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| Cayla Kluver |
| Geliebter Feind |
| Alera 1 |
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Original: Legacy
Verlag: Piper
Format: gebunden, 560 S.
ET: 08 / 2010
Preis: 19,95 €
ISBN: 978-3-492-70216-4
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| Klapptext: |
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| Alera ist nicht nur die Thronfolgerin des Königreichs - sie hat auch ihren eigenen Kopf, und ihre Vorstellungen von Freiheit und Gerechtigkeit finden am traditionellen Hof nicht immer Anklang. Das Land blickt dunklen Zeiten entgegen. Die lange währende Feindschaft mit dem Nachbarreich droht in einen Krieg zu münden. Und als eines Tages der junge Narian aus dem Feindesland an Aleras Hof auftaucht, ändert sich alles: Ist Narian ein Spion, ein Attentäter oder gar ein Freund? Alera erfährt mehr über das Volk, das sie für ihren erbitterten Gegner hielt. Sie erkennt, dass sie sich unsterblich in Narian verliebt hat - und dass ihre Liebe nicht nur ihr Leben, sondern das Schicksal des ganzen Königreichs aufs Spiel setzt. |
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| Biographie: |
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| Cayla Kluver ist achtzehn Jahre alt und lebt mit ihrer Familie in Wisconsin, USA, einem Ort, an dem nur die Starken überleben. Ihr Debüt »Geliebter Feind« war der Auftakt zu der romantischen Fantasy-Saga um Alera und wurde gleich nach Erscheinen mit Preisen und Auszeichnungen überhäuft. |
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| Grosse-Literatur.de-Rezensionen: |
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Wer in „Alera – Geliebter Feind“, dem Debütroman der siebzehnjährigen Autorin Cayla Kluver, eine ausgefeilte Fantasygeschichte mit allerlei Fantastischem erwartet, wird - wie ich - enttäuscht sein. Denn dieser Roman kommt mit einer eher oberflächlichen Geschichte und einer leider kaum spürbaren Liebe daher:
Alera ist siebzehn und Kronprinzessin Hytanicas. An ihrem achtzehnten Geburtstag soll sie den Favoriten ihres Vaters, den selbstverliebten Steldor, heiraten. Auch wenn Alera einsieht, dass Steldor der beste Thronanwärter ist, den Hytanica zu bieten hat, ist sie doch alles andere als glücklich darüber. Zwar ist Steldor ein Charmeur und Frauenschwarm, jedoch mag Alera seine herablassende Art ihr und anderen gegenüber nicht. Als ein geheimnisvoller Junge in hytanische Hände fällt, ist Alera daher umso neugieriger. Denn Narian stammt aus Cokyri, einem Land, das mit Aleras Heimat viele Jahrzehnte lang im Krieg lag. Schnell ist sie fasziniert von dem verschlossenen und geheimnisvollen Jungen, der sich wenig später als verlorener Sohn Hytanicas herausstellt. Auch Narian scheint von Alera gebannt zu sein. Schon bald bedeuten sie einander mehr als sie erwartet hätten, doch unsichere Zeiten brechen an und Cokyri zieht gegen Hytanica erneut in den Krieg ...
Wieder einmal ein Buch, dass im Fantasybereich nicht viel verloren hat. Die Geschichte ist zwar durchaus in einem fantastischen Umfeld platziert, d.h. es gibt verschiedene Reiche und Völker und es wird sogar von einem magiekundigen Lord berichtet, das war es jedoch auch schon. Den Rest füllt eine Geschichte im eher historischen Flair mit Geschehnissen um königliche Audienzen, Bälle, Feste und allerlei Zeremoniell. Die im Klapptext versprochene Liebesgeschichte wird von der Autorin so vage erzählt, dass diese kaum greifbar ist. Vielmehr lesen wir von Aleras königlichen Verpflichtungen als Prinzessin (Feste organisieren und besuchen etc.) und ihrer beharrlichen Abneigung ihrem, vom Vater erwählten, zukünftigen Ehemann gegenüber. Ganz nebenbei streut Cayla Kluver Passagen mit Narian ein, die dann zwar wieder für ein bisschen Spannung sorgen, aber doch auch rasch wieder vorbei sind.
Ich muss zugeben, der Verlag hat mich mit diesem tollen Cover geködert und so waren meine Erwartungen an dieses Buch nicht gerade gering. Doch das „Alera – Geliebter Feind“ so derart oberflächlich daherkommt, hat mich wirklich enttäuscht. Cayla Kluver hat mit der Hauptfigur, Alera, eine Figur erschaffen, die so extrem naiv dargestellt wird und mich ständig genervt hat – das klingt wirklich hart, aber ich bin mit ihr und vielen, vielen anderen Figuren einfach nicht warm geworden. Dialoge wirken gestelzt und die Autorin ergeht sich in der Beschreibung von den klitzkleinsten Dingen, die Alera tut – was leider selten spannend ist. Einziger Stern war da die Figur Narians, die mir sofort sympathisch war. Leider erhält er in diesem Buch nicht viel Platz.
Ehrlich – es gab mehrere Stellen, an denen ich das Buch zur Seite legen wollte. Bis zur Hälfte passierte absolut gar nichts, was mich irgendwie an das Buch fesseln konnte. Erst mit dem Auftauchen Narians begann ein klein wenig Spannung aufzukommen. Dass ich dennoch weiterlas liegt mehr an der Tatsache, dass ich Bücher wirklich nicht gern abbreche.
Dieser Roman wirkt von Stil und Schreibweise recht kindlich, was nicht selten durch den Auftritt der Leibwächter von Alera und ihrer Schwester Miranna verstärkt wird, die die Mädchen auf Schritt und Tritt begleiten. Diese sorgen sich um ihre Schützlinge mehr wie Väter oder große Brüder und tragen oft dazu bei, dass dieser Roman regelrecht kitschig wirkt.
Außerdem haben die Männer in diesem Buch die Angewohnheit nicht einfach nur so dazustehen, sondern sich andauernd irgendwo an eine Wand zu lehnen – ständig!
Fazit: Nachdem ich mich solange auf „Alera – Geliebter Feind“ gefreut habe, war dieses Buch für mich eine herbe Enttäuschung. Von der vom Klapptext versprochenen Liebe war kaum etwas zu spüren, vielmehr schlägt sich der Leser mit der Etikette am Hof und dutzenden unspannenden königlichen Alltäglichkeiten herum. Auch dass gegen Ende hunderte hytanische Bauern von den Cokyriern niedergemetzelt werden, erzählt die Autorin mehr so nebenbei. Wirklich schade!
Sandra Kuhn, Grosse-Literatur.de
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