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Hakan Nesser
 
 
 
Stefanie Gerstenberger
Magdalenas Garten
 
Verlag: Diana
Format: gebunden, 448 S.
ET: 08 / 2010
Preis: 19,99 €
ISBN: 978-3-453-29103-4
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Klapptext:
Magdalena weiß fast nichts über ihren Vater. Nur dass er aus Elba stammt und ihre Mutter vor dreißig Jahren allein nach Deutschland zurückfahren ließ. Auf ihrer Reise über die Insel glaubt sie schon bald, ihre Suche erfolgreich beenden zu können, als ein Zitronengarten und zwei Männer ihre Pläne durcheinanderbringen… Kraftvoll, dramatisch, voller Gefühl — ein Roman über Sehnsucht, Schmerz und eine Liebe auf Umwegen.

Nach dem frühen Tod ihrer Mutter wächst Magdalena bei den Großeltern auf, die ihre neugierigen Fragen nach dem unbekannten Vater nie beantworten konnten. Warum kehrte ihre Mutter dreißig Jahre zuvor allein von Elba zurück? Und wer ist dieser Mann, der seine Tochter nie kennenlernen wollte? Bei ihrem Versuch, das Geheimnis der unvollendeten Liebe ihrer Eltern zu entschlüsseln, lernt Magdalena Nina und Matteo kennen. Ohne zu ahnen, wie einschneidend diese Begegnung für sie sein wird, hofft Magdalena mithilfe der beiden ihren Vater schnell zu finden. Doch es soll eine schmerzhafte Suche mit überraschendem Ausgang werden — eine Suche, die ihren Anfang nimmt inmitten eines alten Zitronengartens auf Elba ...
 
Biographie:
Stefanie Gerstenberger, 1965 in Osnabrück geboren, studierte Deutsch und Sport, bis sie erkannte, dass sie keine Lehrerin werden wollte. Nach einem Wechsel in das Hotelfach lebte und arbeitete sie auf Elba und Sizilien, in der Karibik und in San Francisco. 1993 lernte sie in Köln den Schauspieler Thomas Balou Martin kennen, mit dem sie heute verheiratet ist und zwei Kinder hat. Ihre erster Roman "Das Limonenhaus" (Diana, 2009) wurde von der Presse hoch gelobt und auf Anhieb ein großer Erfolg.
 
Grosse-Literatur.de-Rezensionen:
Stefanie Gerstenberger fängt in ihrem Roman „Magdalenas Garten“ ein Stück italienisches Flair ein. Von der Geschichte selbst jedoch, hatte ich mir etwas mehr erhofft ...

Madalenas Wunsch ist endlich ihren Vater zu finden. Hierfür nimmt sie während Ihres Urlaubs immer wieder Nebenjobs als Reisebegleiterin nach Italien an. Ihr einziger Anhaltspunkt ist ein altes Foto, dass ihre Eltern in einem Restaurant zeigt. Auf Elba findet sie schließlich die Wand, vor der ihre Eltern vor Jahren für das Foto posierten und verpasst vor Aufregung prompt ihren Bus. Durch Zufall trifft sie auf Nina und Matteo, die ihr nach einem Mofaunfall wieder auf die Beine helfen. Ergriffen von ihrer Geschichte beschließt Nina Magdalena bei ihrer Suche zu unterstützen. Noch ahnt Magdalena dabei nicht, dass sie nur eins von vielen Hilsprojekten Ninas ist, die dadurch versucht ihre Vergangenheit zu vergessen. Auf Elba will Magdalena schließlich einen Monat verbringen, doch das ist gar nicht so einfach, denn Miete und Verpflegung sind teuer. Nach einigen erfolglosen Anläufen kommt sie bei dem gutaussehenden Roberto unter und beginnt im Cafe Elba als Aushilfe. Dabei werden die Menschen um Nina und Matteo, die im Nachtclub POLO auf die Eröffnung des Clubs warten, Magdalena immer mehr zu Freunden. Mit Matteo teilt sie die Liebe zu dem heruntergekommenen Garten des Nachtclubs, zu den verwahrlosten Zitronenbäumen, und muss zugeben, dass dieser Mann ihr immer sympathischer wird. Doch scheinbar hat Matteo nur Augen für Nina und ihr Seelenheil. Zum Glück ist da noch Roberto ...

Einen Großteil der Geschichte geht es eigentlich mehr um Magdalenas Freundschaft zu Nina und Matteo, die neue Arbeit im Cafe oder ihre rein sexuelle Beziehung zu Roberto. Die Suche nach ihrem Vater rückt hier zeitweise sehr in den Hintergrund.

Leider hat es die Autorin nicht geschafft so richtig Spannung aufzubauen. Das Geschehen hat sich zwar nett gelesen, plätscherte aber mehr so dahin - viel ist auch nicht wirklich passiert. Gegen Ende hat Stefanie Gerstenberger jedoch alle Register gezogen und ihrer Geschichte eine unvorhergesehene Wendung gegeben, die - meines Erachtens - irgendwie nicht so recht zur übrigen Handlung passen wollte. Irgendwann habe ich mich gefragt, ob das jetzt wirklich der Ernst der Autorin wäre, zum Glück war das Buch da schon fast zu Ende gelesen.

Mit einigen Charakteren dieses Buches bin ich nicht vollends warm geworden. Mit Magdalena selbst habe ich einige Zeit gebraucht, denn so richtig sympathisch ist sie mir nicht von Anfang an gewesen. Vielmehr kam sie zuerst naiv und auch ein weng nervig daher. Da war ich von Nina und ihrem Helfersyndrom schon mehr angetan und fragte mich, welche Geschichte die Autorin dieser Figur wohl zugedacht hat.

Alles in allem ist „Magdalenas Garten“ ein Roman, der sich vor allem aus zwei Hälften zusammensetzt. Der ersten Hälfte, die eigentlich nur von Magdalena selbst, Nina, Matteo und dem Vorgehen in dem geschlossenen Nachtclub zu erzählen weiß und dem zweiten Teil, in dem Magdalenas Suche nach ihrem Vater endlich mehr Gestalt annimmt.

Fazit: „Magdalenas Garten“ ist ein Roman, der sich mal nett nebenbei lesen lässt, der aber keinen wirklichen Eindruck bei mir hinterlassen konnte. Ich hatte vielleicht zu große Erwartungen, die der Klapptext bei mir hervorrief. Leider hat die Geschichte diese nicht erfüllen können. Schade, denn das richtige italienische Flair hat die Autorin wirklich fantastisch zu schildern gewusst ...

   

Sandra Kuhn, Grosse-Literatur.de
 
 
 
 
   
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