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| Heidi Busch-Manzel |
| Ich liebe meine Menschen - trotzdem! |
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Verlag: Persimplex
Format: gebunden, 162 S., illustr.
ET: 12 / 2009
Preis: 19,60 €
ISBN: 978-3-940528-53-7
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| Klapptext: |
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| Jedes Tier hat drei Seiten: eine tierische, eine menschliche - und eine komische.
Davon handelt der Tierroman "Ich liebe meine Menschen - trotzdem!", den ein Hund geschrieben hat. Es ist eine Mensch-Tier-Mensch-Geschichte in Roman-Form mit fortlaufender Handlung auf menschlichem Beziehungsniveau über die Erlebnisse des Labrador-Schäferhund-Mixes Max mit Menschen und Tieren. Max staunt oft selbst darüber, welches Hundeprogramm in ihm gerade "spielt". Er erzählt darin selbstironisch aus seiner ganz persönlichen Sicht in seiner Sprache seine in über zehn Jahren gewonnenen lustigen und traurigen Erlebnisse und Erfahrungen mit Menschen und Tieren und seine große Liebe Cora in der Oberpfalz - authentisch, bissig, humorvoll und zum Nachdenken. |
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| Grosse-Literatur.de-Rezensionen: |
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Max kommt als einer von elf Welpen zur Welt. Seine Mutter: eine weiße Schäferhündin. Sein Vater: ein schwarzer Labrador, der schneller wieder das Weite gesucht hat als Max' Mutter gucken konnte. Der kleine Hund entdeckt schnell, dass in ihm eigentlich zwei Hunde wohnen: der sanfte und gutmütige Labrador und der wilde und manchmal auch aggressive Schäferhund. Schon bald findet Max ein neues Zuhause bei lieben Zweibeinern, in einem Haushalt mit zwei schon recht betagten Katzen. Hier hat er es sich zur Aufgabe gemacht, seinen Menschen noch einiges beizubringen, denn Menschen können ja fast gar nichts! Hören nicht das Postauto! Riechen nicht die Hunde, die draußen vorbeigehen und Max manchmal um den Verstand bringen! Und bis sie das Telefon hören, vergehen Jahre!
Nachdem ich von Spencer Quinns Hundekrimi „Bernie und Chet“ so begeistert war, habe ich dieses Buch von Heidi Busch-Manzel entdeckt; der Klapptext hörte sich wirklich vielversprechend an. Zu Anfang ist dieses Buch recht lustig zu lesen: der kleine Welpe Max hat so einiges an sich und seinem neuen Zuhause zu entdecken. Dies aus Hundesicht zu schildern gelingt der Autorin noch recht gut. Nach und nach allerdings geht die Erzählung in alltägliche - unspektakuläre – Situationen über, wie sie wohl jeder x-beliebige Hund erfährt.
Es dauert nicht lang, und man merkt dem Buch deutlich an, dass es eben nicht aus Hundesicht erzählt wird. „Hunderoman“ trifft es dann also schon bei weitem nicht mehr. Welcher Hund macht sich schon Gedanken darum, dass sein Nachbarshund an Krebs gestorben ist oder das neue Familienmitglied – ein Baby – ja achso toll ist und dieses und jenes schon viel früher kann als andere Kinder? Bitte!!!
Im letzten Teil des Buches hat sich die Geschichte dann eher zur Was-passiert-so-aus-Frauchens-Sicht-Erzählung gemausert – natürlich immer noch aus „Hundesicht“ erzählt, nur leider wirkt das vollkommen unglaubwürdig. Da wird nichts außergewöhnliches mehr erzählt, im Großen und Ganzen geht es bis zum Schluss eigentlich nur noch um das Heranwachsen der Enkel, Urlaube, Krankheiten anderen Hunde, der Katzen und von Max, Wehwehchen etc.
Das liest sich alles – eben vorallem der zweite Teil des Buches – ziemlich kitschig und ich war kurz davor das Buch zur Seite zu legen.
Sicherlich wollte die Autorin ihrem Hund Max eine eigene Stimme verleihen und seine Abenteuer festhalten. Zu Anfang ist ihr dies auch ganz gut gelungen, nur dass schon bald von keinerlei Abenteuern und Spannendem mehr zu lesen war. Vielmehr liest man von Besuchen von Freunden, dutzenden Urlauben und eben sehr Alltäglichem. Auch, wenn diese Berichte wahrscheinlich alle wirklich so geschehen sind, hätte der Geschichte etwas fiktives, dass Spannung bringt, durchaus gut getan.
Fazit: „Ich liebe meine Menschen – trotzdem!“ kann als Hunderoman aus der Sicht von Labradorrüden Max nicht überzeugen. Vielmehr erzählt die Autorin selbst – ein wenig in Hundeworte und -sprache verpackt – vom alltäglichen Geschehen. Dabei wird sie oft wirklich kitschig und vermenschlicht Max so sehr, dass man leider aus der Erzählung schon bald nur noch die Autorin herausliest – Max ist fast vollkommen verschwunden. Wirklich schade!
Sandra Kuhn, Grosse-Literatur.de
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