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| Evelyne Okonnek |
| Die Tochter der Schlange |
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Verlag: Ueberreuter
Format: gebunden, 347 S.
ET: D 2006
Preis: 16,95 €
ISBN: 3-8000-5221-0
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| Klapptext: |
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Die Bewohner Lehanârs jubeln, als Liahnee von der Weißen Schlange zur Hüterin gekrönt wird. Aber dann verwüsten Feuer speiende Drachen und blutdurstige Wölfe das Reich. Menschen verschwinden spurlos. Verzweifelt wendet sich Liahnee an ihren geliebten Bruder. Doch Minohem, der im dunklen Turm die alten Zauberbücher studiert, ist der schwarzen Magie verfallen. Er will das Hüteramt für sich und spinnt einen Zauber, der Liahnee in eine fremde, lichtlose Welt versetzt, aus der es für sie kein Entrinnen zu geben scheint ...
„Der märchenhafte ‚Spiegel’ der dunklen und der hellen Welt, die zwei Personen, die Liahnee sein darf - all das zieht den Leser unwiderstehlich in die Geschichte“ DIE JURY DES WOLFGANG-HOHLBEIN-PREISES |
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| Biographie: |
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| Evelyne Okonnek wuchs im Schwarzwald auf, studierte Germanistik und Spanisch und arbeitete nach verschiedenen Jobs ein paar Jahre in einer Werbeagentur. Ihr Debütroman „Die Tochter der Schlange“, für den sie 2006 den Wolfgang-Hohlbein-Preis erhielt, entstand während einer einjährigen Arbeitspause, in der sie sich voll und ganz dem Schreiben widmen konnte. Sie lebt und arbeitet in Nehren bei Tübingen. |
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| Meinungen anderer Leser: |
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Wer Trägerin des Wolfgang Hohlbein-Preises ist, wird natürlich einer besonderen Meßlatte unterworfen und hat es dadurch allein schon ein Quentchen schwerer, als ein Autor, der nicht mit den Vorschußlorbeeren, die dieser Preis verheißt, daherkommt.
So ging auch ich mit dieser Erwartungshaltung an den Debütroman von Evelyn Okonnek "DIE TOCHTER DER SCHLANGE" heran, und dachte im ersten Drittel: oh weh, wieder so ein Roman, wo der Hauptplot nur auf das bekannte Gut-Böse-Schema beruht.
Doch man täte der Autorin unrecht, wenn man es darauf beschränke.
Das grobe Handlungsgerüst ist zwar nach dem gewohntem Fantasy-Schema gewählt: Gut und Böse, Licht und Schatten, Sonne und Finsternis, Liebe und Verrat/Verzicht ...
Zwei Welten - die des Lichts und die der Dunkelheit.
Böse Zungen mögen nun behaupten, daß das recht einfallslos sei. Wäre es auch, gäbe es nicht die Zwischentöne, und die machen diesen Roman aus. So ist die lichte Welt nicht ausnehmend GUT, die finstre nicht vollends BÖSE.
Liahnee, die Hüterin, wird durch ihren intriganten Bruder Minohem durch ein magisches Tor in eine dunkle, kalte Parallelwelt versetzt, die durch eine Bergkette von der ihren, lichten, getrennt ist - somit eine Art Spiegelwelt darstellt. Dort kämpft Liahnee, die das Gedächtnis verliert und nun Tunvel genannt wird, mit ihren neuen Freunden gegen die dunklen Wesen, die Minohem geschaffen hat und diese in die parallele Welt gelangen konnten und den Bewohnern dort nach dem Leben trachten.
Das Ende der Handlung ist so strukturiert, daß es förmlich nach einer Fortsetzung schreit, weil man wissen will wie es mit Liahnee weitergeht. Manch romantisches Herz wünscht sich da sicher noch, daß das ein oder andere "anders ausgerichtet" wird.
Fragmente dieses Romans erinnern an die indianische Mythologie. Sei es die Weiße Schlange, die sehr an die "Gefiederte Schlange" der Indianer erinnert. Aber auch die Namen; Tunvel-ê-garec-Naan = Die Frau, die das Meer ausspuckte/ Ryss-ê-kerim= Sumpfgras, das schneidet / Garron-ê-bilbur = Der Fels, der weint / Kirran-ê-manor = Der Sturm, der schweigt... scheinen dem entliehen zu sein.
Die Handlung lebt weniger von der Komplexität der Plots, denn die sind eher schlichter Natur, als von den Emotionen der Charaktere, die die Autorin sehr feinfühlig zeichnet und mit Tiefe versieht. So zieht "DIE TOCHTER DER SCHLANGE" ab Mitte des Buches doch noch in den Bann.
Dennoch läßt mich der Titel ambivalent zurück, womit ich wieder beim Anfang wäre: Von einem Werk, das mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis ausgezeichnet wurde, erwarte ich einfach mehr, dennoch ist es ein solider Fantasyroman, der vielleicht durch eine Fortsetzung "abgerundet" würde und den Leser versöhnlicher stimmte.
Komme ich zur Aufmachung des Werkes. Die ist wie immer bei Ueberreuter erste Sahne, das Covermotiv und die Farben sprechen sehr an, weil sie ausgewogen und edel wirken, auch der Satzspiegel im Innenteil ist lesefreundlich, da die Schrift nicht so klein ist.
Einzig das Lektorat hätte ein wenig besser sein können/müssen, dadurch hätte der Text noch gewonnen. Da werden z.b. Dialoge gegrinst (S.66), es kommt zu vermeidbaren und somit ärgerlichen Wortwiederholungen (S.136: Nach ungefähr einem Dutzend Tagen erreichten sie eine größere Senke, die nur von einer Seite aus zu erreichen war. Zwei Seiten waren von einem felsigen Steilhang umgeben, die dritte wurde durch einen reißenden Bach von der Umgebung abgetrennt...), auch stilistisch hätte manches verbessert werden müssen, (S.131 z.B. Treacs Lächeln war schief). Das nur als wenige Beispiele.
Ich will nicht verhehlen, daß ich ein Faible für die Hardcover dieses Verlages habe, und daher würde es mich freuen, wenn sich dieser Punkt vielleicht nur auf diesen einen Titel beschränken würde. Da als nächstes Werk des Verlages von mir "Alicia und die Dunkle Königin" von Bernhard Hennen gelesen und rezensiert wird, habe ich die Gelegenheit diesen Punkt im Auge zu behalten.
Fazit: "DIE TOCHTER DER SCHLANGE" ist ein klassischer Fantasyroman mit kleinen Schwächen, aber durchaus empfehlenswert ... |
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| Alisha Bionda -
2008-01-30 00:00:00 |
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