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Hakan Nesser
 
 
 
Kady Cross
Das Mädchen mit dem Stahlkorsett
 
Original: The Girl in the Steel Corset - Steampunk Chronicles Book 1
Verlag: Heyne
Format: Gebundene Ausgabe, 368 S.
ET: 08 / 2011
Preis: 14,99 €
ISBN: 9783453267404
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Klapptext:
Sie ist eine ganz besondere junge Dame: Ihr Name ist Finley Jayne, sie ist sechzehn Jahre alt und arbeitet als Dienstmädchen. Gelegentlich. Gelegentlich entschließt sie sich jedoch, auf den Straßen Londons Jagd auf Verbrecher zu machen. Finley mag hübsche Kleider, ihre Unabhängigkeit und wohlerzogene junge Männer. Wen Finley nicht mag, der kommt ihr besser nicht in die Quere, denn sie ist außergewöhnlich stark. Doch hinter ihren enormen Kräften verbirgt sich ein dunkles Geheimnis ...

In London kreuzen Luftschiffe am Himmel, dampfbetriebene Automaten erledigen die niederen Arbeiten, und von jungen Mädchen wird vor allem eines erwartet ? anständig sein und hübsch aussehen. Mit Letzterem kann sie durchaus dienen, aber mit der Sittsamkeit hapert es bei Finley Jayne gewaltig, denn sie ist übermenschlich stark, und wenn ihr Temperament mit ihr durchgeht, kann es für ihre Kontrahenten schon mal böse enden. Als sie deshalb ihre Anstellung im noblen Haushalt der Familie August-Raynes verliert, scheint Finleys Schicksal besiegelt. Aber dann begegnet sie dem jungen Adligen Griffin, der gemeinsam mit seinen Freunden die wunderlichsten Experimente veranstaltet. Und Finley passt perfekt in die bunt gemischte Truppe, denn Griffin und seine Freunde haben ebenfalls übernatürliche Fähigkeiten, die sie im Kampf gegen das Böse auf den Straßen Londons einsetzen. Doch Finley trägt eine dunkle Seite in sich, und obwohl Griffin zarte Gefühle in ihr erweckt, fühlt sie sich auch zu dem zwielichtigen Gangster Jack Dandy hingezogen. Als Griffin und seine Freunde einer gigantischen Verschwörung auf die Spur kommen, die nicht nur Königin Victoria, sondern das ganze Empire bedroht, muss Finley sich entscheiden ...
 
Grosse-Literatur.de-Rezensionen:
Kady Cross gelingt das, was nicht jedem Autor glückt: von der ersten Seite an so kurzweilig und originell zu erzählen und damit eine ungeheure Spannung aufzubauen, dass man dieses Buch einfach nicht mehr weglegen kann. Sie katapultiert den Leser mitten in die Handlung, an die Seite einer schüchternen, wenn auch schlagkräftigen und vorallem ungemein geheimnsivollen Finley Jane.

Nach einem Unfall findet sich Finley Jane im Haus des jungen Duke of Greythorne wieder. Er scheint zu ahnen, dass Finley ein düsteres Geheimnis hat. Denn in Finley leben zwei Personen: die Schüchterne und Zurückgezogene und die Dunkle, Gewaltbereite, deren Verletzungen beunruhigend schnell heilen und die sie kaum zähmen kann. Als er seine Hilfe anbietet, ist Finley zunächst misstrauisch. Doch wie sie schnell herausfindet, ist sie nicht die einzige mit sonderbaren Fähigkeiten im Haus des reichen Adligen. Griffin selbst, seine Tante Cordelia, sein bester Freund Sam und sogar die unscheinbare Emily haben ihre Geheimnisse. Doch während Finley an ihren Kräften arbeitet, heckt ein anderer ein wahnwitziges Vorhaben aus und schreckt dabei nicht vor Mord zurück. Mithilfe der totbringenden Automaten versucht der „Maschinist“ sein wahnsinniges Vorhaben in die Tat umzusetzen, denn auch er hat ein dunkles Geheimnis. Doch was hat Königin Victoria damit zu tun? …

„Das Mädchen mit dem Stahlkorsett“ begann wirklich vielversprechend. Nicht nur Finley war mir sofort sympathisch, auch das alte London des Jahres 1897 mit all seinen technischen Errungenschaften zog mich in seinen Bann. Kady Cross hat hier einen großartigen Einfallsreichtum bewiesen. Das Thema Steampunk hat sie so originell und dabei völlig selbstverständlich umgesetzt, dass man schon stauen muss. Diesen Roman bevölkern nicht nur allerlei neumodisch-historische, technische Spielereien, sondern auch Luftschiffe, Maschinen, die nahezu in allen Bereichen eingesetzt werden und vieles mehr. Dabei verwebt die Autorin das Technische wirklich großartig mit der historischen Zeit und schafft es für meinen Geschmack bestens eine ganz eigene Steampunk-Atmosphäre aufzubauen.

Doch was so kurzweilig und fesselnd begann, verlor leider viel zu schnell an Tempo. Denn schon bald verliert sich Kady Cross in allzu vielen zwischenmenschlichen Beziehungen, die ihre jungen Charaktere hier durchmachen, und was teilweise wirklich teeniehaft-nervig herrüber kommt. Gerade durch das historische Gebaren – was ist schicklich und was nicht – waren mir die beiden sich entwickelnden Liebesgeschichten in diesem Buch zu oberflächlich und gestelzt. Und auch mit den Figuren an sich, habe ich manchmal ein wenig gehadert.

Auffällig ist das stellenweise minutiös geschilderte Geschehen, dass wahrscheinlich für das rasch schwindende Tempo verantwortlich sein mag. Die Autorin erzählt einfach zu genau, was die Personen anhaben, tun, denken etc. Weniger wäre hier wohl mehr gewesen. Auch wenn man der Autorin bzw. der Übersetzung zugutehalten muss, dass der Text größtenteils ohne störende Wortwiederholungen auskommt, sind mir doch ein paar aufgefallen, die vorallem mit der Figur der Emily zusammen auftauchten. Denn Emily wird immer wieder als „kleine Irin“, „kleine Rothaarige“, etc. beschrieben. Auf Dauer, denn diese kamen immer wieder im Wechsel, wurde das wirklich nervig.

Fazit: „Das Mädchen mit dem Stahlkorsett“ beginnt wirklich stark und herausragend, verliert leider jedoch zu schnell an Tempo und Spannung. Bald schon werden den Personen und ihren Beziehungen zueinander viel mehr Raum zugesprochen und das Geschehen um den rätselhaften Maschinisten gerät in den Hintergrund. Zwar liefert Kady Cross interessante Einfälle, gerade in Bezug auf den Ursprung der geheimnisvollen Kraft der Freunde, doch konnte sie damit leider nicht die Längen wettmachen, die zwischendurch immer wieder zu finden waren. Schade eigentlich, gerade weil die Autorin das Steampunk-Thema wirklich eindrucksvoll ausgearbeitet hat.
„Das Mädchen mit dem Stahlkorsett“ ist ganz nett für Zwischendurch, jedoch sollte man nicht zu hohe Erwartungen hegen.

   

Sandra Kuhn, Grosse-Literatur.de
 
 
 
 
   
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