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| Nina Behrmann |
| Grenzgänger |
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Verlag: Elysion Books
Format: broschiert, 220 S.
ET: 06 / 2011
Preis: 12,90 €
ISBN: 978-3-942602-04-4
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| Klapptext: |
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Die spannendste Urban-Fantasy-Welt, seit es Alternativuniversen gibt.
Ihr neuer Job bei der Agentur Triskelion bringt Feline an den Rand des Wahnsinns. Mit der Wahrheit über ihre eigene Welt konfrontiert, muss sie sich damit anfreunden, dass ihre Mutter eine Hexe, ihr Boss ein Drache und ihr Ficus ein Hausgeist ist. Als wäre das nicht schon Grund genug, ein Mythologielexikon zu Rate zu ziehen, muss Feline für den Frieden zwischen Feen, Grenzgängern und anderen übersinnlichen Wesen sorgen. Doch wie, wenn ein sinnlicher Engel sie als seine Privaterlösung betrachtet, Dämonen hinter ihr her sind – und ihr wieder einmal niemand die Spielregeln erklärt hat? |
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| Biographie: |
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| Die Autorin Nina Behrmann ist als echte Ruhrpott-Pflanze geboren und aufgewachsen. Eigentlich wollte sie Prinzessin werden. Aber auf Druck ihrer Muse, die nicht viel von Küssen, dafür umso mehr von einer zünftigen Tracht Prügel für Autoren hält, hat sie mit dem Schreiben begonnen.
Während sie auf der großen Sinnsuche im Leben ist, schreibt sie Romane für verschiedene Verlage, darunter Heyne und Ullstein. Damit das nicht langweilig wird, schlüpft sie in verschiedene Pseudonyme.
Triskelion-Grenzgänger ist Behrmanns erster Ausflug ins Urban Fantasy Genre – und sie hatte viel Spaß dabei. |
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| Grosse-Literatur.de-Rezensionen: |
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Nina Behrmann hat mich mit ihrem Roman „Grenzgänger“ und dem darauf befindlichen Klapptext wirklich neugierig gemacht. Ein Drache als Chef, eine Hexe als Mutter und ein Ficus als Hausgeist, das hörte sich nach unterhaltsamen Lesestunden an. Doch was so vielversprechend begann hat mich während des Lesens leider nicht gänzlich überzeugen können.
Feline braucht dringend einen neuen Job. Ihr Glück, dass ihre Mutter ihr dabei etwas unter die Arme greift und sich Feline kurzerhand in dem schicken Büro der Agentur Triskelion wiederfindet. Zu Anfang wundert sie sich vielleicht noch, dass ihre Abstammung ihren Chefs Grund genug ist, sie einzustellen, während Zeugnisse und Empfehlungsschreiben unbeachtet bleiben. Schon bald jedoch weiß sie auch warum. Während ihre Mutter eine Hexe ist und ihr Vater ein wenig Vampir-Blut in sich hatte, ist Feline absolut menschlich und immun gegen vieles. Dies und die Neuigkeit, dass die Welt von tausenden Fabelwesen bevölkert wird, und ihre beiden Vorgesetzten ebenfalls zu diesen zählen, stellt Felines Leben schnell auf den Kopf. Zudem überschlagen sich die Ereignisse: in ihrer Wohnung entdecken sie ein uraltes Geschöpf, dass jahrzehntelang darin gefangen war, ihre Mutter ist spurlos verschwunden und plötzlich verändert sich auch Feline - innerlich wie äußerlich. Und zu allem Überfluss ist sie auf einmal eine Gejagte. Denn Feline trägt etwas göttliches in sich und eine dunkle Kreatur hat Jahrhunderte darauf gewartet an diese göttliche Macht zu gelangen ...
Nina Behrmann hat ihre Fantasy-Geschichte in Deutschland angesiedelt, eine erfreuliche Nebensache, die man hierzulande eher selten liest. Sie hat ihre Elfen, Vampire und Co. in einer interessanten Welt angesiedelt, mitten unter den Menschen und doch von diesen unbemerkt. Die Autorin erzählt von einem grausamen Krieg zwischen den Sidhe und den Grenzgängern (Vampire, Werwölfe etc.), der viele Jahrhunderte andauerte. Nun, in einer Zeit, in der ein unsicheres Friedensabkommen zwischen den beiden Parteien herrscht, ist es die Aufgabe von Kay, einem erfahrenen Seelie-Sidhe, Feng, einem goldenen Drachen und seit neuester Zeit auch Feline, diesen Frieden zu bewahren.
Die Autorin erzählt kurzweilig vom Geschehen und schafft es eine überaus spannende Atmosphäre im Buch aufzubauen, und fast über die gesamte Geschichte hinweg zu halten. Dass Nina Behrmann ihr Handwerk versteht, merkt man spätestens daran, dass man in rasantem Tempo über die Seiten fegt.
Leider finden sich im Buch so viele Rechtschreibfehler, dass man immer mal wieder stecken bleibt. Nicht nur Wortverdreher oder falsch gesetzte Kommas habe ich entdeckt, sondern sogar Sätze, die die Autorin verschieden gestalten wollte. Hier hat das Lektorat keine gute Arbeit geleistet, denn die Fehler häufen sich so sehr, dass manchmal sogar mehrere auf einer Seite vertreten sind.
Trotz spannendem Geschehen blieben viele der Figuren recht blass und mit Feline kam ich zeitweise nur sehr schwer klar. Kay, der Seelie-Sidhe zum Beispiel war mir sofort sympathisch, auch Feng, der Drache, dessen Magie man leider nur einmal „zu sehen“ bekommt. Für meinen Geschmack hätte die Autorin noch ein wenig mehr aus ihren Figuren machen können. Ihre Ideen fand ich vom Plot her wirklich gut, aber die Protagonisten erscheinen zeitweise etwas oberflächlich. Man kauft ihnen ihre Kräfte irgendwie nicht richtig ab. Feng zum Beispiel erscheint für einen Drachen einfach zu menschlich und „brav“; einen Drachen stelle ich mir wild und mächtig vor, doch davon keine Spur.
An einigen wenigen Stellen wirken die Ereignisse recht konstruiert und wollten nicht so ganz zur übrigen Geschichte passen oder trugen nicht wirklich viel zum Geschehen bei.
[*Achtung Spoiler*]
So zum Beispiel als Feline von einer Werwölfin in ein Vampir-Bordell eingeladen wurde. Ich frage mich ernsthaft, was diese Werwölfin an einem solchen Ort zu suchen hat, denn sie schien dort öfters zu sein. Die Figur der Werwölfin erschien mir mehr als „Krücke“ und hat eigentlich keine weitere Bedeutung. Und die Ereignisse um Feline im Bordell - sagen wir mal, es war die einzige Stelle, die mir dieses Buch regelrecht unsympathisch gemacht hat - das war einfach zu albern.
[*Achtung Spoiler*]
Als sich die Ereignisse schlussendlich überschlagen, kann man auch als Leser nur schwer Schritt halten. Schließlich habe ich das Buch mit gemischten Gefühlen zu Ende gelesen und war mir nicht sicher, ist es nun eine gute oder weniger gute Geschichte?
Fazit: Nina Behrmann fesselt ihre Leser mit einem wendigen und abenteuerreichen Plot, legt uns jedoch gleichzeitig auch ein paar Stolpersteine in den Weg. Diese zeigen sich in Form von einigen eher farblos gezeichneten Figuren und wenigen Stellen im Geschehen, die etwas überspitzt bzw. zu wenig ausgebaut wirken. „Grenzgänger“ bietet dennoch eine spannende Geschichte und schwimmt im weiten Ozean der Fee-Vampir-Werwolf-Literatur im guten Mittelfeld.
Sandra Kuhn, Grosse-Literatur.de
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