in Süddeutschland geboren, studierte Medienwissenschaften und lebt heute als Texterin und Konzept-Entwicklerin in Hamburg. |
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| Unsere Meinung: |
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„Die Bildweberin“ ist ein überraschend bildgewaltiger Roman, der eine eigentümliche historische Atmosphäre des 16. Jahrhunderts schafft und mit einigem Wissen aufwartet.
Sophie ist die Tochter des angesehenen Tuchhändlers Stefan Ballheim - klug und mit kaufmännischem Geschick. Durch übertriebenen Ehrgeiz verliert ihr Vater seinen guten Ruf als Tuchhändler in Donauwörth. Sophie und ihr Bruder Thomas müssen alles Hab und Gut verkaufen um die entstandenen Schulden zu begleichen und ihren Vater aus dem Schuldturm holen zu können. Doch dieser ist bereits ernstlich erkrankt und stirbt nur einen Tag nach seiner Entlassung. Während Sophie bei ihrer älteren, verheirateten Schwester Agnes unterkommt, zieht es Thomas in die Ferne - er will sich als Soldat bewähren. Sophies Verlobter, Heinrich von Sternau, zieht sich nach dem Skandal aus Sophies Leben zurück. In Agnes' Augen bleibt für die junge Sophie nur der Weg ins Kloster. In Eichstätt erlernt Sophie schließlich die hohe Kunst des Webens und Wirkens bei Schwester Augusta, die Sophie schon bald ins Herz geschlossen hat. Zwar hadert sie noch damit, ihr ganzes Leben in Eichstätt zu verbringen, doch schon bald kann sie sich ein Leben innerhalb des Klosters hinter dem Webstuhl vorstellen. Als sie wenig später jedoch auf den jungen Maler Thilmann Weber trifft, der im Auftrag der Äbtissin das Altarretabel der Kirche malt, ändert sich Sophies Leben schlagartig. Die beiden verstricken sich in künstlerische Debatten und fühlen sich immer mehr zueinander hingezogen. Als sie an Thilmanns letztem Abend erwischt werden, glaubt Sophie ihn nie wieder zu sehen. Schon kurz darauf beschließt die junge Frau, dass sie aus dem Klosterleben ausbrechen und ihr Glück als Weberin versuchen will. Bei dem Webermeister Frank Adam findet sie bald Unterschlupf und eine Anstellung. Wird Sophie Thilmann jemals wiedersehen?
Katrin Keil ist es gelungen in farbenfrohen Bildern von dem damaligen Leben zu erzählen. Sie beschreibt dabei die Kunst des Webens eindringlich und detailreich und weiß außerdem ihren Roman mit einigem Wissen über Malerei und religiöse Zusammenhänge zu bereichern. Dabei merkt man wie intensiv und lang die Autorin für dieses fundierte Wissen recherchiert haben muss. Auch geschichtliche Hintergründe hat sie geschickt in das Geschehen eingewoben.
„Die Bildweberin“ ist ein gelungener Roman, der es bestens versteht, das historische Deutschland und seine Figuren aufleben zu lassen. Die Autorin erzählt kurzweilig und schafft es, dass man nicht von Sophies Seite weichen möchte. Denn das Mädchen ist einem schon bald sympathisch und man wartet gespannt, welche Wege sich ihr noch auftun werden.
Selten liest man einen historischen Roman, der nicht nur eine lange vergangene Zeit farbenfroh aufleben lässt, sondern auch mit unheimlich viel Wissen aufwartet und dennoch gänzlich ohne Längen daher kommt. Endlich auch ein Roman, der historisches Geschehen nicht mit neumodischer Sprache – wie es leider oft der Fall ist – verbindet.
Katrin Keil hat mich in diesem Roman nicht nur aufs Beste unterhalten, ich habe einige Tage im historischen Donauwörth, Eichstätt und Neuburg verbracht, an der Seite von charismatischen Figuren, die man alle irgendwie lieb gewinnt, und wäre am liebsten noch länger an der Seite von Sophie geblieben.
Fazit: Hervorragend recherchierter, detailreich und farbenfroh erzählter Roman. Lesenswert!
   
Sandra Kuhn, Redaktion Grosse-Literatur.de
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Gold und Seide |
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