| |
|
|
| |
| Aileen P. Roberts |
| Die Tochter des Mondes |
| |
Verlag: Cuillin Verlag
Format: broschiert, 356 S.
ET: 01 / 2007
Preis: 12,95 €
ISBN: 978-3-9810966-2-0
Kaufen bei:
|
| Klapptext: |
|
In Dallador, dem größten Königreich Rhivaniyas, herrschen Prinz Zaccaro und der finstere Orden der Catholak. Yana lebt dort seit vielen Sommern mit ihren Eltern und den beiden Brüdern in der Mühle am Rande des Dorfes Salin. Ihre Familie hat jedoch ein Geheimnis, an das Yana im Traum nicht gedacht hätte. Die Zustände werden immer schlimmer, das Volk hungert und wird unterdrückt, unschuldige Länder mit Krieg überzogen. Magie ist verboten, die Elfen sind angeblich ausgerottet und Druiden gelten als das Böse schlechthin. Als der junge Prinz Garonan von seiner Ausbildung bei seinem Onkel zurückkommt, hoffen nicht nur Yana, die früher mit ihm befreundet war, sondern auch viele andere Bewohner Dalladors, dass sich nun alles zum Guten wendet. Aber dann hat er sich angeblich den Cathalok unterworfen und plötzlich wird er für tot erklärt. Nur noch Yana glaubt an ihn, aber können ein siebzehnjähriges Mädchen und ein verlorengeglaubter Prinz ein ganzes Königreich retten? Für Yana und ihre Freunde beginnt eine gefährliche Reise durch die Länder Rhivaniyas, auf der sie alle einiges über Freundschaft, Liebe und Verrat lernen werden. Gibt es am Ende doch noch Elfen? Und was offenbart der Stein der Erkenntnis?
Die Tochter des Mondes - ein spannender Fantasyroman mit magischen Pferden, gewaltigen Schlachten in einer faszinierenden Welt. |
| |
| Unsere Meinung: |
|
Wer gern in eine fantastische Geschichte eintaucht, in der neben den Menschen auch Elfen, Trolle, Zwerge, Orks und allerlei andere mythische Wesen ihre Heimat haben, dem sei Aileen P. Roberts Roman „Die Tochter des Mondes“ ans Herz gelegt.
Der alte König Elgon ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Mehr und mehr hat sein zweitgeborener Sohn Zaccharo die Macht im Königreich übernommen und das Volk aufs Bitterste unterdrückt. Garonan, der von seiner Ausbildung im fernen Rhym zurückkehrt, ist entsetzt über die Armut der Bevölkerung, die sinnlosen Hinrichtungen und die Grausamkeit seines Bruders. Schon bald nach dem Aufbegehren gegen seinen älteren Bruder wird der jüngste Prinz in einen Hinterhalt gelockt und für tot erklärt. Nur Yana, die Müllerstochter, ist von seinem Tod wenig überzeugt, hat sie doch tiefere Gefühle für ihn. Gemeinsam mit einigen Dorfbewohnern, befreit sie Garonan aus seinem düsteren Verlies. Niemand ahnt, dass die bevorstehende Reise, auf die sich die Freunde begeben, alles Bisherige verändern wird. Während Yana, ihr Bruder Grath und Garonan sich auf den Weg gen Westen zur Insel Rhym aufmachen, versuchen die übrigen Mitglieder des Geheimbundes die totgeglaubten Druiden im Süden zu finden. Gemeinsam wollen sie Verbündete finden um gegen den machthungrigen Zaccharo und seine große Armee bestehen zu können. Doch der junge König und seine Priesterschaft ist mit der dunklen Seite der Magie im Bunde und schreckt vor nichts zurück ...
Ich muss zugeben, zu Anfang hatte ich so meine liebe Mühe mit diesem Buch. Der Schreibstil der Autorin ist einfach und klar und sie verzichtet meist auf ausschmückende Beschreibungen. Das hat den Vorteil, dass hier kaum Langeweile aufkommt, der Leser sich aber manchmal etwas gehetzt fühlt. An den Dialogen hätte die Autorin meiner Meinung nach etwas mehr feilen können, stellenweise erscheinen diese unausgereift, und ich hätte mir weniger von den „Ähs, nas, ohs, achs, najas“ etc. am Satzanfang gewünscht. Ab und an fallen störende Wortdopplungen innerhalb weniger Sätze auf, die den Lesefluss ein wenig hemmen.
Doch hat man sich erst einmal an den Schreibstil und raschen Erzählbogen der Autorin gewöhnt, und gesteht dem Roman die ein oder andere Schwäche zu, kann man sich auf die Geschichte vollkommen einlassen und ist bald schon tief in der Welt der Protagonisten versunken.
Aileen P. Roberts weiß in diesem ersten Band von mythischen Wesen und besonderer Freundschaft zu erzählen und entführt den Leser auf eine abenteuerliche Reise in eine weit entfernte Welt namens Rhivaniya. Hier gibt es die letzten Elfen, wundervolle aber seltene „Sitheann“, bösartige Trolle und allerlei Legenden und Magie zu entdecken. Schnell ist man vom Einfallsreichtum der Autorin begeistert. Immer tiefer gerät man in das rasante Geschehen und umso sympathischer werden der junge Prinz und die mutige Yana, denen man schon bald in noch so tiefe Abgründe folgen würde.
„Die Tochter des Mondes“ ist ein besonderes Buch, dessen Geschichte eindrucksvoll und wahrlich fantastisch den Leser in seinen Bann zu ziehen vermag. Schließlich kann man diesen Roman einfach nicht mehr aus der Hand legen, will man doch wissen, wie der ungleiche Kampf zwischen den beiden Brüdern ausgehen wird.
Die vierfarbige, ausklappbare Karte am Ende des Buches verschafft dem Leser einen umfangreichen Überblick über die Gegenden und Länder Rhivaniyas und regt zudem noch seine Phantasie an. Auch wenn das Papier und der Druck erstklassig sind muss man den etwas zu breit geratenen Satz erwähnen. Jede Seite scheint so mit Inhalt vollgestopft, dass „Die Tochter der Mondes“ ohne Probleme einem etwa 500 Seiten starken Buch mit normalem Satz, d.h. breiteren Seitenrändern, entspricht. Daran muss man sich vor allem am Anfang gewöhnen. Doch dieses kleine Manko macht die einfallsreiche Geschichte allemal wieder wett. Und am Ende würde man am liebsten nochmal von vorn beginnen. Doch zum Glück ist bereits Teil 2 „Jenseits des Nebelmeeres“ im vergangenen Jahr 2008 erschienen und der Leser kann sich auf ein neues spannendes, magisches Abenteuer mit Garonan und Yana freuen.
Fazit: Eine außergewöhnlich einfallsreiche Geschichte, farbenfroh und fesselnd erzählt, der man jedoch die ein oder andere Schwäche zugestehen muss.
   
Sandra Kuhn, Redaktion Grosse-Literatur.de
|
|
| |
|
| |
| |
| |
| weitere Titel von Aileen P. Roberts bei
Grosse-Literatur.de: |
|
|
Jenseits des Nebelmeers |
|
Die Zeit der Sieben - Thondras Kinder 1 |
| |
| |
| |
|
|
| |
 |
|
|
|