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| Thórarinn Eldjárn |
| Die glücklichste Nation unter der Sonne |
| Geschichten aus Island |
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Verlag: Conte
Format: gebunden, 166 S.
ET: 07 / 2011
Preis: 14,90 €
ISBN: 978-3-941657-33-5
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| Klapptext: |
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| Thórarinn Eldjárn ist der beste Geschichtenerzähler Islands. Island liebt seine Geschichten. Er bedient sich in der reichen isländischen Nationalkultur vor allem, um sich über den ruhmreichen Heldenmut der Isländer lustig zu machen. Und Anlässe hat er, wir erinnern uns an Bankenkrisen und Vulkanausbrüche, reichlich gefunden – selbst wenn sie weniger spektakulär waren. Beliebt sind vor allem seine skurrilen Geschichten über menschliches Geschick und Missgeschick, die die Lachmuskeln arg strapazieren. |
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| Biographie: |
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| Thórarinn Eldjárn, 1949 geboren, studierte in Schweden und Island. Seit 1975 arbeitet er als Schriftsteller und Übersetzer und gehört, vor allem durch sein Bestreben, die Kurzgeschichte im Isländischen weiterzuentwickeln, zu den bekanntesten Autoren Islands. Sein Werk ist groß, reicht von Romanen und Kurzgeschichten bis zu Gedichten, Anekdoten, Aphorismen und Kinderbüchern. Der Autor lebt in Reykjavik. |
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| Grosse-Literatur.de-Rezensionen: |
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„Die glücklichste Nation unter der Sonne“ bietet 13 kurze Geschichten über eine der abgelegensten Inseln Europas und deren Menschen – Island. Thórarinn Eldjárn erzählt ganz zu Anfang von einer Stadt, in der kein Bewohner die Sprache des anderen spricht, und alle dennoch hervorragend miteinander auskommen. Er schreibt von einer „Taschenkrise“ in der ein kleines Schild an einer Wohnungstür der Auslöser besagter Krise war und gibt einige weitere, teils lustige Anekdoten zum Besten, die wohl besonders das isländische Völkchen ausmachen. Ganz nebenbei lernt man auch etwas, nämlich, dass „Gemessen an der Bevölkerungszahl“, wie wir in „Die Zauberformel“ lesen können, Island in vielen Bereichen die Besten stellt – so zum Beispiel im Schach, aber auch in Bezug auf den Nobelpreisträger der Literatur.
Zu Beginn fühlte ich mich von diesem schmalen Bändchen wirklich rundherum gut unterhalten, musste schmunzeln, und schonmal lachen über die offene und oftmals lustige Darstellung der Menschen und ihren besonderen Eigenheiten. Noch dazu versteht es der Autor ansprechend und mit einigem Augenzwinkern zu erzählen; und so flog ich geradewegs über die Seiten.
Doch nach und nach verloren diese kleinen Geschichten an Charme und manchmal fragte ich mich, was genau Thórarinn Eldjárn damit eigentlich ausdrücken wollte – wie komisch die Isländer sind? - oder dass er Geschichten ohne rechten Sinn schreiben kann? Besonders bei den letzten beiden Geschichten verging mir immer mehr die Lust am Lesen. Sicher, es ist die Freiheit des Autors Geschichten zu schreiben, die keine tiefere Bedeutung haben müssen. Ich persönlich mag Erzählungen jedoch, die – wenn schon ohne genauen Sinn – dann doch gut zu unterhalten wissen. Leider konnten die letzten Erzählungen das anfänglich ganz eigene, ungewöhnliche und schöne Flair nicht halten, und ließen mich mit einem eher schalen Nachgeschmack zurück.
Fazit: „Die glücklichste Nation unter der Sonne“ versucht mit 13 Kurzgeschichten um die isländische Nation an das diesjährige Leitmotiv der Buchmesse „Sagenhaftes Island“ anzuknüpfen, was zu Anfang auch wirklich schön gelingt. Ich fühlte mich durch die ersten Geschichten bestens in diesem Büchlein aufgehoben und musste oft schmunzeln. Doch schon bald bekamen die Geschichten einen tristen Charakter, und verloren das Sympathische, was ich zu Beginn so gemocht hatte. Der Autor ergeht sich dann in Erzählungen, die zwar ganz nett zu lesen sind, aber man auch ohne deren Lektüre nichts verpasst hätte. Schade, dabei begann dieses Bändchen so vielversprechend.
Sandra Kuhn, Grosse-Literatur.de
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