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Hakan Nesser
 
 
 
Ursula Poznanski
Saeculum
 
Verlag: Loewe
Format: Broschiert, 496 S.
ET: 11 / 2011
Preis: 14,95 €
ISBN: 9783785570289
Kaufen bei:  bei Amazon.de kaufen

Klapptext:
Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter ? ohne Strom, ohne Handy ?, normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.
Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.
Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.
Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?
 
Grosse-Literatur.de-Rezensionen:
Zusammenfassung:
Regelmäßig veranstalten ein paar Freunde eine Rollenspiel-Convention. Sie alle sind große Fans des Mittelalters und versetzen sich gerne in diese Zeit zurück. Für ein paar Tage ziehen sie sich an einen abgelegenen Ort, meistens in den Wald, zurück. Dabei verzichten sie auf jegliche Annehmlichkeiten des 21. Jahrhunderts.
Diesmal nehmen sie Bastian mit, einen jungen Medizinstudenten, der eigentlich so gar nichts mit dem Mittelalter oder Rollenspielen zu tun hat. Sein Vater, ein angesehener Arzt, hat andere Pläne mit ihm. Bastian aber setzt sich durch und fährt mit den anderen in ein angeblich verfluchtes Waldstück.
Ziemlich schnell passieren merkwürdige Dinge: Mitspieler verschwinden, über Nacht tauchen frische Grabhügel auf und sie finden immer wieder rätselhafte Botschaften. Ist es der Fluch? Und welche Rolle spielt Bastian dabei?
Bewertung:
Was für ein Buch! Ich habe bewusst nicht zu viel in der Zusammenfassung verraten.
Obwohl es ein Jugendbuch ist (ab 16), ist es auch für Erwachsene extrem spannend.
Diese Spannung hält sich auch bis zum Ende.
Ich habe ein wenig Kenntnisse über Rollenspiele und auch über die Szene, die sich in diesen Kreisen bewegt. Das Mittelalter finde ich sehr interessant und daher habe ich mich in der Geschichte auch gleich wohlgefühlt.
Das ist eins dieser Bücher, die man kaum aus der Hand legen kann. Nach all dem, was in dieser Geschichte passiert, will man unbedingt wissen, wie es ausgeht. Bis zum Schluss hat man keine Ahnung, wer oder was dahinter steckt! Man glaubt selbst an einen Fluch und stellt sich vor, wie man selber in solch einer Situation reagieren würde. Die interessant gezeichneten Protagonisten stoßen recht schnell an ihre Grenzen. Jeder hat so seine eigene Persönlichkeit, die sich zeigt, als die Lage sich zuspitzt.
Das Ende ist ein wenig profan, aber trotzdem wäre ich niemals auf die Lösung gekommen.
Und das macht es letztlich aus, die schönen und spannenden Stunden, die mir dieses Buch beschwert hat.
Das toll gestaltete Cover hat mich auch sofort angezogen. Es ist weiß, der Titel geprägt und hebt sich somit schön vom Cover ab. Der Schnitt ist schwarz. Ganz toll, ich bin ohnehin ein Liebhaber schön gestalteter Bücher.
Wenn es draußen gewittert und stürmt, die perfekte Lektüre.



Marina Rico, Grosse-Literatur.de
Ursula Poznanski konnte mich schon einmal fesseln wie selten eine andere Autorin. Die Rede ist von ihrem Roman 'Erebos', der mich damals sehr gefesselt hatte und deshalb war klar, dass ich auch ihren neuen Roman 'Saeculum' lesen würde. Und ich habe es alles andere als bereut.

Der junge Medizinstudent Bastian führt ein braves Leben als fleißiger Student. Als ihn seine neue Bekanntschaft Sandra, in die er sich verknallt hat, auf einen Mittelaltermarkt mitnimmt, ist das eigentlich nicht seine Welt. Trotzdem lässt er sich dort von ihr überreden, mit ihr und ihren Freunden auf eine Mittelalter-Con zu fahren. So verbringt die Gruppe also ein paar Tage wie im Mittelalter in einem abgelegenen Wald. Doch bald schon verschwinden Leute und andere seltsame Dinge geschehen. Erfüllt sich Tristrams Fluch, der die Gegend einst verflucht hatte? Bald schon verwischen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion und die Situation beginnt zu eskalieren...

Zunächst fällt das Cover ins Auge. Das ist passend zum Inhalt eher mittelalterlich gestaltet mit seiner altertümlichen Schrift und dem Verzicht auf Farbe. Die dürren Äste der Bäume im Hintergrund geben einen ersten Vorgeschmack auf den Ort der Handlung: den abgelegenen Wald, in dem die Con stattfindet. Das Cover hat mich sehr neugierig auf den Inhalt gemacht und war sicherlich auch ein Faktor, der zum Buchkauf geführt hat. Ich finde es nur ein bisschen schade, dass es sich hier um einen reinen Papierumschlag handelt, der leider relativ schnell schmutzig wurde und sich auch nicht abwischen lässt.

Die Autorin erzählt in 'Saeculum' eine spannende Handlung. Ich muss zugeben, dass ich kein Mittelalterfan bin, aber dennoch greift sie hier ein aktuelles Thema auf, da Mittelaltermärkte in den letzten Jahren immer beliebter wurden. Außerdem schafft sie es gekonnt, den Leser zu verwirren. Man weiß lange Zeit nicht, ob die gruseligen Vorkommnisse auf der Con real oder doch nur ein Hirngespinst der Figuren sind. So kann man dieses Buch recht schnell nicht mehr aus der Hand legen, bis man es zu Ende gelesen hat. Das Ende ist dann sehr überraschend, klärt aber alles auf.
Sehr gut gefallen haben mir die Charaktere. Es sind sympathischere dabei wie Steinchen, Warze, Iris oder Bastian. Aber auch schräge wie die abergläubische Doro und eher unsympathische wie Simon oder Paul. Die Autorin zeigt gekonnt, was passieren kann, wenn eine Gruppe so unterschiedlicher Charaktere aufeinander trifft und wie tief auch zivilisierte Menschen in einer Extremsituation sinken können.

Fazit: 'Saeculum' von Ursula Poznanski ist ein spannender Jugendthriller für Jung und Alt, den man so schnell nicht wieder aus der Hand legen kann. 'Erebos' fand ich damals etwas besser, was im Nachhinein aber auch täuschen kann. Auf jeden Fall eine klare Kaufempfehlung von mir für alle Fans von (Jugend-)Thrillern!

 

Birgit S., Grosse-Literatur.de
Medizinstudent Bastian lässt sich von Sandra zur Teilnahme an einer Saeculum-Convention überreden. Das Rollenspiel findet an einem abgelegenen Ort in einem Waldstück statt. Die Spieler müssen sich ins 14. Jahrhundert versetzen und auf neuzeitliche Annehmlichkeiten wie Handys, Taschenlampen, Streichhölzer und Brillen verzichten. Nichts läuft wie geplant. Das mysteriöse Verschwinden von Mitspielern gibt Rätsel auf. Alle sind plötzlich in großer Gefahr.

Die Autorin Ursula Poznanski lässt ein Rollenspiel in unwirtlicher Gegend außer Kontrolle geraten, legt falsche Fährten und sorgt mit einigen Überraschungsmomenten für Spannung. Die Geschichte kommt erst langsam in Gang, Man kann sich als Leser ausmalen, dass die Situation bald außer Kontrolle gerät, nur weiß man vorher nicht wie und warum. Ein unbekannter Wald nachts ist schon unheimlich genug. Die Gefühlslagen der einzelnen Figuren sind gut nachzuempfinden. Wie reagieren Menschen in scheinbar ausweglosen Situationen? Was richtet Hunger und Durst in einer Gruppe an? Spannende Fragen. Aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Kaum ist das Spiel im Gange, verliert Sandra das Interesse an Bastian. Warum? Bastian fühlt sich fehl am Platz, wäre da nicht die geheimnisvolle Bardenharfenspielerin Iris. Die Autorin Ursula Poznanski ist ein Garant für außergewöhnliche und spannende Geschichten. Ihre Bücher ?Erebos?, ?Saeculum? und ?Die Verratenen? begeistern mit neuen Ideen, überraschenden Wendungen und mitreißenden Emotionen. ?Saeculum? ist nicht nur etwas für Rollenspielfreunde, die Geschichte entwickelt sich zu einem Thriller. Bei dem 493-Seiten-Wälzer braucht man Durchhaltevermögen, wird dann aber mit mehr Tempo und einer überraschender Auflösung des Rätsels belohnt.

Schwarze Seitenränder und schwarze, einleitende Kapitelseiten unterstreichen die düstere Geschichte und den Gruselfaktor. Das Cover mit den schwarzen Ästen und Zweigen, die in den weißen Himmel ragen, sorgt für Unbehagen, ein Gefühl von Verletzbarkeit und Einsamkeit. Alles Rettende erscheint so weit weg. Eine gute Einleitung in eine Geschichte mit Gänsehautfaktor. Zelten in einem Wald möchte man danach niemandem mehr empfehlen. Harmlose Geräusche sorgen für Angst und Schrecken. Die Autorin schafft es, die Emotionen ihrer Figuren hautnah rüberzubringen. Für die meisten der Saeculum-Convention-Teilnehmer entwickelt man gleich Sympathie. Steinchen hat zum Beispiel schon allein durch seinen Namen einen Stein im Brett beim Leser.

Das Jugendbuch ist auch für Erwachsene geeignet. Viel zu schade, wenn man es sich entgehen lässt. Im Herbst, Winter sollte man dabei am besten die Fenster schließen und nicht auf komische Geräusche achten. Der Gänsehautfaktor kann leicht ins eigene Leben rüberrutschen. Seit ?Erebos? bin ich Fan der Autorin. Ich freue mich auf jeden neuen Wälzer, weil ihre Bücher nie gleich sind und sich von allen anderen abheben.

 

Martina Ernst, Grosse-Literatur.de
 
 
 
 
   
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