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| Yann Martel |
| Schiffbruch mit Tiger |
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Original: Life of Pi
Verlag: S. Fischer
Format: gebunden, 383 S.
ET: 2001
Preis: 19,90 €
ISBN: 3-10-047825-8
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| Klapptext: |
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Schiffbruch mit Tiger? Diese Geschichte würden Sie nicht glauben? Kein Wunder. Fantastisch. Verwegen. Atemberaubend. Wahnsinnig komisch. Eine Geschichte, die Sie an Gott glauben lässt. Pi Patel, der Sohn eines indischen Zoobesitzers und praktizierender Hindu, Christ und Muslim erleidet mit einer Hyäne, einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einem 450 Pfund schweren bengalischen Tiger namens Richard Parker Schiffbruch. Bald hat der Tiger alle erledigt - alle, außer Pi. Alleine treiben sie in einem Rettungsboot auf dem Ozean. Eine wundersame, abenteuerliche Odyssee beginnt.
"Martel schreibt wie ein leidenschaftlicher Auster."
Times Literary Supplement
"Eine Reminiszens an Italo Calvino"
Independent on Sunday |
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| Biographie: |
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| Yann Martel wurde 1963 in Spanien geboren. Seine Eltern sind Diplomaten. Er wuchs in Costa Rica, Frankreich, Mexiko, Alaska und Kanada auf und lebte später im Iran, in der Türkei und in Indien. Er studierte Philosophie und wohnt derzeit in Montreal. "Schiffbruch mit Tiger" ist sein dritter Roman, er war nominiert für den Governor General Award und den Commonwealth Writers Prize und gewann den Booker Prize 2002 |
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| Meinungen anderer Leser: |
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Es gibt wirklich Leute, die dieses Buch nicht mögen. Sie tun mir aufrichtig leid. Niemals werden sie mit Pi Patel durch den Zoo seiner Eltern streifen und Einsicht haben in seine wundersame Welt, in der man über die Eigenheiten der Tiere aufgeklärt wird und viel Wissenswertes über einen Zoo erfährt. Niemals werden sie erfahren wie es ist, wenn man morgens von Löwengebrüll geweckt und auf dem Weg zur Schule von einem amerikanischen Bison beäugt wird. Niemals werden sie in Pi Patels Universum tauchen können, das so einen warmen Blick auf die Wunder unserer Erde bietet.
Der indische Junge führt ein wohlbehütetes Leben, bis wirtschaftliche und politische Umstände seinen Vater nötigen mit Familie und Zoo nach Kanada zu ziehen. Alle Hoffnungen und Erwartungen enden mit dem Untergang des Schiffes, bei dem Pi Patels Familie und die gesamte Schiffscrew ums Leben kommt. Pi kann sich auf ein Beiboot retten, doch die Rettung erweist sich als trügerisch. Er muss das Boot mit einem verletzten Zebra, einer nervösen Tüpfelhyäne, einem Orang-Utan Weibchen und einem 450 Pfund schweren, bengalischen Tiger teilen.
Hier beginnt ein haarsträubendes, aber in der Konsequenz immer nachvollziehbares Abenteuer. Der Junge, zwischen abgrundtiefer Trauer um seine Familie und einem unbezwingbaren Lebenswillen schwankend, nimmt seine schier auswegslose Situation an und begegnet ihr mit all seinem Wissen über Tiere und einer der Not gehorchenden Entschlossenheit. Aus dem Vegetarier wird ein Fleischfresser, aus dem Opfer ein Dompteur. Hier wird die Geschichte grausam - es ist schlimm wie Pi, der das Leben so achtet, seinen ersten Fisch tötet, ohne ihn töten zu wollen. Seine halbherzigen Versuche lassen Tier und Mensch leiden. Ganz zu schweigen von der ersten Schildkröte, deren Blut "ein guter, gesunder, salzfreier Trunk" ist.
"Schiffsbruch mit Tiger" ist kein einfaches Buch, der Leser wird gefordert und sollte, wenn er weise ist, ab und zu inne halten und sich das Gelesene vor Augen halten und darüber nachdenken. Nur dann, wenn man sich die angemessene Zeit nimmt, kann die Geschichte nachhaltig wirken und den Leser bereichern.
Empfehlen will ich es vor allem denjenigen, die eine Schiffsreise planen. Man weiß ja nie, was so passieren kann. Ich bin auf jeden Fall vorbereitet. |
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| Christof Weiglein -
2008-11-23 00:00:00 |
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