Startseite
Kleines Bücherzimmer Bücher & Rezensionen
Lit-Blog
TOP-Bücher
Neuerscheinungen
über 2000 Bücher
Autoreninterviews
Bücher-Charts
Klassische Autoren
und ihre Werke
Schreibfeder - Gedichte
& Kurzgeschichten
Märchen & Sagen
Lexikon
Zitate
Newsletter
Gästebuch
Seite weiterempfehlen
Banner
   
 
   
   
Hakan Nesser
 
 
 
Helene Henke
Electrica - Lord des Lichts
 
Verlag: Sieben Verlag
Format: broschiert, 208 S.
ET: 06 / 2011
Preis: 14,90 €
ISBN: 978-3-941547-37-7
Kaufen bei:  bei Amazon.de kaufen

Klapptext:
„Der einzige Glaube, der zählt, ist der an den Fortschritt“ --- Lord Cayden Maclean, Vampir

Nach vielen Jahrhunderten kehrt Lord Cayden Maclean zurück auf die Isle of Mull, um sich auf Duart Castle, dem Sitz seiner Vorfahren, seinen Forschungen in der Entwicklung der Electrica zu widmen. Anders als das Gaslicht, soll diese neuartige Lichtquelle seine Nacht zum Tag erhellen. Als Sue Beaton im Schloss auftaucht, um ihn als ihren Lehnsherrn um Beistand zu bitten, ist er auf Anhieb fasziniert von ihrer Schönheit und ihrem Verstand. Sie erweckt lange unterdrückte Emotionen in ihm, die seinen Feind Luthias auf seine Fährte locken. Mithilfe fortschrittlicher Technologien setzt dieser alles daran, die alte Fehde wieder aufzunehmen. Caydens Liebe zu Sue könnte ihm zum Verhängnis werden ...
 
Biographie:
Ich wurde 1964 in Krefeld geboren. Seit über zwanzig Jahren führen mein Mann und ich eine glückliche Beziehung. Wir haben zwei Söhne im Alter von zwanzig und zwölf Jahren. Zwischen den Kindererziehungsjahren machte ich zwei Ausbildungen, als Erzieherin und Industriekauffrau. Rastlos jobbte ich in verschiedenen Berufen. Seit sieben Jahren arbeite ich in einem Multiplexkino. Ein Job der Freude macht, inspiriert und in meinem Leben Platz lässt, mich dem zu widmen, was ich wirklich tun möchte – Schreiben. Denn manchmal bedarf es seine Zeit bis man seinen Weg gefunden hat. Doch das Warten hat sich gelohnt.

Bücher hatten immer einen besonderen Platz in meinem Leben und manchmal waren sie auch Teil meines Lebens. Daran soll sich in Zukunft nichts ändern.
 
Grosse-Literatur.de-Rezensionen:
„Electrica – Lord des Lichts“ ist ein Roman, der vieles in sich vereint: fantastisches im historischen Ambiente, gemischt mit einer Prise Technik und garniert mit einem Hauch Romance (bezeichnet als „Steampunk-Romance“). Vier Zutaten, die die Autorin versteht, geschickt miteinander zu verbinden.

Schottland, 1819: Für Sue Beaton bricht eine Welt zusammen als sie ihre Tante Meggie tot am Fuße der Treppe des Schulmeisters vorfindet. Der strenge Mr. Ethan macht ihr klar, dass sie sogleich die Dienste Meggies übernehmen könne – in seiner Schlafkammer. Sue ist entsetzt und flüchtet verstört vor dem brutalen Mann in die angrenzenden Wälder. Hilfesuchend wendet sie sich an den Lord auf Duart Castle – obwohl sie ihm bisher noch nie begegnet ist. Lord Cayden Maclean ist überrascht Sue in seiner Burg vorzufinden. Doch statt ihr angesichts des Mordes an ihrer Tante beizustehen, versucht er Sues Gedanken in andere Bahnen zu lenken. Zu viel Aufsehen würde sie mit dem geheimnisvollen Lord an ihrer Seite in dem kleinen Dorf Lochdon erregen. Denn Cayden lebt seit zwei Jahrhunderten zurückgezogen und mischt sich nicht in die Belange Sterblicher. Bei diesem Mädchen jedoch ist vieles anders. Zum ersten Mal könnte er sich eine Frau an seiner Seite vorstellen. Gefühle allerdings darf er sich nicht erlauben; diese würden ihn an seinen früheren Mentor, den Blutbaron Luthias, verraten. Und das ist das letzte, was Cayden will, denn der finstere Baron hat Cayden Rache geschworen ...

Die Idee der Autorin ist originell: ein über zweihundert Jahre alter Vampir, der Menschen mit bahnbrechenden, fortschrittlichen Ideen ihrer Erfindungen beraubt, um sie selbst zu nutzen, und gewinnbringend an das Empire zu verkaufen. Und ich muss zugeben, zuerst war ich erstaunt, von einem Vampir zu lesen, der sich in einem historisch anmutenden, fantastischen Roman in einem Automobil fortbewegt. Helene Henke hat diese Idee in einem unterhaltsamen Plot untergebracht und schafft es, dass man immer weiter lesen möchte.

Auch wenn ich zu Anfang einige Seiten benötigt habe, um gänzlich in diese Geschichte einzutauchen und mit den Figuren warm zu werden, war ich schon bald in diesem Buch versunken. Zu Beginn sowie am Ende dieses Romans drängen sich die Ereignisse aneinander, und als Leser verfolgt man gebannt die Geschehnisse an der Seite der Figuren, die einem nach und nach immer sympathischer werden. Dazwischen allerdings geschieht nicht viel aufregendes; interessanterweise vermag die Autorin jedoch auch diese „seichteren“ Stellen schmückend und kurzweilig zu erzählen.

Die Figuren, allen voran Sue und Cayden, sind nett gezeichnet, schafften es jedoch nicht mich gänzlich zu überzeugen. Irgendwie fehlte mir da etwas. Vorallem Sue verhielt sich mitunter zweifelhaft. Auf der einen Seite ist sie unglaublich gescheit und willensstark (für eine Frau dieser Zeit), auf der anderen Seite manchmal extrem naiv und schwach. Diese beiden gegensätzlichen Verhaltensweisen wechselten oftmals von Kapitel zu Kapitel. Auch die übrigen Figuren schafften es nicht herauszustechen.

Darüberhinaus bedient sich die Autorin leider reichlich an Klischees: Sue ist ausnehmend gutaussehend und schlank, Cayden männlich und stark, und natürlich haben zahlreiche Männer ein Auge auf Sue geworfen und wollen ihr schonmal an die Wäsche. Aber gut. Wir befinden uns hier immerhin auch in einem Liebesroman – da kann ich das ein oder andere Klischee verzeihen. Die Liebesszenen kommen in diesem Roman überraschend kurz daher – kaum haben die beiden angefangen, ist es auch schon fast wieder vorbei. Schade. Gerade diese Stellen gehören für mich in einen echten Romance-Roman ausgefeilter und irgendwie auch verspielter.

Fazit: „Electrica – Lord der Lichts“ zählt zu den bisher relativ wenigen Steampunk-Romance-Romanen. Die Vieltfalt der Genres und originellen Ideen rund um das Steampunk-Thema, die Helene Henke hier vermischt hat sowie ihr flotter Schreibstil, lassen den Leser von Seite zu Seite huschen. Wenngleich die Charaktere nicht unbedingt herausragen, schaffen sie es doch, dass man gern wissen will, welches Schicksal die Autorin ihnen zugedacht hat. Dieser Roman weiß gut und unterhaltsam die Zeit zu vertreiben. Auf der schottischen Burg Duart Castle im beginnenden 19. Jahrhundert, fühlt man sich schon bald wohl und gibt sich einer kurzen, doch trotz einiger Schwächen recht fesselnden Geschichte hin.

   

Sandra Kuhn, Grosse-Literatur.de
 
 
 
 
   
Autoren A - E
Autoren F - J
Autoren K - O
Autoren P - T
Autoren U - Z
Romane & Erzählungen
Fantasy & Science Fiction
Historische Romane
Krimis & Thriller
Kinder & Jugend
Liebesromane
Film & Fernsehen
Klassiker & Lyrik
Serien & Reihen
Kurzgeschichten
Sonstige Literatur
Comics
Historische Biographien
Autobiographien
Sonstige Biographien
 
Kunst, Fotografie,
Film & Musik
Geschichte
Naturwissenschaften
Abenteuer, Reisen
& Länder
Natur, Tiere & Garten
Gesundheit & Esoterik
Essen & Trinken
Sonstige
 
Länder
Tiere & Natur
Sonstige Bildbände