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| Jules Watson |
| Tartan und Schwert |
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Original: The White Mare
Verlag: Blanvalet
Format: broschiert, 693 S.
ET: D 10/2005
Preis: 7,95 €
ISBN: 3-442-36426-4
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| Klapptext: |
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| Im Jahr 79 n. Chr.: Der römische Feldherr Agricola wendet sich dem einzigen, noch freien Gebiet Britanniens zu – Schottland. Den trinkfesten wie kampfeslustigen zerstrittenen schottischen Stämmen bleibt nur eine Wahl: die Einigung gegen den gemeinsamen Feind oder die römische Sklaverei. Vor allem auf einer Frau ruht ihre Hoffnung: auf der schottischen Prinzessin und druidischen Heilerin Rhiann. Seit dem brutalen Überfall, der ihre gesamte Familie auslöschte, kennt sie ihre Pflicht: eine Ehe, die die keltischen Stämme vereint, und die Geburt eines neuen Königs. Doch die temperamentvolle, mutige und unabhängige Rhiann hadert mit dem Schicksal. Die Ankunft des irischen Kriegers Eremon treibt Rhianns Verzweiflung auf die Spitze, denn ausgerechnet auf ihn fällt die Wahl des Stammesrates. Ist er wirklich der Krieger, der die zerstrittenen keltischen Stämme einen kann? Rhiann bezweifelt das sehr und begegnet Eremon auch nach der Hochzeit noch mit kühler Verachtung. Doch aus Hass wird widerwillige Anerkennung und Liebe, als Eremon sich tatsächlich als gerechter Anführer gegen die Römer erweist. Noch ahnen Rhiann und Eremon nicht, welches Schicksal die Götter ihnen ausersehen haben, denn eine alte Weissagung lautet, dass aus Rhianns Linie dereinst der erste König eines freien Schottlands stammen wird … |
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| Biographie: |
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| Die junge Engländerin Jules Watson wuchs in Australien auf. Seit ihrer Heirat mit einem Schotten arbeitet sie als freischaffende Journalistin und PR-Managerin in England. Doch ihre große Leidenschaft gilt der Archäologie, der wenig dokumentierten Geschichte der Kelten und Pikten. Mit ihrer großen historischen „Dalriada“-Trilogie über das erstmals vereinte Schottland erfüllt sich Jules Watson einen Lebenstraum.
Jules Watson und ihr Mann teilen ihre Zeit auf zwischen England und Australien, wo Jules Watson gerade an ihrem nächsten Roman in ihrer „Dalriada“-Saga schreibt. |
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| Unsere Meinung: |
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Jules Watson erzählt im ersten Teil ihrer Dalriada-Trilogie „Tartan und Schwert“ von der Ankunft weniger, aus ihrem eigenen Land vertriebenen, Iren an der fremden schottischen Küste. Darunter der irische Prinz Eremon, innerlich zutiefst enttäuscht und wütend über den Verrat seines Onkels, der den Thron an sich gerissen und Eremon und die ihm treu ergebenen Männer verbannt hat. Niemand von ihnen weiß, dass es eine druidische Priesterin im Volk der Epidier gibt, die von ihrer Ankunft bereits viele Male geträumt hat. Und so ist Linnet, Rhianns Tante, nicht überrascht, dass Eremon schließlich als Rhianns Ehemann auserkoren wird; setzen die Epidier doch ihre ganze Hoffnung auf ihn, dass er sie vor den Römern beschützen wird. Rhiann selbst weiß um ihre Rolle als einziger weiblicher Nachfahre der königlichen Blutlinie, um ihre Pflicht einen neuen Erben zur Welt zu bringen, und doch will sie sich diesem Schicksal nur äußerlich ergeben.
Und so erzählt die Autorin die Geschichte einer anfänglich widerstrebenden Verbindung des irischen Prinzen Eremon mac Ferdiad und Rhiann, der Hohe-Priesterin der Epidier. Sie lässt den Leser teilhaben an dem Wachsen dieser Beziehung, und wie schlussendlich - nachdem viele Abenteuer bestanden und so manche Gefahr gemeistert wurde - aus den zwei ungleichen Gefährten doch noch zwei Liebende und Seelenverwandte werden.
Das Buch kündet außerdem von Veränderung und Bedrohung, denn die Römer - dabei Agricola an der Spitze eines mächtigen Heeres - wollen ganz Alba unterwerfen. Eremon ist dabei der einzige, der dieser unheimlichen Bedrohung die Stirn bieten will. Er plant alle Stämme Albas zu vereinen und damit ein streitbares Heer zu gründen, das den Römern Widerstand leisten soll. Dass er mit seinem Vorhaben nicht nur auf offene Arme trifft, ist dabei gewiss, denn viele der Stämme fühlen sich in den entlegenen Gebieten Albas sicher vor den Römern und denken gar nicht daran, sich unter einem Feldherren zu vereinen.
Es ist schließlich ein Kampf um Vertrauen, um Ehre und Liebe, den Eremon und Rhiann bestreiten müssen und dabei begleitet man als Leser die beiden Protagonisten gern. Wenn auch das Buch zu Anfang ein langsames Tempo vorlegt und der Leser noch skeptisch ob der vielen Gefühlsduseleien von Rhiann ist, so wird man dennoch bald gepackt und in diese große und farbenprächtige Geschichte gezogen, der Geschichte von der Befreiung Schottlands.
Jules Watson versteht es großartig die Verbindungen zwischen den einzelnen Stämmen Albas zu schildern, die Menschen des historischen Schottlands, ihren Glauben und ihre Bräuche zum Leben zu erwecken und den Leser an das Geschehen zu bannen. Ich persönlich hätte mir ein bisschen weniger Gefühle gewünscht, denn damit wird der Leser besonders zu Beginn und auch am Schluss ziemlich überhäuft.
Als Auftakt zur Trilogie ist dieser Roman ein guter Einstieg, er macht Lust mehr über die Menschen und das alte Schottland zu erfahren und bindet den Leser ebenso an die vielen Lebensgeschichten der einzelnen Personen; denn nicht nur von Eremon und Rhiann wird farbenfroh erzählt, auch viele Nebenfiguren lernt der Leser kennen und mögen.
   
Sandra Kuhn, Redaktion Grosse-Literatur.de
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