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Hakan Nesser
 
 
 
Mireille de la Lez , Fredrik Granath
Leben im Eis
Arktis in Gefahr
 
Original: Vanishing World. The Endangered Arctic
Verlag: Knesebeck
Format: gebunden, 264 S., ca. 160 farb. Abbildungen
ET: D 09 / 2007
Preis: 39,95 €
ISBN: 978-3-89660-495-8
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Klapptext:
Dieses Buch erzählt von einer Welt aus Eis, auf die sich die globale Erwärmung schnell und mit dramatischen Konsequenzen auswirkt.

Durch eine Landschaft aus zerklüfteten Bergen und mächtigen Gletschern folgt der Leser einer Eisbärenmutter, die ihre Neugeborenen zum ersten Mal auf die Jagd mitnimmt. Er erlebt Polarnächte, die nur von Mond, Sternen und Polarlichtern erleuchtet werden. Er begleitet die Autoren auf Expeditionen über die endlosen Weiten des Packeises im Arktischen Ozean und lernt eine beeindruckende Wildnis kennen, deren Bewohner täglich um ihr Überleben kämpfen müssen. Und er gelangt an Orte, an denen der Mensch vor der Herrschaft der Natur zurückweichen muss. Das nach fünfjähriger Vorarbeit entstandene Buch Leben im Eis ist eine einzigartige Bilddokumentation der Arktis, ihrer Natur, ihrer Tierwelt und ihrer Landschaften. Es ist eine Huldigung an das Leben in der rauesten und gnadenlosesten, aber auch schönsten und bedrohtesten Gegend dieser Erde.
 
Biographie:
Die Fotografin Mireille de la Lez und der Produzent Fredrik Granath haben durch ihre Arbeit unter extremsten Bedingungen ein einzigartiges Fachwissen erworben. Ihre Expeditionen in die Hocharktis, die sie oft Hunderte von Kilometern von der nächsten Siedlung entfernt in die völlige Isolation führen, dauern in der Regel mehrere Monate. Mireille de la Lez wurde 1970 in Schweden geboren und entwickelte schon früh ein Interesse für die Tier- und Pflanzenwelt in der freien Natur. Seit sie mit sieben Jahren zum ersten Mal eine Kamera besaß, versucht sie, ihre beiden Hauptinteressen - Natur und Fotografie - zu vereinen. Heute widmet sie sich als Naturforscherin mit großem Engagement den arktischen Regionen und deren gefährdeter Tierwelt.

Fredrik Granath ist für die Planung und Produktion wie auch für die schriftliche Dokumentation der Projekte verantwortlich. Die Polarregionen faszinieren ihn bereits seit seiner Kindheit. Heute konzentriert er sich ganz auf die komplexen ökologischen Zusammenhänge in diesen Regionen und die Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind.
 
Unsere Meinung:
Die Fotografin Mireille de la Lez und der Produzent Fredrik Granath haben mit diesem großformatigen Bildband ein Werk geschaffen, dass dem Leser sehr ans Herz geht. Die wunderschönen Fotos sind unheimlich ausdrucksstark und spiegeln die Liebe der beiden Autoren zu diesem Teil der Erde wieder. Und mit Bildern wurde hier nicht gespart: Da entdeckt man Eisbären beim Spielen oder beim Jagen, ein Robbenbaby samt Mutter, Walrosse bei der Futtersuche, Polarfüchse im Schnee und herausragende Landschafts- und Stimmungsaufnahmen, die jedes Herz höher schlagen lassen – insgesamt eine Arbeit von 5 Jahren davon mehr als 1000 Tage in der Arktis.

Dezent dazu erläutern Texte nicht nur das Leben in der Arktis - von seinem König bis zu Robben und Walrössern und den arktischen Jahreszeiten - sondern machen auch auf die drastischen, kaum mehr rückgängig zu machenden, Klimaveränderungen, nicht nur die Arktis betreffend, aufmerksam. Die Autoren versuchen den Leser aufzurütteln, ihm die Katastrophe der Erwärmung der Arktis vor Augen zu führen, die die Ausrottung fast aller in der Arktis lebenden - und sensationell an diese eisige Gegend angepassten - Tierarten zur Folge hat.

Besonders herauszuheben sei an dieser Stelle auch das anschließende Kapitel über die Arbeit der Autoren in der Arktis. Hier bekommt der Leser einen kleinen Einblick vermittelt, wie Mireille de la Lez und Fredrik Granath mehrere Monate im ewigen Eis lebten, arbeiteten und mit den wilden Tieren der Arktis zusammentrafen aber auch von den Schwierigkeiten der Kälte und der Logistik. (In diesem Kapitel hätte ich mir allerdings etwas weniger Werbung für die verschiedenen Kamera- und Filmhersteller gewünscht).

Die Fotos sind bis auf wenige Ausnahmen immer doppelseitig, was sich zu großen Teilen ausdrucksstark, manchmal jedoch als störend erweist. Denn von Details z.b. dem großen Walross in Nahaufnahme erkennt man durch die Bindung nicht wirklich sehr viel. Außerdem hätte ich mir auch Bildunterschriften gewünscht. Diese beiden kleinen "Makel" machen die tollen Bilder jedoch allemal wieder wett und ich glaube, ich werde das Buch noch ein drittes, viertes, fünftes ... Mal zur Hand nehmen und darin für eine Weile versinken.

Fazit: Nicht nur Hobbyfotografen (wie ich) geraten bei diesen Bildern ins Schwärmen ...
Dieser Bildband vermittelt auf ausdrucksstarke Weise vom Leben in der Arktis, von einer ungezähmten rauen Schönheit und gleichzeitig von der tiefen Liebe der beiden Autoren für dieses ewige Eis.



Sandra Kuhn, Redaktion Grosse-Literatur.de
 
 
 
 
   
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