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| Andrea Brown |
| Sex oder Liebe? |
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Verlag: dtv
Format: Paperback, 198 S.
ET: D 12 / 2004
Preis: 12,00 €
ISBN: 3-423-24432-1
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| Klapptext: |
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„Micha beugt sich über mich und fängt an, meinen BH aufzuknöpfen. Sein Atem kitzelt auf meiner Haut … Wie ist es bloß zu erklären, dass ein fremder Mann vor mir auf dem Boden kniet und an meinem Slip herumfummelt?“
Nina, im Hauptberuf Drehbuchautorin, Hausfrau und Mutter, ist ehrlich ratlos. Aber was sein muss, muss sein. Schließlich hat ihr Mann sich wie ein richtiges Ekel benommen. Das wird sie ihm heimzahlen.
Ninas coole Agentin hat völlig andere Probleme. „Willst du mich heiraten?“, hat Tobias sie gefragt. Oder bildet sie sich das bloß ein? Ehe sie so einen Antrag annimmt, muss sie erst noch mal die Szene checken, und damit stiftet sie ganz schön Verwirrung.
Küssen fremde Frösche besser? Auch beim Seitensprung gibt es ein erstes Mal. |
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| Biographie: |
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| Andrea Brown „scheint ihren eigenen Büchern entsprungen“ (AZ). Die in München geborene Tochter eines französisch-ungarischen Elternpaares verbrachte die Kindheit in Los Angeles, die Jugend in Berlin, das Studium in Australien und lebt heute als Drehbuchautorin in München. Ihre ersten beiden Romane „Frösche und Prinzen“ (1997) und „Träum weiter, Baby!“ (1999) wurden zu Bestsellern. |
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| Grosse-Literatur.de-Rezensionen: |
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Sarah ist seit drei Jahren mit Tobi zusammen, eigentlich ist sie ziemlich glücklich mit ihm. Und jetzt macht er ihr einen Heiratsantrag! Dass dieser für einigen Wirbel in Sarahs Leben sorgt und ihr eine turbulente Woche beschert ist sicher.
Nina hingegen ist schon seit vielen Jahren glücklich mit Olli verheiratet und hat zwei Kinder. In der Routine aus Kinder hüten, Familie koordinieren und Ehemann umsorgen hat sie sich selbst irgendwie verloren. Als sie aus dieser Welt auszubrechen versucht, landet sie prompt auf Michas Sofa. Aber ist es wirklich das, was sie will?
Die zwei Hauptprotagonistinnen Sarah und Nina könnten unterschiedlicher nicht sein. Sarah, die sich über die Jahre eine eigene Agentur aufgebaut hat und versucht neben Autoren auch Möchtegern-Schauspieler an den Verlag oder Produzenten zu bringen hat in ihrem Job reichlich Stress. Während Nina in ihrem alltäglichen Chaos zwischen Kinder-, Hunde- und Ehemannstress versucht wieder sich selbst zu finden. Wie gern würde sie wieder einen richtigen Job haben.
Andrea Brown schafft es dabei scheinend spielend einfach die beiden Charaktere zwar grundverschieden zu gestalten – und doch sind die beiden Frauen sich auch wieder sehr ähnlich. Man springt zwischen den beiden und ihrem chaotischen Leben hin und her und muss bald darauf feststellen, dass die beiden Erzählebenen sich mehr und mehr annähern und Figuren aus der Sarah-Ebene plötzlich auch in Ninas Leben eine Rolle spielen – und umgekehrt. Diese Annäherung der beiden Erzählstränge hat mich sehr überrascht und doch hat die Autorin diese Übertretung perfekt gemeistert. Ich war schließlich gespannt, was noch alles passieren würde. Echte Spannung und den Zwang das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu können, hat sich bei mir jedoch leider nicht so recht einstellen wollen und gerade zu Anfang hat sich das Geschehen mehr oder weniger dahin geschleppt.
Dennoch muss man es Andrea Brown zugestehen, dass sie es versteht in „Sex oder Liebe“ geschickt mit Worten zu spielen und dabei einiges an Witz in ihrer Erzählung unterzubringen. Eine Mischung, die einen trotz mäßiger Spannung dennoch weiterlesen lässt. Und schließlich hat man sich mit den beiden Frauen angefreundet und möchte wissen, welche Wendungen diese Geschichte ihnen noch bringen wird.
Fazit: Andrea Brown erzählt wortreich und witzig von zwei Frauen, die versuchen mit ihrem Leben irgendwie klarzukommen und dabei so einige Höhen und Tiefen erleben. „Sex oder Liebe?“ kann dabei seine Leser gut unterhalten und bietet für Zwischendurch eine nette Abwechslung.
Sandra Kuhn, Grosse-Literatur.de
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