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Hakan Nesser
 
 
 
Susanne Goga
Leo Berlin
 
Original: Paperback, 278 S.
Verlag: dtv
Format: D 07/2005
ET: 14,00 €
Preis: 3-423-24468-2
ISBN:
Kaufen bei:  bei Amazon.de kaufen

Klapptext:
Berlin 1922. Die Inflation läuft sich warm. Deutschland ist politisch zerrissen, die Menschen finden nach dem verlorenen Krieg keine Ruhe. Kriminalkommissar Leo Wechsler, verwitweter Vater von zwei Kindern, bekommt es mit einem mysteriösen Mord zu tun: Ein Wunderheiler, der Patienten uns vor allem Patientinnen aus den besten Kreisen behandelte, wurde mit einer Buddhafigur aus Jade erschlagen. Es gibt keine Zeugen, keine Spuren. Doch der Heiler war kein unbeschriebenes Blatt: Er hat, wie sich herausstellt, viele seine Patienten mit Kokain versorgt. Wenig später wird im Scheunenviertel eine Prostituierte ermordet. Leo vermutet eine Verbindung zum Tod des Heilers. Seine Ermittlungen führen ihn in elegante Villen, ärmliche Hinterhöfe, Kokainhöhlen und Rotlichtbezirke, doch erneut drohen alle Spuren im Sande zu verlaufen. Hinzu kommt noch, dass Leos Kollege von Malchow, der aggressiv seine adlige Herkunft und seine Ansichten zur Schau trägt, ihm Steine in den Weg legt, wo er nur kann. Aber Leos Hartnäckigkeit ist berüchtigt …

Ein atmosphärischer Krimi aus dem Berlin der zwanziger Jahre – eingebettet in die explosive historische Situation zwischen Erstem und Zweitem Weltkrieg.
 
Biographie:
Susanne Goga, geboren 1967, studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf und arbeitet seit 1995 als freie Übersetzerin aus dem Englischen und Französischen. Sie lebt mit ihrer Familie in Mönchengladbach. „Leo Berlin“ ist ihr erster Roman.
 
Grosse-Literatur.de-Rezensionen:
Susanne Goga schafft es scheinbar spielend leicht den Leser unvermittelt ins Berlin der 20er Jahre zurückzuversetzen. Ihre Beschreibungen der Schauplätze sind dabei so realitätsnah und vermitteln das Gefühl sie mit eigenen Augen zu sehen. Man kann so auch die Nöte der Menschen spüren, die mehr und mehr unter der beginnenden Inflation zu leiden haben .

Leo Wechsler ist ein Antiheld. Das Geld wird ihm knapp; er ist verwitwet und zieht zusammen mit seiner Schwester Ilse die beiden Kinder Marie und Georg groß. Besonders gutaussehend scheint er auch nicht zu sein. Doch Leo liebt seine Arbeit und opfert dafür viel Zeit mir seiner Familie. Als Leser merkt man schon bald, dass Leo einem irgendwie vertraut ist, man mag ihn und folgt ihm gern durch seine schwierigen Ermittlungen.
Denn es gilt einen Mörder zu fassen, der scheinbar ganz nach Plan gezielt ausgesuchte Personen tötet. Dabei lernt man den Täter als Leser schon sehr früh kennen; man wird mit seinen Gedanken und Phantasien konfrontiert, mit seinen Gefühlen und Ängsten. Dabei stempelt man ihn nicht sofort als Wahnsinnigen ab, sondern ist Zeitweilen versucht Mitleid mit ihm zu haben.

Fazit: Lesenswert!

   

Sandra Kuhn, Grosse-Literatur.de
 
 
weitere Titel von Susanne Goga bei Grosse-Literatur.de:
Tod in Blau - Ein Fall für Leo Wechsler
 
 
 
 
   
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