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Hakan Nesser
 
 
 
Stefan Seitz
Auf den Spuren der Nebelfee - Das Unkrautland 1
 
Verlag: Cleon Verlag
Format: Gebundene Ausgabe, 304 S.
Preis: 14,95 €
ISBN: 9783000202957
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Klapptext:
Was passierte vor unendlichen Jahren - in jenem vergessenen Zeitalter, von dem längst keine Chronik mehr berichtet? Was war damals geschehen? Scheinbar kann es niemand beantworten! Und doch gibt es Spuren, versteckte Hinweise und geheimnisvolle Bruchstücke, die bis zum heutigen Tag im Unkrautland schlummern. Wer wird das große Rätsel entschlüsseln? Erzählt der Wald eines Tages seine Geschichte oder geben die Sümpfe ihre Geheimnisse preis? Liegen die Antworten zu all den Fragen auf dem Grund des Sees oder einfach nur im Keller eines alten Gemäuers verborgen?
 
Grosse-Literatur.de-Rezensionen:
Stefan Seitz entführt seine Leser in eine gänzlich andere Welt, in der seltsame Figuren leben und man selbst ein kleines Abenteuer zu bestehen hat …

Primus lebt mit dem staatlich geprüften Präzisionsweckvogel Bucklewhee sowie dem eher faulen Kürbis Snigg in einem windschiefen Turm nahe dem Finsterwald. Trotz eher eintöniger Tage ist er zufrieden; besonders sonntags, wenn Primus in der Bäckerei von Klettenheim himmlische Torte stibitzen kann. Als eines Tages eine merkwürdige Hexe seine Wege kreuzt, verändert sich Primus' Leben schlagartig: in seiner Fledermausgestalt soll er im Kochtopf landen. Zum Glück entwickelt sich aus der eher abneigenden Haltung der beiden gegenüber, nach und nach so etwas wie Freundschaft. Immerhin machen Plim und Primus sich schon bald gemeinsam auf, das Rätsel der vom Himmel gefallenen Mondsichel zu lösen und ganz nebenbei vielleicht den ein oder anderen sehr mächtigen Splitter der Sichel zu finden. Dummerweise sind die beiden nicht die einzigen und stecken schon bald in ziemlich großen Schwierigkeiten …

Stefan Seitz hat mit dem ersten Band um das Unkrautland eine randvoll mit ungewöhnlichen Ideen angefüllte Geschichte geschrieben, in die man sofort eintauchen kann, und die wahrlich aus dem Mainstream heraussticht. Dies ist vorallem den etwas skurril daherkommenden Figuren zuzuschreiben, die diese Geschichte so herrlich liebenswert machen, aber auch einem angenehm flotten und fast märchenhaften Erzählstil, der einen nur so über die Seiten fliegen lässt.
Da wäre Primus, der schon seit vielen, vielen Jahren den windschiefen Turm bewohnt und der sich gern auch mal in eine Fledermaus verwandelt. Bucklewhee eine kleines Hühnergerippe, dass in einem Uhrenkasten haust, und Snigg, der wohlgenährte stets hungrige Kürbis, der Primus' Komposthaufen bewohnt. Darüberhinaus ist auch die Figur von Plim, der chaotischen Hexe, sympathisch und – wie die übrigen Charaktere – sehr gut und detailreich gezeichnet.
Auch das Unkrautland selbst, ist dem Autor fantastisch gelungen. Mit seinen ungewöhnlichen Bewohnern, Bräuchen und Gegenden hat es mich sofort begeistern können. Es ist erfrischend zu lesen, dass ein Fantasybuch auch von etwas anderem als Gestaltwandlern, Vampiren und Co. bevölkert werden kann. Stefan Seitz hat großartige Ideen in dieses Buch eingebaut, und das Lesen hat wirklich Spaß gemacht.

Dennoch war gerade zu Beginn von Spannung nicht viel zu spüren. Der Autor wendet viel Zeit und Text darauf auf, seine Welt und ihre Charaktere vorzustellen. So hat man zwar recht bald einen guten Überblick über das Unkrautland und schließt die eher ungewöhnlichen Figuren schnell ins Herz, doch passiert auf den ersten hundert Seiten nicht sehr viel. Hier merkt man dem Band durchaus an, dass dieser erst der Auftakt zu einer ganzen Reihe ist.
Auch im Verlauf der Geschichte stieß ich hin und wieder auf Stellen, die etwas unplausibel für mich waren. So z.B. warum die Hexe Plim einen kleinen (und das ist übertrieben) Spielzeugladen betreibt. Warum? Und vor allem, woher erhält sie die Spielzeuge? Fertigt sie diese tatsächlich selbst an?
Primus' Vergangenheit wird für meinen Geschmack nur unzureichend aufgeklärt. Wir erfahren zwar, warum er seit über zweihundert Jahren lebt, und was damals geschehen ist, aber z.B. nicht, warum er nicht essen muss oder sich in eine Fledermaus verwandeln kann. Hier hätte ich gern noch klarere Aussagen gehabt.

Das Ende bleibt ein wenig offen, und ich bin mir sicher, dass diese Geschichte fast nahtlos im zweiten Band weitererzählt wird. Aber sei's drum: diese Geschichte war einfach schön zu lesen, auch wenn ich ein bisschen Spannung vermisst habe.

Fazit: „Auf den Spuren der Nebelfee“, der erste Band um das Unkrautland, verspricht ein ungewöhnliches Setting, eine ganz eigene etwas verschrobene Welt mit vielen skurrilen wie lustigen Charakteren, einer Menge Witz und einem einfach schön zu lesenden Schreibstil, der mich manchmal ein wenig an Märchenerzählungen erinnerte. Genau das, was ich gerne lese. Und trotz einiger kleinerer Mankos bin ich doch völlig in diese Geschichte eingetaucht, und habe Primus und seine Freunde schnell ins Herz geschlossen. Auf weitere Abenteuer bin ich schon gespannt und freue mich auf den nächsten Band. Lesenswert!

 

Sandra Kuhn, Grosse-Literatur.de
 
 
weitere Titel von Stefan Seitz bei Grosse-Literatur.de:
Das Geheimnis der Schwarzen Hütte - Das Unkrautland 2
 
 
 
 
   
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