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| Helmuth W. Mommers |
| Plasmasymphonie und andere Visionen |
| Visionen-Reihe 3 |
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Verlag: Shayol
Format: broschiert, 254 S.
ET: D 10/2006
Preis: 14,90 €
ISBN: 3-926126-66-3
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| Klapptext: |
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| Der dritte Band der mehrfach preisgekrönten Anthologie-Reihe VISIONEN enthält neben Erzählungen der Bestsellerautoren Andreas Eschbach (Das Jesus-Video) und Thor Kunkel (Endstufe) zwölf weitere phantastische Ausblicke in die Welt der Zukunft von den besten deutschen Science-Fiction-Autoren der Gegenwart. Deutsche Erstveröffentlichungen von: Rüdiger Bartsch, Andreas Eschbach, Jan Gardemann, Marcus Hammerschmitt, Frank W. Haubold, Desir‚e & Frank Hoese, Jörg Isenberg, Michael K. Iwoleit, Hartmut Kasper, Thor Kunkel, Helmuth W. Mommers, Ernst Vlcek, Fabian Vogt und Thomas Wawerka |
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| Meinungen anderer Leser: |
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Wie schon bei den beiden Vorgängerbänden spricht mich das Covermotiv von "Plasmasymphonie", das von keinem Geringeren als James Warhola, dem Neffen des berühmten Andy Warhol, stammt, sehr an.
Aber auch die Autorennamen verheißen einiges. So bin ich wieder einmal gespannt, ob sie es halten können.
Eingestimmt wird der geneigte Leser durch das Vorwort von Dr. Franz Rottensteiner, einem unbestrittenen Kenner der Science Fiction, mit dessen Hinweis "es wäre sinnlos die SF-Kurzgeschichte in einen starren Rahmen pressen zu wollen, denn gerade die Wandelbarkeit mache ihren besonderen Reiz aus" ich konform gehe.
Ich stimme dem ohne zu Zögern zu - und genau das boten die ersten beiden Bände dieser Reihe. Umso gespannter war ich, ob es auch im vorliegenden so sei ...
Und so war es dann löblicherweise auch!
Wie schon zuvor ist es dem Herausgeber Helmuth W. Mommers gelungen dem Leser ein interessantes SF-Potpourri zu bieten. Hier dürfte jeder etwas für seinen Geschmack finden und es kommt keine Langweile auf, was bei Reihen dieser Art mit zunehmenden Bänden - vor allem wenn einige Autoren regelmäßig vertreten sind - nicht auszuschließen ist.
Nicht bei den Visionen.
Ich möchte nicht auf jede Story explizit eingehen, sondern mich mit denen begnügen, die mir besonders gefallen haben.
Das Sahnehäubchen dieser Kurzgeschichtensammlung ist für mich "Eiszeit" von Rüdiger Bartsch. Der Plot um einen Kühlschrank der neusten Forschung, der - wie sich sehr bald herausstellt - über eine sehr zerstörende Kraft verfügt, die letztendlich als Waffe eingesetzt wird, weiß zu unterhalten. Mehr noch, sie verfügt über einen Spannungsbogen, der nicht abflacht und hat alles was eine gute Story ausmacht.
Aber auch Jörg Isenbergs "Die Ladys und der Tramp" ist grandios humorvoll unterhaltend. So könnte es also auf einen Außeridischen wirken, wenn er Einblick in die Triebhaftigkeit der Menschen erhält. Der Tramp Hugh zeigt dem Orgulaner Bjenjo auf anschauliche Weise wie er bei fünfzig Frauen seinen "Mann steht", bietet darüber hinaus aber auch Einblick in menschliche Ränke, Eifersüchteleien und Machtspiele ... was ihm schlussendlich nicht gut bekommt ...
Frank Haubolds "Das Orakel" hat mir ebenfalls gut gefallen. Auch wenn der Plot um die Erschaffung einer Künstlichen Intelligenz und ihren unbefriedigenden Verlauf und Ausgang nicht unbedingt neu ist, so ist die Story gut und flüssig geschrieben und bietet einen würdigen Opener für diese Anthologie.
Nachdenklich stimmte mich Fabian Vogts "Idee von Mysterium des Glaubens" in der sich ein Priester in einem Gewissenskonflikt befindet, als ihn ein Android bittet, ihn zu taufen.
Für mich die Story, die mich am längsten beschäftigt hat. Denn in ihr schwingt am meisten "zwischen den Zeilen".
Gretchenfrage: Darf ein denkender und fühlender - aber seelenloser - Androide, der an Gott glaubt, getauft werden? Wo ist die Grenze? Wer legt diese fest? Was macht Seele aus?
Helmuth W. Mommers' "Zur falschen Zeit" zeigt einmal mehr, dass wenn man sich z.B. in Kälteschlaf versetzen und zur "richtigen" Zeit wieder zum Leben erwecken läßt, dass man vielleicht noch so viele Versuche starten kann, es scheint niemals die "rechte Zeit" für ein "besseres Leben" zu sein und geben.
Eine Story, die mich ebenfalls nachdenklich stimmte und mich mahnte, bewusster im Hier und Jetzt zu leben und lieber, als nach der besseren Zeit zu streben, die Gegenwart vorteilhafter zu gestalten. Für einen selbst und eine Winzigkeit für das Weltgefüges - und wenn sich jeder dazu berufen fühlte, ergäbe es mit Glück ein besseres Ganzes.
Soweit zu den Geschichten, die mir besonders gefallen haben, was die anderen nicht mindern soll. Dieser dritte Band der mehrfach preisgekrönten VISIONEN-Reihe ist wieder ein gelungenes Konglomerat aus Autoren, von denen man noch nicht so viel gelesen hat und bekannten Größen, die alle auf einem guten bis hohen Niveau zu unterhalten wissen. So gibt es auch bei den Topstories dieser Sammlung eine gute Bandbreite. Wie immer: die Mischung machts.
Kommen wir zur Aufmachung des Titels, die wie immer solide ist, da gibt es nichts zu meckern. Lektorat und Satz haben Mängel, sind aber noch in der Toleranzgrenze.
Was mir wie schon bei den Vorgängerbänden nach wie vor fehlte, sind Grafiken oder Illustrationen vor oder zu den Texten - dann wäre der Sammlerwert dieser außergewöhnlichen Reihe unumstritten.
Fazit: Ein weiterer guter Titel in dieser Reihe, die sich nicht nur SF-Liebhaber zulegen sollten! |
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| Alisha Bionda -
2008-01-30 |
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| weitere Titel von Helmuth W. Mommers bei
Grosse-Literatur.de: |
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Der Atem Gottes und andere Visionen 2004 - Visionen-Reihe |
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Die Legende von Eden - Visionen-Reihe 2 |
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