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Hakan Nesser
 
 
 
Sarah Blakley-Cartwright
Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond
 
Original: Red Riding Hood
Verlag: cbt
Format: Broschiert, 296 S.
ET: 02 / 2011
Preis: 12,99 €
ISBN: 9783570161241
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Klapptext:
Er tötet andere, sie will er lebend

Zehn Jahre ist es her, dass Valeries Kindheitsfreund Peter verschwand und Valerie beim nächsten Vollmond einem Werwolf gegenüberstand - und von diesem verschont wurde. Nun ist Peter wieder da, und als sie ihn wiedersieht, packt die jetzt siebzehnjährige Valerie dieselbe wilde Leidenschaft wie dereinst. Zwar ist sie dem wohlhabenden Henry Lazar versprochen, aber Valerie würde alles dafür tun, um Peter nicht wieder zu verlieren. Doch dann wird am Tag nach Vollmond der leblose Körper eines jungen Mädchens gefunden. Kratzspuren und Bisse sprechen eine eindeutige Sprache: Der Werwolf ist zurück, und er hat sich ausgerechnet Valeries Schwester Lucie geholt. Alles deutet darauf hin, dass der Wolf allein wegen Valerie gekommen ist und nicht ruhen wird, bis er auch sie in seiner Gewalt hat ...
 
Grosse-Literatur.de-Rezensionen:
Während David Leslie Johnson das Drehbuch zum Kinofilm „Red Riding Hood“ übernahm, schrieb Sarah Blakley-Cartwright die Romanfassung zum Film. Ich war sehr gespannt auf das Buch: eine Neuverfassung von „Rotkäppchen“, jedoch im aktuellen Mainstream um Werwölfe & Co. angesiedelt.

Valerie ist anders. Das Mädchen klettert viel lieber auf hohe Bäume und sucht die Einsamkeit und Abgeschiedenheit in umliegenden Wäldern. Denn das Dorf, in dem sie aufwächst, behagt ihr nicht. Zu drohend steht es im Tal, mit seinen hohen Zäunen und Häusern, die auf Stelzen erbaut wurden. Daggorhorn hat seine eigene finstere Legende - die Sage vom bösen Wolf. Doch seitdem die Bewohner zu jedem Vollmond dem Wolf ein Tier opfern, hat das Töten aufgehört. Während Valerie zu einer jungen Frau heranwächst, schmieden ihre Eltern Heiratspläne. Henry Lazar, Sohn der reichsten Familie des Dorfes, bittet um die Hand Valeries. Doch diese hat nur Augen für ihren Kindheitsfreund Peter, der gerade wieder in ihr Leben getreten ist. Und plötzlich ist der Wolf zurück - tritt mit ungezähmter Grausamkeit in das Leben der Dorfbewohner ...

Zunächst gelingt es der Autorin überraschend gut ihre Leser in die Welt der kleinen Valerie zu entführen, einem Mädchen, dass lieber auf Bäume klettert, die Einsamkeit sucht und sich anders fühlt als die übrigen Bewohner von Daggorhorn. Sarah Blakley-Cartwright schafft es hier mit einer eindringlichen Schreibweise dem Leser Valerie ganz nahe zu bringen und schon bald hat man das kleine Mädchen gern.

Doch was so vielversprechend begann, geht leider schon sehr bald in eine eher einfache „Berichterstattung“ über. Dann legt die Autorin den Schwerpunkt ihrer Erzählung auf das bloße Schildern der Ereignisse. Die Gefühle ihrer Figuren werden kaum greifbar. Der Tod von Valeries Schwester zum Beispiel, die Trauer, die die Familie eigentlich heimsuchen sollte, wird oberflächlich erzählt und schon auf der Totenfeier der Schwester machen sich Valerie und ihre Mutter Gedanken um die bevorstehende Verlobung mit Henry Lazar. Auch die „Liebe“ zu Peter wird nahezu absurd erzählt. Die beiden sahen sich zuletzt vor zehn Jahren, und schon nach nur einem einzigen Tag, an dem sie kaum ein Wort miteinander wechseln konnten, schworen sie sich Liebe.

Während die Geschichte im Weiteren oberflächlich bleibt, muss man der Autorin jedoch zugute halten, dass sie es wirklich geschafft hat, eine enorme Spannung aufzubauen – ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Obwohl Sarah Blakley-Cartwright mehr die Ereignisse schildert als wirklich eine eindringliche Geschichte zu erzählen und viele, viele Figuren dem Leser fremd bleiben, war ich doch gebannt, wer denn nun der Werwolf sein würde. Doch auch hier wurde ich enttäuscht: die Autorin macht viele vage Andeutungen, sogar Valerie selbst gerät in Verdacht. Leider bringt das Ende hier keine wirkliche Auflösung. Vielmehr blieb der Ausgang der Geschichte ebenso vage, wie die ganze Geschichte und ließ mich frustriert zurück.

Fazit: „Red Riding Hood“ - die Geschichte zum Kinofilm - wartet mit einer originellen Idee und Neuverfassung des Märchens um Rotkäppchen auf: der böse Wolf als Werwolf, der stetig das kleine Dorf Daggorhorn heimsucht. Mittendrin ein kleines Mädchen, Valerie - das „Rotkäppchen“ -, die als junge Frau dargestellt wird und den Leser durch die Geschichte führt. Einfallsreich wird das Dorf geschildert mit Häusern, die in Bäumen oder auf Stelzen gebaut sind und dem Geschehen genau den richtigen Schauplatz bieten. Leider kann Sarah Blakley-Cartwright mit ihrem Roman im Ganzen nicht überzeugen. Da bleiben Charaktere farblos und schemenhaft, zeigen kaum wirkliche Gefühle; Ereignisse reihen sich mehr aneinander als das hier wirklich eine dramatische Geschichte erzählt wird. Obwohl dieses Buch von der Idee das Zeug zu einem aufwühlenden und fesselnden Roman hat - denn Spannung ist immerhin trotzallem vorhanden - lässt es seine Leser mit einer oberflächlich und fast „eilig“ erzählten Geschichte enttäuscht zurück. Wirklich schade!

   

Sandra Kuhn, Grosse-Literatur.de
 
 
 
 
   
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