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| Gesa Schwartz |
| Grim - Das Erbe des Lichts |
| Band 2 |
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Verlag: Egmont Lyx
Format: gebunden, 720 S.
ET: 04 / 2011
Preis: 19,99 €
ISBN: 978-3-8025-8304-9
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| Klapptext: |
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| Ein Jahr ist vergangen, seit der Gargoyle Grim und die junge Sterbliche Mia den mächtigen Magier Seraphin besiegten. Doch nun wird die Welt erneut von Unheil bedroht. Grausame Morde geschehen in der Oberwelt von Paris, und Grim erkennt schnell, dass die Ereignisse nur eine Vorwarnung für etwas weitaus Schrecklicheres sind: Eine uralte Macht wartet darauf, entfesselt zu werden und das Antlitz der Welt für immer zu verändern … |
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| Biographie: |
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| Gesa Schwartz wurde 1980 in Stade geboren. Sie hat Deutsche Philologie, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache studiert. Ihr besonderes Interesse galt seit jeher dem Genre der Phantastik. Nach ihrem Abschluss begab sie sich auf eine einjährige Reise durch Europa auf den Spuren der alten Geschichtenerzähler. Zurzeit lebt sie in der Nähe von Hamburg.
Mehr Informationen zu Gesa Schwartz auf ihrer offiziellen Homepage:
www.gesa-schwartz.de |
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| Grosse-Literatur.de-Rezensionen: |
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Nach „Das Siegel des Feuers“, dem ersten Band um die steinernen Gargoyles von Paris, entführt uns Gesa Schwartz auch mit diesem Roman wieder in ihre düstere aber anziehende Anderwelt …
Grausame Morde erschüttern die Straßen von Paris. Blutleer und mit leeren Augenhöhlen lässt der Mörder seine Opfer zurück, und fast täglich macht er Jagd auf weitere Menschen. Grim ist beunruhigt, denn obwohl es sich um Menschenopfer handelt, scheint der Täter aus den Reihen der Anderwesen zu stammen. Doch bislang fehlt jeder Spur. Als die Kobolde ein geheimnisvolles Magieleuchten im Vampirviertel entdecken, machen Grim und Lyksian, der Prinz der Vampire, sich auf, um dieser Spur zu folgen - und diese führt sie geradewegs in eine unterirdische Halle des Grauens. Hunderte Menschengebeine, manche nicht mal einen Tag alt, türmen sich zu Altären und magischen Kreisen. Grim und Lyksian geraten mitten in eine rituelle Beschwörung und können kaum ihren Augen trauen. Schattenalben, denen uralte Legenden ein bestialische Grausamkeit zuschrieben, haben die Schneekönigin befreit – eine mächtige Fee mit finsteren Plänen: die Menschen zu vernichten …
Auch „Das Erbe des Lichts“ hat mich wieder von der ersten Zeile an mit sich fortgerissen. Dies liegt zum einen an dem fast poetischen Schreibstil der Autorin, der jedes Wort zu etwas besonderem macht. Selten liest man solche bildgewaltigen und audrucksstarken Geschichten, in denen jeder Satz beinahe auf steinernen Schwingen daherzukommen scheint, und doch wunderbar leicht und locker zu lesen ist. Gesa Schwartz hat eine ganz eigene, wunderschöne Erzählweise, sie tanzt geradezu über die Seiten und jongliert gekonnt und mit einer spürbaren Freude mit ihren Ideen (z.B. „Der Schnee fiel aus der Dunkelheit des Himmels wie Mehl aus einem unsichtbaren Sieb“ [S.1], „Das Meer atmete in seinem unveränderlichen Rhythmus aus Wildheit und Geheimnis. Grollend kamen die Wellen an den Strand und spülten über die Steine hinweg, die dem fortlaufenden Wasser klackernd nacheilten. Die Sonne war eine Scheibe aus rotem Feuer. Langsam sank sie auf den Horizont zu und schickte ihre Strahlen als tanzende Funken über die Rüstungen der Elfenarmee, die stolz und erhaben am Strand Aufstellung genommen hatte.“ [S. 646]).
Wenngleich ich über die Zeilen regelrecht geflogen bin, und mich das düstere und einfallsreiche Geschehen, dass die Autorin vor meinem inneren Auge heraufbeschwor, gepackt und unbarmherzig immer weiter vorantrieb, gab es auch einige Stellen, an denen sich die Längen immer weiter ausdehnten und mir zeitweilen sogar die Lust am Weiterlesen nahmen. Dies war vorallem gegen Mitte des Buches der Fall, nachdem Protagonisten wie Leser dem Grauen einen Namen geben und hartnäckig bekämpfen konnten. So kam es, dass Grim, Mia, Remis und Theryon ständig von den Schattenalben gejagt, aufgespürt und immer wieder kurz gegeneinander gekämpft haben um ihnen dann noch noch zu entwichen. Nach diesen x-fach vorkommenden Szenen fühlte ich mich hingehalten, und konnte den Gedanken nicht vertreiben, dass diese Abenteuer wohl mehr oder weniger Seitenfüller zu sein scheinen.
Doch glücklicherweise konnte Gesa Schwartz auf den letzten zwei-, dreihundert Seiten das Ruder wieder herum reißen, und erzählte anschließend, wie von ihr gewohnt, rasant, fesselnd und sehr sehr spannend. Durch das wendige und immer wieder aufbrausende Geschehen und dem Einfallsreichtum der Autorin, kam ich dann wiederum kaum mehr zum Luft holen und auch mit der ein oder anderen Träne hatte ich zu kämpfen.
Obwohl die Vergleiche, die die Autorin in ihre Sätze einbaut das Geschehen eigentlich immer wunderbar unterstreichen und bereichern, fiel mir in diesem Roman besonders der dutzendfach vorkommende Vergleich mit Tüchern auf; diese wehen, fallen, bauschen, sind feucht und hüllen schonmal etwas ein – kurzum: Gesa Schwartz wird in dieser Geschichte nicht müde ihre Tücher einzusetzen. Das ist etwas schade, denn schon bald seufzt man innerlich auf, wenn man von einem neuen Tuch liest …
Fazit: Auch in „Das Erbe des Lichts“ zeigt uns Gesa Schwartz wieder, was für eine tolle Erzählerin sie ist. Sie schickt eine handvoll Figuren aus, die versuchen das übermächtige Feenvolk aufzuhalten und dabei auch gewillt sind, ihr Leben für das Gute („das Licht“) zu geben. Dabei merkt man richtig, wie jede einzelne Figur sich während des Geschehens verändert, und wie die kleine Gruppe schließlich zu einer Gemeinschaft wird, in der jeder auf den anderen zählen kann. Diese vielleicht eher gewöhnlich klingende Rahmenhandlung packt die Autorin in ein fulminantes, magisches Abenteuer und kleidet es mit viel, viel Zauberei und phantastischem Geschehen aus. Obendrein versetzt sie ihre Leser an die Seite ihrer Figuren, und schafft es in gewohnt nahezu einzigartigem Stil ihre Geschichte zu erzählen. Leider muss man diesem zweiten Band zugestehen, dass er nicht gänzlich ohne Längen daherkommt; dies kann man jedoch zugunsten einer ansonsten geschickt und bildgewaltig geschilderten Geschichte in Kauf nehmen.
Sandra Kuhn, Grosse-Literatur.de
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Inhalt:
Nachdem der Gargoyle Grim und die Seherin Mia im ersten Teil der Grim-Reihe Ghrogonia und die Menschenwelt vor der Vernichtung durch den Magier Seraphin retteten, blieb ihnen danach nur eine kurze Verschnaufpause vergönnt.
Wieder einmal wird die Menschenwelt bedroht. Diesmal von einer mächtigen Fee, die mit der Hilfe von praktisch unbesiegbaren Schattenalben und einer riesigen Elfenarmee die gesamte Menschheit vernichten will. Es bleibt nicht viel Zeit, die Grenzen zur Zwischenwelt wieder zu verschliessen, bevor die Elfenarmee die Erde überrennt. Da nicht viele Bewohner der Anderwelt bereit sind, für die Menschen ihr Leben zu riskieren, nehmen Grim und Mia anfangs fast allein den Kampf auf. Mit einer handvoll tapferen Mitstreitern, wie z.B. dem Feenkrieger Theryon und dem Zwerg Hortensius, machen sie sich auf den Weg um den geheimnisvollen Krieger des Lichts zu finden, der die Macht haben soll, die Schneekönigin zurück in die Verbannung zu schicken.
Doch das klingt natürlich viel einfacher, als es tatsächlich ist. Die Schattenalben sind ihnen permanent auf den Spuren und ihr Vorhaben ist mehr als einmal in einer aussichtslosen Situation. Außerdem ist Mia´s Bruder Jacob in den Händen der Schneekönigin und wird von ihr für ihre Pläne benutzt - und der Krieger des Lichts entspricht leider auch nicht so ganz den Vorstellungen unserer Helden...
Meinung:
Wie im ersten Teil auch, entführt Gesa Schwartz ihre Leser in die düstere Welt der Gargoyles und Anderwesen. Durch ihre bildgewaltige und detailverliebte Erzählweise fühlt man sich fast sofort in der Geschichte gefangen und sieht Gargoyle-Skulpturen an Kirchen zumindest für eine Weile mit anderen Augen an.
Mia und Grim haben sich schon im ersten Teil als sehr sympathische, vielschichtige Charaktere dargestellt. Die Weiterentwicklung von Grim - nachdem er erfahren hat, dass er als Mensch geboren wurde - fand ich sehr schön. Er kam mir nicht mehr ganz so kühl vor und die innere Zerrissenheit wurde gut getroffen. Mia mit ihrer zielsicheren (fast schon sturen) Art mochte ich schon von Anfang an sehr und die Rückkehr Jakobs war eine positive Überraschung - ich hoffe, dass er im dritten Teil noch mehr Raum bekommt. Aber meine absolute Lieblingsfigur war schon im ersten Teil Remis, der kleine, grüne Kobold, der eigentlich immer an Grims Seite zu finden ist und ebenso liebenswert wie schlagfertig ist. Er hat es so manches Mal geschafft, verfahrene Situationen zu entspannen und mich oft zum Lächeln gebracht... Wer hätte nicht gern so einen kleinen Freund!?
Auch der schon im ersten Teil vorkommende wunderbare Feenkrieger Theryon und der neu hinzugekommene Zwerg Hortensius waren Sympathieträger, die ihr eigenes Wohl für den Kampf für die Gerechtigkeit stets hintenan stellten.
Ich hätte mir ein bißchen (wirklich nur ein bißchen) mehr Romantik zwischen Grim und Mia gewünscht, und sei es nur, um zwischen den ewigen Kämpfen etwas positive Stimmung zu schaffen.
Diese sich endlos wiederholenden Gefechte zwischen Grims Gruppe und den Schattenalben waren es auch, die das Geschehen unnötig in die Länge zogen, ohne die Handlung voran zu bringen. Die immer gleich endenden Kämpfe ähnelten sich sehr und irgendwann war ich nur noch genervt, wenn Alvarhas mit seinen Schattenalben auftauchte.
Aber davon abgesehen war die Geschichte gewohnt spannend erzählt und bis zum Schluss zum Mitfiebern geeignet.
Ich bin schon sehr gespannt, wie sich die Beziehung zwischen Grim und Mia im dritten Teil entwickelt und vor wem sie die Welt dann retten müssen - denn der nächste drohende Weltuntergang ist gewiss...
Fazit:
Die Geschichte an sich fand ich sehr gut (von einigen überflüssigen Längen abgesehen), aber stellenweise hat das Weiterlesen doch etwas Kraft gekostet. Der zugegebenermassen sehr poetische und fantasievolle Erzählstil ist schon etwas Besonderes, kann aber auf Dauer auch etwas nervig werden. Ich bin ohnehin kein Fan von ausufernden blumigen (und anderweitigen) Ab-und Ausschweifungen und ich denke so ca. 100 Seiten weniger hätten dem Buch ganz gut getan.
Deshalb:
4 von 5 Sternen
Monja, Grosse-Literatur.de
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Grim - Das Siegel des Feuers - Band 1 |
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