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| Nicholas Evans |
| Die wir am meisten lieben |
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Verlag: Rütten & Loening
Format: gebunden, 367 S.
ET: 11 / 2011
Preis: 19,99 €
ISBN: 978-3-352-00815-3
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| Klapptext: |
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Der Autor vom „Pferdeflüsterer“ ist zurück!
England 1959: Es gibt wenig Liebe im Leben des achtjährigen Tommy; seine Helden sind die Cowboys in den Westernserien, doch er selbst ist ein schüchterner Junge. Sein einziger Lichtblick ist seine Schwester Diane, die versucht, in Hollywood ihr Glück als Schauspielerin zu machen. Als Tommy in ein Internat kommt, in dem die Devise herrscht „Immer tapfer sein“, wird er von allen anderen gehänselt und gequält.
Diane rettet ihn und nimmt ihn mit nach Hollywood – doch dann kommt es zu einer Katastrophe, die Tommys Leben für immer verändert.
Vierzig Jahre später ist Tom ein anerkannter Journalist und Dokumentarfilmer. Das Geheimnis seiner Vergangenheit trägt er immer noch mit sich herum. Bis plötzlich sein Sohn, den er kaum kennt, in Schwierigkeiten gerät. Man wirft Danny vor, im Irak an einem Massaker an Zivilisten beteiligt zu sein. Tom begreift, dass er eine Familie hat – und dass er eine alte Schuld begleichen muss.
Ein Roman über Liebe, Schuld und die Erkenntnis, dass man die Vergangenheit manchmal doch ändern kann. |
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| Biographie: |
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| Nicholas Evans wuchs in Worcestershire, England auf. Er studierte Rechtswissenschaften an der Oxford University und arbeitete als Journalist. Von 1982 an schrieb er fürs Fernsehen und Kino. 1993 traf er einen Schmied, der ihm von einem Pferdeflüsterer erzählte. Evans begann an seinem ersten Roman zu arbeiten, der in 36 Sprachen übersetzt und ein Megabestseller wurde. Verfilmt wurde das Buch mit Robert Redford. Auf seinen neuen Roman musste das Publikum über fünf Jahre warten, weil er wegen einer schweren Pilzvergiftung zwei Jahre lang jeden Tag zur Dialyse musste. Im Aufbau Verlag liegen seine Romane „Die wir am meisten lieben“, „Der Pferdeflüsterer“ und „Im Kreis des Wolfs“ vor. www.Nicholasevans.com |
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| Grosse-Literatur.de-Rezensionen: |
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Nicholas Evans ist ein Mann großer Gefühle und beeindruckender Schicksale, was er vorallem mit seinem Bestseller „Der Pferdeflüsterer“ unter Beweis stellte; eine Geschichte, die Millionen Menschen begeisterte ...
Tommy erfährt wenig Zuneigung von seinen Eltern. Einzig seine Schwester Diane bringt ihm Nähe und Geborgenheit entgegen. Als er mit 8 Jahren schließlich auf ein strenges Internat gehen soll, ist Diane außer sich und schluchzt beim Abschied mehr als Tommy. Das Internat Ashlawn stellt sich für Tommy schnell als Schreckensort heraus, Prügel erfahren die Jungen hier nicht nur von den Lehrern, sondern auch von älteren Schülern. Währenddessen weiß Diane ihr Publikum im Theater immer mehr von sich zu überzeugen und bekannte Hollywood-Produzenten zu begeistern. Schon bald wird sie als neuer Star am amerikanischen Filmhimmel gefeiert. Diane sieht ihre Zeit gekommen, Tommy aus dem Internat zu holen und ihm ein lang gehütetes Geheimnis anzuvertrauen, dass Tommys Welt zunächst vollkommen auf den Kopf stellt. Doch als Diane Tommy ihren Freund, den gefeierten Filmcowboy Ray Montane vorstellt, bei dem sie fortan in Kalifornieren leben werden, ist dieser hellauf begeistert. Noch ahnt er nicht, dass sich in ein paar Jahren alles dramatisch verändern wird …
Eines vorweg: Wer dramatische Schicksale oder eher traurige und sehr zu Herzen gehende Geschichten nicht mag, sollte dieses Buch nicht lesen. Denn, wenn Nicholas Evans eines kann, dann ergreifende und nicht alltägliche Geschichten zu erzählen, die einem einfach sehr nahe gehen … so auch mir. Denn schon während des Prologs musste ich schniefen und Tränchen wegdrücken. Und Nicholas Evans hat mich zunächst nicht enttäuscht. Ich war gefangen, ergriffen, betroffen, neugierig und vorallem konnte ich dieses Buch kaum weglegen.
In Zeitsprüngen, die kapitelweise von Toms Vergangenheit in den 50er Jahren und der Gegenwart erzählen, erfahren wir scheinbar wahllose Ereignisse: Tommys Schreckenszeit im Internat, mit Diane und Ray in Kalifornien, beim Filmdreh in Arizona, das Kennenlernen von Gina, Kanufahren mit dem kleinen Sohn Danny und viele, viele weitere, die eindrücklich Tommys Kindheit und Lebensgeschichte schildern. Zwischendrin das Jetzt: ein Streit mit seinem Sohn vor ein paar Jahren, das Bangen um Danny, der im Irak Zivilisten erschossen hat und unter Mordverdacht steht …
Gerade diese Kapitelsprünge lassen das Lesen niemals langweilig werden. Nicholas Evans erzählt in einfachem, auf den Punkt gebrachtem Schreibstil von seinen Protagonisten und den Ereignissen. Er schafft es irgendwie genau die Erlebnisse zu erzählen, die wichtig sind, um Tommys Geschichte zu verstehen. Dabei ist kein Satz überflüssig, vielmehr war ich von den Geschehnissen geradezu gefangen und konnte kaum aufhören zu lesen. Auch wenn einige Stellen des Plots für mich vorhersehbar waren, jagte ich fast atemlos über die Seiten und wunderte mich immer wieder erneut, wie schnell diese verflogen.
Wenngleich neben Tommy auch andere Figuren überzeugen konnten, blieben andere etwas blass und farblos gezeichnet. Das Augenmerk des Autors scheint vorallem auf Tom, Diane und Ray gelegen zu haben, deren Gefühlswelt - und nicht selten -chaos – wirklich gut gelungen sind. Die vom Autor erschaffene Filmwelt, in die Diane mehr und mehr eintaucht und von der sie sogar ein Teil wird, fand ich in sich stimmig und sehr glaubhaft umgesetzt. Hier hat er geschickt reelle Stars der 50er Jahre eingeflochten, die somit selbst ein kleiner Teil dieser Geschichte wurden.
Also war ich begeistert von dem Buch, den vielen Figuren, die trotz einer mitunter etwas flachen Darstellung, durchaus sympathisch waren – doch dann kam das Ende, und ich dachte, dass darf jetzt nicht Evans' Ernst sein. Das Geständnis von Toms Sohn Danny am Ende, ließ mich mit schalem Geschmack zurück.
Fazit: In „Die wir am meisten lieben“ baut man eine sehr enge, emotionale Bindung zu dem kleinen Tommy auf; man leidet richtig mit ihm, auch als er schon ein erwachsener Mann geworden ist. Nicholas Evans hat es aufs Beste geschafft, in mir, während des Lesens, die unterschiedlichsten Emotionen heraufzubeschwören, so dass ich völlig gefangen in seiner schicksalhaften Erzählung war. Trotz des für meinen Geschmack unglücklich gewählten Endes hat dieser Roman mich nicht nur hervorragend unterhalten können, sondern mit sich fortgerissen.
Sandra Kuhn, Grosse-Literatur.de
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Zum Buch:
Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt.
Einmal ist da Tommy, 8 Jahre alt, Bettnässer, Cowboy-Fan, ingesamt ein bisschen ein sonderlicher Junge. Was allerdings kein Wunder ist, denn der Leser wird bald in die Familiengeschichte und deren Geheimnisse eingeweiht. Doch dann ändert sich einiges in Tommys Leben drastisch und es sieht so aus, als würden seine größten Träume wahr werden.
Die zweite Handlungsebene geht um den inzwischen erwachsenen Tom, dessen Leben immer noch bzw. schon wieder ziemlich traurig ist. Von seiner Frau ist er geschieden, zu seinem Sohn Danny hat er quasi kein Verhältnis mehr. Doch dies ändert sich nach und nach, als Danny aufgrund eines Einsatzes als Soldat im Irak wegen Mordverdacht vor Gericht gestellt wird.
Meine Meinung:
Das Buch hat sich leicht lesen lassen, war mir aber insgesamt zu oberflächlich. Aus beiden Geschichten hätte man mehr machen können. Ich hätte die Vergangenheits-Handlung im Hollywood der 60er Jahre eigentlich interessant gefunden, wenn es nicht nur eine Aneinander-Reihung von berühmten (und anderen, mir teilweise völlig unbekannten) Schauspielernamen gewesen wäre und wenn die Story nicht durch den Prolog schon weitestgehend verraten worden wäre.
Die Story in der Gegenwart hatte auch ein spannendes Thema, die Verantwortlichkeit von Soldaten im Einsatz beim Tod von Zivilisten - ein topaktuelles Thema, das ja auch bei uns in Deutschland in Bezug auf Afghanistan längere Zeit diskutiert und untersucht wurde. Aber die eigentliche Thematik geht leider in einer seichten und unglaubwürdigen Familiengeschichte unter.
Ich hatte mehr von dem Buch erwartet, aber dazu hätte der Autor einfach tiefer in die Geschichten einsteigen und vor allem seinen Charakteren etwas mehr Tiefgang geben müssen!
Spatzi79, Grosse-Literatur.de
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Im Kreis des Wolfs |
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Der Pferdeflüsterer |
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